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17.09.2014

14:39 Uhr

2325 Superreiche

Immer mehr Milliardäre

Der typische Milliardär ist 63 Jahre alt, lebt gern in London und reist von Megacity zu Megacity. 2325 Menschen auf der Welt sind märchenhaft reich. Und werden höchstwahrscheinlich immer reicher.

Bill Gates zählt dem Magazin „Forbes“ zufolge zu den drei reichsten Menschen der Welt. AFP

Bill Gates zählt dem Magazin „Forbes“ zufolge zu den drei reichsten Menschen der Welt.

ZürichWer in Europa einen Milliardär treffen will, muss nach London, Moskau, Paris oder Istanbul. Dort leben nach einem neuen Überblick die meisten Superreichen. Auch Hamburg ist mit 18 Milliardären ein Magnet für höchst vermögende Menschen. Wo immer die Superreichen auch sind, sie haben eines gemeinsam: Ihr Vermögen wächst und wächst.

2325 Menschen - eine Rekordzahl - besitzen ein Vermögen von 7,3 Billionen Dollar (5,64 Billionen Euro). Das geht aus einer am Mittwoch in Zürich veröffentlichten Studie der UBS in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsinformationsdienst Wealth-X hervor. Das ist ein Vermögens-Plus von zwölf Prozent. Die Summe entspricht dem doppelten Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Sie übersteigt den Wert der Firmen im Dow Jones Index.

Milliardäre: Wer ist Carlos Slim?

Reichster Mann

Forbes taxiert sein Vermögen auf 69 Milliarden Dollar, Bloomberg schätzt es Ende 2012 auf 75 Milliarden Dollar.

Lebensstil

Slim gilt nicht als extravagant. Er trägt Anzüge von der Stange, am liebsten aus seinen Kaufhäusern. Er soll nicht mal einen Computer haben. Lieber schreibt er in schwarze Notizbücher.

Grundsätze

Zwei Grundsätze hat er von seinem Vater übernommen: "Geld, das das Unternehmen verlässt, verdunstet." Und: „Die Familie ist das Wichtigste.“

Holding

Seine Holding nennt er auch "Carso". Das Wort ist gebildet aus den ersten Silben seines Vornamens und des Vornamens seiner verstorbenen Frau Soumaya. An die Spitze seiner Firmen setzt er am liebsten Verwandte oder Libanesen.

Investor

Sein Geld steckt er am liebsten in Firmen, die er günstig erwirbt, aufmöbelt und sie dann in florierende Unternehmen verwandelt. "Er hat einen unvergleichlichen Riecher für Geschäfte und Schnäppchen", sagt Rogelio Ramirez de la O, Chef der Investmentberatungsgesellschaft Ecanal.

Fußballfan

Über seine Holding "Carso" erwarb er 35 Prozent der Anteile am nordspanischen Fußballklub Real Oviedo und rettete den Traditionsverein damit vor dem Konkurs. Zwei Millionen Dollar ließ sich Slim die Kapitalspritze kosten. Er wolle den Klub von seinen "besonderen und schwierigen" Problemen befreien, ließ Slim erklären.

Wurzeln

Der 72 Jahre alte Unternehmer hat libanesische Wurzeln.

Aufstieg

Seit den neunziger Jahren hat er ein Firmenimperium aufgebaut, das auf einem Fernmeldemonopol fußt. Es gibt heute kaum eine Branche der mexikanischen Wirtschaft, in der er nicht Aktien hätte.

Geldmeister

Die Mexikaner schlafen in Betten aus Slim-Kaufhäusern. Für das Internet nutzen sie seinen Provider. Sie gehen in den Restaurants seiner Ketten essen. CDs, Konzertkarten, Billigflieger, Krankenhäuser - immer verdient Slim. Selbst das Geld dafür kommt oft aus seinen Geldautomaten. Carlos Slim baut Häuser und Autobahnen, er schürft nach Silber und Kupfer. Er ist der Geldmeister von Mexiko. Ihm gehören große Teile des Landes.

Dabei werden die Reichen gerade in Europa immer reicher. Mit 2,375 Billionen Dollar haben die 775 Milliardäre die Nordamerikaner beim Gesamtvermögen überholt. Die meisten Superreichen in Europa leben in Großbritannien (130), gefolgt von Deutschland (123). Die höchste Milliardär-Dichte verzeichnet das Fürstentum Liechtenstein: Fünf Superreiche unter 37 000 Einwohnern.

Ihren schon bisher unglaublichen Reichtum haben aber besonders die Reichen und Superreichen in Asien vermehrt. Hier verzeichnen die Listen eine Steigerung des Vermögens um fast 19 Prozent auf 1,14 Billionen Dollar sowie 52 neue Milliardäre, davon allein 33 aus China. Damit sind in Asien nun 560 Superreiche zu Hause. Den stärksten Anstieg bei der Zahl der Reichen verzeichnet Lateinamerika mit einem Plus von fast 38 Prozent auf 153 Menschen mit eher wenig Geldsorgen.

Kommentare (5)

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Frau Baur- Warendorf

17.09.2014, 17:11 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Neuer Neumann

17.09.2014, 17:14 Uhr

Verehrt Handelsblatt-Redaktion,

Ihre Kommentarseiten entwickeln sich zum morastigen politischen Nährboden für eine Troll-Demokratie, die Sie mit Sicherheit nicht fördern wollen.
Im Namen der vielen stillen Leser, die die Leser-Kommentare auf diesen Seiten im besten Falle nur noch mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, möchte ich Sie bitten, die Kommentarseiten einzustellen.
Die Verrohung der Auffassungen, die sich auf diesen Seiten unter dem Banner "Handelsblatt" Ausdruck und Förderung verschafft, hat mit demokratischer Meinungsvielfalt herzlich wenig zu tun und stellt sich ins Abseits all dessen, was über inzwischen drei Generationen in Deutschland mühsam an politischer Kultur aufgebaut wurde.
Meines Erachtens nach sind Sie als Generation mitverantwortlich für das, was hier geschrieben steht. Deshalb rege ich an, diese Seiten einzustellen.

Vielen Dank. Dem Handelsblatt wird es gut tun.

Herr Neuer Neumann

17.09.2014, 17:30 Uhr

Erratum: Sollte heißen: "Sie als Redaktion"

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