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07.08.2013

12:58 Uhr

Vorbild Fed

Bank of England macht Leitzins von Arbeitlosenquote abhängig

Die Bank of England nimmt sich an der US-Geldpolitik ein Beispiel. Die britische Notenbank kündigte an, den Zins erst dann wieder zu erhöhen, wenn die Arbeitslosenquote sinkt. Das könnte noch dauern.

Die Bank of England will ihren Leitzins solange niedrig lassen, bis die Arbeitslosenquote unter sieben Prozent sinkt. ap

Die Bank of England will ihren Leitzins solange niedrig lassen, bis die Arbeitslosenquote unter sieben Prozent sinkt.

LondonDie Bank of England hat wie die US-Notenbank ihre Zinspolitik an die Arbeitslosenquote geknüpft. Man wolle den Leitzins erst anheben, wenn die Arbeitslosenquote unter die Schwelle von sieben Prozent gefallen sei, teilte die Notenbank am Mittwoch in London mit. Damit stehen die Zeichen noch lange auf Niedrigzins: Die britischen Zentralbank erwartet, dass die Arbeitslosenquote mindestens bis zum dritten Quartal 2016 über dieser Marke bleiben wird.

Dieser Schwellenwert sei jedoch keine automatischer Auslöser für eine Zinserhöhung, hieß es in einer Mitteilung der Bank of England. Es sei lediglich ein Punkt, an dem sie ihre geldpolitische Haltung überdenken werde. Derzeit liegt der Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Nachdem sich die Wirtschaft erholt habe, wolle man einen verfrühten Anstieg der kurzfristigen Zinsen verhindern.

Die Bank of England stellte am Mittwoch erstmals unter der Führung des neuen Zentralbankgouverneurs Mark Carney ihren Inflationsbericht vor. Der Kanadier Mark Carney, der seit dem 1. Juli im Amt ist, hatte bereits im Vorfeld seiner Amtsübernahme durchblicken lassen, dass er eine längerfristige Steuerung der Markterwartungen für vorstellbar hält.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Rechner

07.08.2013, 13:36 Uhr

Die Geldentwertungsrate liegt bei 2,9%, die Arbeitslosigkeit bei 7,8%.

Der Mindestlohn steigt im Oktober von 6,19 auf 6,31 Pfund (7,33 €) pro Stunde.

Da wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Zinsen steigen.

Die Staatsverschuldung (inkl. verstaatlichter Banken) beträgt 139,1% BSP.

In der Zwischenzeit sind 375 Mrd der Staatschuld (16,8%) bei der Bank von England - die Zinsen streicht der Staat wieder ein.

Beruhigenderweise läßt die Bank von England verlauten, daß deshalb keinen neuen Banknoten gedruckt werden:

"This policy of asset purchases is often known as 'Quantitative Easing'. It does not involve printing more banknotes."

http://www.bankofengland.co.uk/monetarypolicy/pages/qe/default.aspx

...

Man sollte den englischen Sinn für Humor nie unterschätzen.

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