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09.11.2011

10:53 Uhr

Autoversicherung

So trotzen Versicherte den steigenden Prämien

VonJens Hagen

ExklusivDie Beiträge für KFZ-Policen steigen rasant. Trotzdem kann der Wechsel des Anbieters lohnen. Kunden haben noch bis Ende des Monats dafür Zeit. Wie Autofahrer Kosten sparen und von Leistungen profitieren.

Stopschild: Versicherte können Prämienerhöhungen mit einem Wechsel kontern. Bis Ende des Monats können die meisten Autofahrer ihre Police kündigen. dpa/picture alliance

Stopschild: Versicherte können Prämienerhöhungen mit einem Wechsel kontern. Bis Ende des Monats können die meisten Autofahrer ihre Police kündigen.

Autofahren ist mittlerweile ein teures Vergnügen. Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt eines Autos in Deutschland sind seit 1995 um mehr als 40 Prozent gestiegen, meldet der ADAC. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im gleichen Zeitraum nur um knapp 25 Prozent. Vor allem der Spritpreis macht den Autofahrern zu Schaffen. Der Preis für Superbenzin hat sich längst über der Marke von 1,50 Euro pro Liter festgesetzt.

Von unerwarteter Seite kommen jetzt neue Belastungen. Das Preisniveau für Autopolicen steigt zum 1. Januar 2012 im Vergleich zum Jahresbeginn durchschnittlich um fünf Prozent. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Unternehmensberatung Nafi für Handelsblatt Online.

Die Mehrzahl der Autofahrer dürfte davon betroffen sein. Die Marktführer Allianz und Huk Coburg haben bereits durchschnittliche Erhöhungen für Bestandskunden im einstelligen Prozentbereich verkündet. „Einige Tarife anderer Anbieter verteuern sich sogar um mehr als 20 Prozent“, sagt Nafi-Geschäftsführerin Ivana Höltring. Die schneereichen Winter der vergangenen Jahre haben steigende Unfallzahlen gebracht. Bei steigenden Kosten lassen sich die niedrigen Prämien, die den Kunden ein für die Branche ruinöser Preiskampf brachte, kaum noch rechtfertigen.

Trotz tendenziell steigenden Prämien kann der Wechsel des Anbieters lohnen. Denn einige Tarife werden trotz höherer Schadenszahlen im Schnitt um mehr als zehn Prozent günstiger. Autofahrer müssen ihren Versicherungsschutz ohnehin regelmäßig anpassen, um die Leistungen dem Bedarf anzupassen. Noch bis Ende November haben die meisten Versicherten die Möglichkeit, ihren bisherigen Versicherer zu kündigen und zum Jahresbeginn zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Das Sparpotenzial bei einem Wechsel kann bis zu 75 Prozent betragen, wie ein Tarifvergleich von Nafi belegt. Die Suche nach der passenden Police ist nicht einfach. Nur wer für die individuellen Risiken den günstigsten Tarif ermittelt, macht ein gutes Geschäft.

Nadel im Heuhaufen

Die Gesellschaften bieten hunderte Rabattvarianten. Nicht nur das Parken in einer sicheren Garage oder die Wahl eines Fahrzeugtyps mit statistisch niedrigen Schadenaufkommen wird honoriert. Einige Anbieter gewähren Rabatte für die Mitgliedschaft in Autoclubs, absolvierten Fahrtrainings oder wie die Admiral bei einem vorzeigbaren Punktekonto beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Vorteile haben auch ökologische Fahrzeuge. Die DEVK hofiert Fahrer von Elektroautos oder Fahrzeugen mit niedrigem CO2-Ausstoß, die auch noch eine Bahncard besitzen und weniger als 15.000 Kilometer im Jahr fahren mit einem Abschlag von rund zehn Prozent.

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