Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.04.2006

07:00 Uhr

Vorschau

Wall Street schaut auf den Arbeitsmarkt

Die Händler an der Wall Street werden in dieser Woche gespannt auf den Arbeitsmarktbericht warten, von dem sie sich Hinweise auf die Dauer der gegenwärtigen Rally erhoffen. Auch die kränkelnden US-Autobauer legen ihre Karten auf den Tisch.

HB NEW YORK. Eine solide Entwicklung des US-Arbeitsmarktes könnte Experten zufolge ausreichen, um den derzeitigen Aufschwung am US-Aktienmarkt am Leben zu erhalten. Sollte sich der Arbeitsmarkt jedoch überhitzen, könnte dies allerdings darauf hindeuten, dass die US-Notenbank zu einer Fortsetzung ihres Zinserhöhungszyklus neigt.

Am Freitag hatten die wichtigsten US-Aktienindizes das erste Quartal mit Rekordwerten abgeschlossen, die die Ergebnisse der vergangenen Jahre deutlich in den Schatten stellten. Zwar schlossen die Börsen für die Woche gemischt mit Verlusten des Dow-Jones-Index von 1,51 Prozent und des S&P-500-Index von 0,62 Prozent sowie einem Plus bei der Technologiebörse Nasdaq von 1,17 Prozent. Doch im Quartal wurde die Rally auch durch die jüngste Zinserhöhung der Federal Reserve am Dienstag nicht gestoppt, wenn auch die Aktienkurse vorübergehend fielen. Die Fed hatte bei ihrem ersten Treffen seit Amtsantritt ihres neuen Chefs Ben Bernanke die Leitzinssatz zum 15. Mal in Folge erhöht auf nunmehr 4,75 Prozent.

Manager und Analysten gehen nun davon aus, dass sich der Börsenaufschwung verlangsamen könnte, während die Investoren in den kommenden Wochen Konjunkturdaten hoffnungsvoll nach Zeichen für weiteres Wachstum ohne Inflationsgefahr durchkämmen. "Wir könnten in der nächsten Woche im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts eine kleine Pause für die Bestandsaufnahme erleben", sagte Jim Paulsen von Wells Capital Management.

Das US-Arbeitsministerium wird am Freitag seinen Bericht vorlegen, in dem nach Prognosen von Volkswirten ein Plus von 190 000 Jobs ohne den Landwirtschaftssektor vermeldet werden wird. Im Februar war die Zahl der in den USA neu geschaffenen Stellen um 243 000 in die Höhe geschnellt.

"Alle Augen werden auf den Arbeitsmarktbericht gerichtet sein", sagte Chris Rupkey von der Bank of Tokyo-Mitsubishi. "Die Fed sorgt sich immer noch über den Inflationsdruck und könnte längst nicht mit ihren Zinssätzen fertig sein."

Vor dem Arbeitsmarktbericht erreicht die Anleger am Montag der Einkaufsmanagerindex und die Umsätze aus der Automobilbranche, gefolgt vom März-Geschäft des US-Einzelhandels am Donnerstag. Es wird erwartet, dass die führenden US-Autobauer General Motors und Ford im März erneut Marktanteile an ihre asiatischen Konkurrenten wie Toyota verloren haben. Auch der Einzelhandel hat bereits im Februar die Erwartungen für den März gedämpft, da Ostern in diesem Jahr spät und für den Handel damit ungünstig liegt.

In der kommenden Woche werden zudem die Zahlen von einigen Unternehmen des S&P-500-Index erwartet, so am Mittwoch von Bed Bath & Beyond Inc und von Monsanto Co. sowie am Donnerstag von Constellation Brands und American Greetings.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×