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17.09.2012

15:47 Uhr

Altersvorsorge

So groß ist Ihre Rentenlücke wirklich

VonSilke Fredrich
Quelle:WirtschaftsWoche

Wer im Alter genügend Geld auf der hohen Kante haben will, muss frühzeitig mit dem Sparen beginnen. Viele Rentner in spe wissen das. Aber wissen sie auch, wie viel Geld sie tatsächlich brauchen werden?

Vielen Deutschen droht die Altersarmut. dpa

Vielen Deutschen droht die Altersarmut.

DüsseldorfWie groß die Rentenlücke tatsächlich ausfällt und wie viele davon betroffen sind, darüber streiten sich derzeit die Experten. Sicher ist: Von der staatlichen Rente bleibt kaum etwas übrig und die meisten Vorsorgeprodukte sind unsicher.

Im Auftrag der WirtschaftsWoche hat Christian Lange, Finanzökonom beim Vermögensberater VZ VermögensZentrum, ausgerechnet, was das für konkrete Lebenssituationen bedeutet:

  1. für den Familienvater mit zwei Kindern
  2. die alleinerziehende Teilzeit arbeitende Mutter
  3. den 60-jährigen Angestellten
  4. den gerade fertig studierten Berufseinsteiger.

Alle Betroffenen müssen berücksichtigen, dass die heute festgestellte Versorgungslücke inflationsbedingt noch wächst. Wer später einmal 1800 Euro monatlich zur Verfügung haben möchte, es mit seinen Beiträgen aber bis zum Renteneintritt nur auf eine Rente von 800 Euro bringen wird, dessen Lücke ist nur nach heutigem Stand bereits 1000 Euro groß.

Bei einer Inflation von drei Prozent werden binnen 20 Jahren aus den fehlenden 1000 Euro dann schon 1.806 Euro - und das monatlich.

Fazit: Alle Altersgruppen müssen vor allem schnell gegensteuern und sich um private Vorsorge kümmern.

Kommentare (28)

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Maikel

17.09.2012, 16:21 Uhr

Aus den Beispielen ergibt sich notwendiger Kapitalstock von im Schnitt mehr als 300.000 Euro.
Nehmen wir mal an, 10% der Bevölkerung hätte diesen tatsächlich angespart, das ergibt für 8 Mio. Sparer eine Gesamtsumme von 2,4 Billionen Euro.

Dieses Geld soll möglichst "sicher" angelegt sein; da bieten sich Bundesanleihen etc. an, die auf Dauer wohl wieder zumindest die Inflation ausgleichen können. Bundesanleihen stecken natürlich auch im Depot von Versicherern, bei denen Privatleute eine Rentenversicherung o.ä. abschließen.

Dieser notwendige Kapitalstock für die Zusatzrente von 10% der Bevölkerung ist also etwa so groß wie unsere "Staatsverschuldung", die sich ja wiederum aus Bundesanleihen etc. zusammensetzt.

Daraus ergibt sich für mich schon beinahe eine Notwendigkeit für unsere "Staatsschulden". Diese werden damit z.T. zum Ersatz für die zusammengestrichene gesetzliche RV.

Grummel

17.09.2012, 16:30 Uhr

Verheirateter Mann mit 2 Kindern und 2000,00 Euro netto soll monatlich 750,00 Euro sparen. Nicht schlecht, dazu 2 Fragen.
1. Wie bei 2 Kindern mit Ihren Wünschen?
2. Was ist mit der Vorsorge der Ehefrau?

fenfir

17.09.2012, 16:44 Uhr

Familienvater
2 Kinder
2000€ Netto

Davon soll soll 750€ Pro Monat fürs alter zurück legen.

Hallo wie soll das den Gehen?

Selbst wenn man das vom Brutto rechnet,
da zahlt man nicht viel Steuer.
Wenn das vom Brutto abegezogen wird,
dann sinkt dadurch auch die Gesetzliche Rente
und die Lücke wird größer.
Schöne Grüße an die Versicherungs Wirtschaft

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