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24.10.2012

21:55 Uhr

Vor US-Wahlen

Fed bleibt auf ihrem Leitzins-Kurs

Die US-Notenbank Fed hält sowohl an ihrem Leitzins als auch an ihrer Geldpolitik fest. Einige der damit verbundenen Ziele hat Ben Bernanke erreicht - aber es ist unklar, ob er nach der US-Wahl Fed-Chef bleiben wird.

Wird Ben Bernanke Chef der US-Notenbank Fed bleiben? dpa

Wird Ben Bernanke Chef der US-Notenbank Fed bleiben?

Washington/FrankfurtDie US-Notenbank Fed tastet kurz vor den Präsidentschaftswahlen ihren Leitzins erwartungsgemäß nicht an und bleibt ihrer extrem expansiven Geldpolitik treu. Der Schlüsselzins bleibe bei 0 bis 0,25 Prozent, teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses, der die Geldpolitik festlegt, in Washington mit.

Mitte September hatte die Fed weitere Aufkäufe von Immobilienanleihen in großem Stil beschlossen und damit im Kampf gegen die zähe Krise eine noch weitergehende geldpolitische Lockerung eingeleitet. Dabei will die Zentralbank so lange wie nötig für 40 Milliarden Dollar pro Monat Immobilienanleihen kaufen und setzt die Umschichtung ihrer bereits erworbenen Staatspapiere von kurz- in langlaufende Titel ("Operation Twist") wie geplant bis Ende dieses Jahres fort.

Der Leitzins soll zudem bis Mitte 2015 "außergewöhnlich niedrig" bei nahezu null Prozent verharren, bekräftigte die Fed. An der Wall Street sorgten die Nachrichten aus Washington für keine Bewegung der wichtigsten Aktienindizes.

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Im Begleitkommentar zum Zinsbeschluss äußerten sich die Notenbanker weiter besorgt über die langsame Erholung der US-Wirtschaft von der Krise. Vor allem die Arbeitslosenquote bleibe zu hoch, bekräftigte Fed-Chef Ben Bernanke. "Das Komitee bleibt besorgt, dass das Wirtschaftswachstum ohne ausreichende geldpolitische Unterstützung nicht stark genug ist, um für eine nachhaltige Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt zu sorgen." Zudem sei die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten ein weiteres Risiko für die US-Wirtschaft.

Etwas besser sieht es nach Einschätzung der Zentralbank allerdings inzwischen beim privaten Konsum aus, traditionell die Stütze der Konjunktur in den Vereinigten Staaten. Der Konsum sei zuletzt "etwas schneller gewachsen", hieß es. Auch auf dem Immobilienmarkt zeigten sich weitere Anzeichen einer Verbesserung. Allerdings habe die Inflation angesichts höherer Energiepreise etwas angezogen. Die langfristigen Inflationsaussichten seien aber stabil.

Die Fed hat seit dem Ausbruch der Krise den Leitzins massiv gesenkt und zudem für rund 2,3 Billionen Dollar Wertpapiere angekauft. Mit dem dafür per Knopfdruck geschöpften Geld will sie das Finanzsystem und vor allem die Wirtschaft der USA in Schwung bringen.

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Dies gelang Notenbankchef Bernanke auch bereits zum Teil, allerdings liegen sowohl der Immobilienmarkt, auf dem die Krise 2007 begann, als auch der Arbeitsmarkt nach wie vor darnieder. Im Gegensatz etwa zur Europäischen Zentralbank (EZB) muss die Fed auf diesen achten, da sie nicht nur für stabile Preise, sondern auch für Vollbeschäftigung sorgen soll.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

24.10.2012, 22:13 Uhr

"Der bekannte Wall Street-Investor Warren Buffett erklärte unterdessen am Mittwoch in einem Interview, er hoffe, Bernanke bleibe noch eine dritte Amtszeit. Es gebe derzeit keinen Besseren für die Position des Notenbankchefs." - Geld drucken, die Zinsen runterschrauben und Staatsschulden weginflationieren kann jeder Schuljunge - die vermeintlichen besonderen Fähigkeiten von Helikopter Benni erschließen sich einem nicht so richtig....FED, BoE, EZB, BoJ alle treiben das selbe armselige Spiel.

Steine_zu_verkaufen

24.10.2012, 22:46 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Schnupfende-Schwester

25.10.2012, 03:26 Uhr

Glücklicherweise klappt es bei Vergewaltigungen IMMER mit dem Schwangerwerden! Die so entstehenden Kinder kann man ja ins ausland verkaufen um den Staasthaushalt zu sanieren.

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