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27.06.2012

12:32 Uhr

Wachstumsszenario

Swiss Re prognostiziert Versicherungsbranche Prämienplus

Die Wirtschaftsdynamik in den Schwellenländern schürt die Hoffnung auf steigende Einnahmen. Risikofaktoren bleiben die europäische Schuldenkrise und ein möglicher Abschwung in China.

Der Sitz des Rückversicherers Swiss Re in Zurich. ap

Der Sitz des Rückversicherers Swiss Re in Zurich.

Die Versicherungsbranche kann nach Einschätzung von Swiss Re im laufenden Jahr mit einem moderaten Prämienwachstum rechnen. Die Aussicht auf steigende Einnahmen ist vor allem der Wirtschaftsdynamik in den Schwellenländern geschuldet. In den entwickelten Märkten dagegen dürfte die Konjunkturflaute die Nachfrage nach Lebens- und Nichtlebensversicherungen dämpfen, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichte Studie des zweitgrößten Rückversicherers hieß. Die Rentabilität allerdings dürfte wegen der extrem niedrigen Zinsen vor allem in der Lebensversicherung unter Druck stehen.

Risikofaktoren für das Wachstumsszenario ortet Swiss Re insbesondere in einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise und einem abrupten Abschwung in China. Aber auch der hohe Ölpreis und dessen möglicher weiterer Anstieg stelle eine Bedrohung dar, weil er die zögerliche Erholung in den USA gefährde.

Im Jahr 2011 sanken die Prämieneinnahmen der Branche weltweit um 0,8 Prozent auf 4,6 Billionen Dollar. Grund ist der kräftige Einnahmenrückgang in der Lebensversicherung um 2,7 Prozent auf 2,63 Billionen Dollar, weil die Prämien in Westeuropa, China und Indien wegbrachen. Die Nichtleben-Sparten generierten 1,97 Billionen Dollar Prämienvolumen - ein Plus von 1,9 Prozent, getragen vom Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern und Preissteigerungen in einzelnen entwickelten Märkten. Die größten Versicherungsmärkte blieben die USA, vor Japan und Großbritannien. Deutschland liegt weiterhin auf Rang fünf und China auf Rang sechs.

Swiss Re stützte sich für die Untersuchung im Rahmen Ihrer Publikationsreihe "Sigma" auf Versicherungsdaten aus 147 Ländern und erfasste nach eigenen Angaben 99 Prozent des weltweiten Prämienvolumens.

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