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30.04.2015

11:34 Uhr

Weniger Katastrophen, mehr Gewinn

Swiss Re präsentiert glänzende Zahlen

Das Ausbleiben von teuren Naturkatastrophen verhilft der Swiss Re zu dicken Gewinnen. Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt profitiert außerdem von seinen Kapitalanlagen. Der Konzern hält an seinen Gewinnzielen fest.

Rückversicherer wie die Swiss Re profitieren vom Ausbleiben teurer Naturkatastrophen. Reuters

Swiss Re

Rückversicherer wie die Swiss Re profitieren vom Ausbleiben teurer Naturkatastrophen.

ZürichBei Swiss Re trägt die Neuausrichtung des Lebensversicherungsgeschäfts Früchte. Der Schweizer Rückversicherungskonzern verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Reingewinn stieg auf 1,4 Milliarden Dollar, wie die Nummer zwei der Branche am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Das Umfeld bleibe schwierig, sagte Finanzchef David Cole in einer Telefonkonferenz.

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Die Lebensversicherungssparte, die Swiss Re seit Mitte 2013 auf mehr Rentabilität trimmt, legte im ersten Quartal einen Gewinnsprung auf 277 Millionen Dollar hin. Zu wenig rentable Verträge und Geschäfte wurden im Rahmen des Umbaus abgestoßen. Zudem verdiente der Konzern aus Zürich mit seinen Kapitalanlagen gut und konnte auch nicht mehr benötige Schadenreserven auflösen.

Swiss Re profitierte auch davon, dass die größte Geschäftssparte Sachversicherung von teuren Katastrophen verschont blieb. Sie trug mit 808 Millionen Dollar auch weiterhin den größten Teil zum Gewinn bei. Orkan „Niklas“, der Ende März über die britischen Inseln und Deutschland gefegt war, dürfte mit Kosten im niedrigen Zehn-Millionen-Bereich zu Buche schlagen, sagte Finanzchef Cole.

Die Prämieneinnahmen lagen mit 7,6 Milliarden Dollar auf dem Vorjahresniveau. Vor allem in der Katastrophenversicherung kämpfen Rückversicherer wie Swiss Re und Münchener Rück mit Konkurrenz durch branchenfremde Anbieter. Hedge- und Pensionsfonds auf der Suche nach Rendite sind in das Geschäft mit Katastrophenversicherungen eingestiegen und sorgen damit für Überkapazitäten.

Bei den Vertragserneuerungen im April steigerte Swiss Re das Prämienvolumen um sieben Prozent, nachdem es bei der deutlich größeren Runde im Januar noch einen Rückgang gegeben hatte. Die Preise bleiben aber unter Druck. Vor allem in den Wachstumsmärkten sicherten sich die Erstversicherer stärker ab.

Swiss Re bekräftigte seine Ziele. „Wir sind auf gutem Kurs, diese Zusagen gegenüber unseren Aktionären zu erfüllen“, erklärte Konzernchef Michael Lies. Unter anderem strebt der Versicherer im Schnitt einen Gewinnanstieg je Aktie von zehn Prozent an.

An der Schweizer Börse notierten die Swiss-Re-Aktien kaum verändert.

Von

rtr

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