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24.09.2012

12:35 Uhr

Altersvorsorge

So viel müssen Sie jeden Monat sparen

VonSilke Fredrich und Sascha Grundmann
Quelle:WirtschaftsWoche

Wer im Alter gut leben will, sollte frühzeitig beginnen zu sparen, so die weit verbreitete Meinung. Je länger der Sparzeitraum, desto größer sind allerdings auch die Risiken. Das sind die richtigen Renten-Strategien.

Das Thema Altersvorsorge wird immer wichtiger für die Deutschen. dpa-tmn

Das Thema Altersvorsorge wird immer wichtiger für die Deutschen.

DüsseldorfLaut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) lautet die erste Grundregel: Je früher Sie mit dem Sparen beginnen, desto stärker wirken Zins- und Zinseseffekt. Nach fünf Jahren erzielen Sparer beispielsweise mit drei Prozent Zinsen eine Gesamtverzinsung von 15,9 Prozent.

Bei einer 25 oder 30 Jahre lang laufenden Anlage sind es schon 33 Prozentpunkte Unterschied. Doch was nach Unmengen an Gewinn klingt, muss nicht zwingend auch Wirklichkeit werden. Denn je länger der Sparzeitraum, desto unabsehbarer die Risiken.

Ein häufig gemachter Fehler bei der Planung der privaten Vorsorge-Investitionen ist auch die Lebenserwartung. Diese wird in vielen Statistiken in Deutschland für einen Mann mit 75 Jahren angegeben. Tatsächlich erreicht ein heute 70-jähriger Mann aber ein Lebensalter von 83 Jahren. Wer sich dann bei der Planung so verschätzt, muss unter Umständen acht Jahre ohne zusätzliches Einkommen bestreiten.

Riester-Versicherungen: Tops und Flops

Noten

Fünfmal gut, achtmal ausreichend, keinmal sehr gut. Das ist das Ergebnis der jüngsten Riester-Untersuchung von Finanztest. Das Gros der getesteten 29 Angebote für eine klassische Riester-Rentenversicherung kam über ein befriedigend nicht hinaus.

Quelle: Finanztest, Oktober 2012

Die besten Tarife: Platz 3

Den dritten Platz bim Vergleich belegt die Debeka mit der Note 2,5. Ausgezeichnet wurde der Tarif Debeka Riester-Rente, F1 (01/12)

Platz 2

Zweitbester im Vergleich war die Alte Leipziger, die ebenfalls die Note 2,5 erhielt. Die gilt für den Tarif Alte Leipziger Klass. Riester-Rente, RV50

Der Testsieger

Kommt aus Franken. Bester Tarif war der Huk24 Riester-Rente, RZU24 mit der Note 2,4.

Die Unterklasse

Viele Tarife erhielten aber schlechte Noten. Acht Anbieter erhielten nur ein "ausreichend". Es folgen die drei schlechtesten Produkte.

Drittletzter

Platz 23 belegte die Neue Leben mit dem Tarif Riester-Rente R7 mit der Note 3,8.

Platz 24

Noch schlechter schnitt die Gothaer ab. Der Tarif Ergänzungsvorsorge – Classic, PRRC1B wurde mit 3,9 bewertet.

Der Letzte

Der schwächste Tarif im Test war die Klassik-Riester-Rente, ARG1 von der Axa. Die Note von Finanztest: 4,0.

Die kompletten Ergebnisse können Sie im Internet gegen eine Gebühr von 2,50 Euro erwerben: www.test.de/riester-versicherung


Ohne Urteil

Hanse Merkur24, Riestermeister, RM 2012

Doch wann ist der richtige Startzeitpunkt für die private Vorsorge? Eine Allensbach-Umfrage zeigt, dass die meisten Deutschen trotz vielfacher Warnungen im Schnitt zu spät mit dem Sparen beginnen. Nur 15 Prozent der Bürger planen im laufenden Jahr mehr Geld für die Vorsorge auszugeben. Besonders jüngeren und einkommensschwachen Personen fällt es laut Erhebung oft schwer, überhaupt etwas zurückzulegen.

Der Vorsitzende des GDV-Ausschusses Lebensversicherung, Maximilian Zimmerer, erklärt, dass den Menschen die Bedeutung zusätzlicher Altersvorsorge durchaus bewusst ist. „Es ist wichtig, vor allem junge Menschen rechtzeitig zum Sparen zu motivieren.“ Zimmerer ist sogar dafür, wie in Schweden eine Informationsplattform einzuführen, auf der jeder Bürger immer eine Übersicht über seine aktuellen Versorgungsansprüche erhält.

Kommentare (21)

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nichtsparenfreunde

24.09.2012, 12:48 Uhr

Was mit den Sparern passiert, sehen wir doch gerade: Plünderung auf breiter Ebene (bspw. Infaltion, Reduzierung des Steuerfreibetrages von 6 tsd EUR auf 800 EUR innerhalb von 10 Jahren). Fazit: Man sollte nichts sparen, dann wird man vom Staat alimentiert. Wer alles mit offenen Händen in Lebensqualität steckt, macht alles richtig.
Wer 30 Jahre auf sein Haus spart und auf Reisen und Konsum verzichtet, wird hinterher als "vermögend" von den "Schlauköpfen" der linken Szene diffarmiert (Linke,SPD),die selbst alles brav konsumiert haben.
Dann wird das Häuschen schnell durch Grunderwerbsteuer und Grundsteuer ins Steuerliche Fadenkreuz genommen....oder noch durch Vermögenssteuer oder eine Immobiliensteuer (ist ja leicht zu greifen). Nur wer etwas hat, dem kann genommen werden. Sparen ist inzwischen nicht mehr sinnvoll, zumindest nicht mehr in diesem Land.

whisky

24.09.2012, 12:51 Uhr

Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein attackiert die Anbieter von Riester-Renten: Diese würden sich die staatlichen Zuschüsse in die eigene Tasche stecken – dafür aufkommen müsse der Steuerzahler.
gefunden über nachdenkseiten.de
http://www.welt.de/wirtschaft/article109413999/Mathematiker-kritisiert-Abzocke-bei-Riester-Rente.html

whisky

24.09.2012, 12:54 Uhr

tja, wenn das Haus ne Million wert ist ...

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