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09.01.2012

09:02 Uhr

Attraktive Konditionen

Klamme Banken werben mit hohen Sparzinsen um Kunden

Die Banken locken wieder mit hohen Sparzinsen: Im Wettbewerb um solvente Privatkunden machen die Geldinstitute verlockende Angebote. Die Bedeutung von Kundengeldern ist in Zeiten schärferer Regulierungen gestiegen.

Für deutsche Sparer lohnt sich der Gang zur Bank wieder. dpa

Für deutsche Sparer lohnt sich der Gang zur Bank wieder.

FrankfurtAusgerechnet die IKB. Mit ungewöhnlich hohen Sparzinsen lockt das Düsseldorfer Institut aktuell Verbraucher - und wird prompt Testsieger der Zinsstudie von „Finanztest“. Zur Erinnerung: Vor viereinhalb Jahren stand die Mittelstandsbank am Abgrund, nur mit Steuermilliarden konnte sie vor der Pleite bewahrt werden. Auch andere Institute locken derzeit mit Sparzinsen, die deutlich über dem allgemeinen Zinsniveau liegen.

Auf den ersten Blick scheint das so gar nicht ins Umfeld zu passen: Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins im Euro-Raum im Dezember auf das Rekordtief von 1,0 Prozent. In der Regel reichen Banken Zinssenkungen rasch an die Kunden weiter. Verbraucherschützer machen die Erfahrung, dass Geldinstitute eine Leitzinssenkung schneller umsetzen als eine -erhöhung, wenn es um Produkte zugunsten der Kunden geht. Bei Krediten ist es umgekehrt.

„Die verschärften Vorgaben der Bankenaufsicht motivieren die Geldhäuser, neues Geld von Kunden einzuwerben - und dazu sind attraktive Konditionen nötig“, erläutert die FMH-Finanzberatung in Frankfurt, die regelmäßig die Entwicklung von Zinsen erfasst, den aktuellen Trend.

Die europäische Bankenaufsicht EBA verlangt bis Ende Juni 2012 von den Instituten eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent als Puffer für Krisenzeiten. Nach EBA-Berechnungen fehlen Europas Banken rund 115 Milliarden Euro - allein bei großen deutschen Instituten klafft eine Lücke von insgesamt 13,1 Milliarden Euro. Zudem müssen die Institute gigantische Berge an Anleihenschulden tilgen, nach Expertenschätzungen rund 725 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Kommentare (4)

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treffer11

09.01.2012, 13:43 Uhr

Jeder Anleger sollte sich sehr gut überlegen, Geld langfristig bei einer reinen "Online"-Tochter eines Finanzhauses anzulegen.

Eine Online-Tocher ist schneller an Dritte verkauft und der Geschäfts-Sitz in das Außland verlegt, wie man denkt!

Beispiel: Degi (ein Immobilienfonds-Betreiber) war auch eine Tochter der Dresdner Bank. Dann Commerzbank. Wurde schließlich ein einen "Finanz-Investor" verkauft, die meisten Fonds sind "geschlossen", riesige Verluste für die Anleger nicht ausgeschlossen.....

kleinfeldt

09.01.2012, 14:41 Uhr

Also immens hohe Zinsen hat bisher keine Bank bezahlt. Auch die IKB zahlt gerade einmal 2,1 Prozent bei Tagesgeld. Da gibt es weitaus bessere Banken, welche 2,75 Prozent für das Tagesgeld zahlen! Im übrigen haben wir eine Inflation von mindestens 3,1 Prozent. Insofern macht jeder Tagesgeldanleger bei dem IKB-Angebot 1 Prozent Verlust. Ein schlechtes Geschäft für den Anleger. Gold hat bisher 10 Prozent Wertsteigerung im Jahr gebracht, mithin 7,00 Prozent plus. Ein gutes Geschäft

chrissi

09.01.2012, 15:44 Uhr

Aber nur dann, wenn Sie auch rechtzeitig aussteigen und realisieren. Aber wer tut das denn gerade?

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