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14.11.2013

13:00 Uhr

Absicherung

Freiberufler sorgen kaum fürs Alter vor

Geld für später zurücklegen? Fehlanzeige. Eine Analyse beleuchtet, wie sich Freiberufler und Selbstständige in Deutschland fürs Alter absichern. Wenige haben konkrete Konzepte, beliebt sind dann vor allem Immobilien.

Alt werden muss jeder: Doch besonders Freiberufler laufen Gefahr, nicht ausreichend fürs Alter vorzusorgen. dpa

Alt werden muss jeder: Doch besonders Freiberufler laufen Gefahr, nicht ausreichend fürs Alter vorzusorgen.

BonnJeder vierte Selbstständige oder Freiberufler in Deutschland verfügt nicht über eine private Altersvorsorge. Ein Viertel stuft zudem seine finanzielle Vorsorge selbst als „nicht ausreichend“ ein, wie aus einer am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Analyse der Postbank hervorgeht. Dennoch plant demnach mehr als die Hälfte, nämlich 56 Prozent aller Selbstständigen und Freiberufler keinen Ausbau der privaten Altersvorsorge. Nur jeder Fünfte, genauer gesagt 21 Prozent, hat dagegen entsprechende Pläne.

Selbstständigen fehlen laut der Studie auf Grundlage einer Erhebung des Allensbach-Instituts häufig die Mittel für eine bessere Vorsorge. Ein Fünftel der Selbstständigen-Haushalte verfügt demnach über weniger als 2.500 Euro im Monat. Eine ebenso große Gruppe habe jedoch monatlich mehr als 5.000 Euro zur Verfügung.

Bei der Vorsorge für den Ruhestand setzen Selbstständige vergleichsweise oft auf Immobilienbesitz. Sieben von zehn Selbstständigen-Haushalten verfügen laut der Untersuchung über Immobilien, bei Angestellten ist es nur jeder zweite. Neben einer selbst bewohnten Immobilie bezeichnen zudem 58 Prozent der Selbstständigen vermietete Häuser oder Wohnungen als „ideale Form der Alterssicherung“. Bei den Angestellten sagen dies nur 29 Prozent.

Von

afp

Kommentare (2)

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Stinksauer

14.11.2013, 14:06 Uhr

Ich sorge auch nicht vor. Wozu auch? Ich habe genügend Mietshäuser. Ergo: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Für mich ist die ganze Diskussion der drohenden Altersarmut der Selbständigen ein ganz durchsichtiges Spiel von Politik und Versicherungswirtschaft, um uns Selbständige in irgendeine (private) Rentenversicherungen zu locken. Wenn hier jemand eine Versorgungslücke hat, dann sind es die Angestellten!

Eierkopp

14.11.2013, 15:32 Uhr

Natürlich hat ein klar denkender Mensch keine anerkannte private Altersvorsorge, denn darunter fallen nur Versicherungen, die vom Gesetzgeber gezwungen sind, in renditearmen und riskanten Schrott (hauptsächlich Staatsanleihen) zu investieren. Umgekehrt wird niemand auf so eine Frage antworten, dass er kiloweise Gold und ein dickes Aktienportfolio besitzt.

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