Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.02.2013

11:14 Uhr

Altersvorsorge

Riester-Vertrag für Geringverdiener angekündigt

Wer nicht mehr als 11.000 Euro netto verdient, hatte beim „Riestern“ bislang häufig das Nachsehen. Ein spezieller Vertrag ohne Zusatzkosten soll künftig helfen, die Altersvorsorge von Geringverdienern aufzubessern.

Geringverdienern soll durch einen Riester-Vertrag ohne Nebenkosten die private Altersvorsorge ermöglicht werden. dpa

Geringverdienern soll durch einen Riester-Vertrag ohne Nebenkosten die private Altersvorsorge ermöglicht werden.

BerlinUm Geringverdienern einen zusätzlichen Anreiz zur privaten Altersvorsorge zu geben, sollen sie staatlich geförderte Riester-Verträge ohne Zusatzkosten abschließen können. Das kündigte das zur Deutschen Bank gehörende Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Donnerstag in Berlin an.

Das spezielle Riester-Produkt sei an eine Einkommensobergrenze von 11.000 Euro netto im Jahr geknüpft, sagte ein Sprecher. Details dazu sollen in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

Obwohl die Zulagenförderung vor allem Geringverdiener begünstigt, ist „Riestern“ bei Geringverdienern bisher wenig gefragt. Bemängelt wird, dass die Abschlusskosten die staatliche Förderung oft aufzehren. Dies soll es mit dem neuen Produkt – als Teil einer „Strategie gegen Altersarmut“ – nicht mehr geben.

Wie attraktiv die Förderung ist, zeigt eine DIA-Beispielrechnung: Danach muss eine Alleinerziehende mit einem nach 2008 geborenen Kind und 1000 Euro Bruttoeinkommen im Monat nur 60 Euro im Jahr selbst auf den Riester-Vertrag einzahlen, um die volle Zulage zu erhalten. Alles in allem würden auf dem Riester-Vertrag 514 Euro angelegt.

Anmerkung der Redaktion: Die Einkommensobergrenze beträgt 11.000 Euro netto, nicht brutto, wie die dpa ursprünglich berichtet hatte. Das DIA hat dies klargestellt.

Von

dpa

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Michael

21.02.2013, 18:02 Uhr

dpa und Handelsblatt ist es schon bewusst, dass beide die (nicht gerade geringen) Nachteile vom "Riestern" schon in mehreren Artikeln aufbereitet haben? Nein? Ok, weitermachen.

Account gelöscht!

21.02.2013, 18:21 Uhr

Für wie blöd halten die eigentlich die Menschen??
11.000 Euro Brutto im Jahr, grübel grübel ah das sind dann ca. 916 Euro Brutto pro Monat, Abzüge weg, bleiben? na ja ich bin mal großzügig vieleicht 750-800 Euro Netto übrig.
Irgendwie habe ich mal gehört, dass das Rentenniveau bei 43% vom letzten Netto liegen soll, das sind dann, wieder größzigig gerechnet 400 Euro. Was zum Teufel hat dieser Lohnsklave von 100-200 Euro Riesterrente, wenn er sowieso die Grundsicherung beantragen muss. Sollen das wieder ein Zugeständnis an die Versicherungen sein damit die weiterhin die Staatsanleihen kaufen? Oder wer denkt sich so einen Blödsinn aus.

Privatier

21.02.2013, 18:31 Uhr

Genauso ist es. Hier sollen mal wieder, auf Kosten der Streuzahler, die Geringverdiener zu Gunsten der Versicherungskonzerne und deren "Drückerkolonnen" abgezockt werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×