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28.03.2013

10:22 Uhr

Bankenverband

„Deutsche Sparer müssen nichts fürchten“

Zypern sei ein Sonderfall und mit Deutschland nicht vergleichbar, betont der Hauptgeschäftsführer des Privatbankenverbandes. Wie es in Zypern zu großen Geldabflüssen kam verstehe allerdings auch er nicht.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer, sieht keine Gefahr für deutsche Banken. dapd

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer, sieht keine Gefahr für deutsche Banken.

BerlinDer Privatbankenverband BdB sieht keinerlei Risiken für deutsche Banken und Sparer als Folge der Zypern-Krise. „Ich glaube nicht, dass es Auswirkungen für die deutschen Banken gibt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Michael Kemmer, am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die deutschen Sparer müssten nichts fürchten. Sie wüssten, dass Zypern ein absoluter Sonderfall und die Lage in Deutschland überhaupt nicht damit vergleichbar sei. „Wir haben in Deutschland ein sehr gut funktionierendes, sehr stabiles System der Einlagensicherung“, sagte Kemmer. Es gebe keine Anzeichen, dass deutsche Sparer vermehrt Gelder von den Banken abzögen. Alles laufe normal.

Was Zypern angehe, erwarte er am Donnerstag mit Öffnung der Banken nach fast zwei Wochen einen Ansturm der Kunden. „Es wird schon mehr los sein als sonst“, sagte Kemmer. Was genau geschehe, könne nicht präzise vorhergesagt werden. Er erwarte aber bald wieder eine Entspannung in Zypern.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

„Ich glaube, dass sich das schon beruhigen wird“, ergänzte er. Meldungen, nach denen es trotz des Einfrierens von Guthaben große Abflüsse von Anleger-Geldern gegeben habe, „verstehe ich auch nicht“, sagte Kemmer. „Das ist ein großes Problem, das kann eigentlich nicht sein“.

In Zypern sollen am Mittag erstmals nach fast zwei Wochen die Banken wieder öffnen. Um massive Abzüge von Kundengeldern zu verhindern, hat die Regierung scharfe Beschränkungen verfügt.

Von

rtr

Kommentare (16)

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Ben-Wa

28.03.2013, 10:30 Uhr

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen...

HofmannM

28.03.2013, 10:34 Uhr

Wenn es hart auf hart kommt, dann ist das Geld der deutschen Sparer auch nicht mehr sicher!
Das und nichts anderes ist die Wahrheit!

Michael

28.03.2013, 10:35 Uhr

"Wie es in Zypern zu großen Geldabflüssen kam verstehe allerdings auch er nicht."

Wenn dem wirklich so ist, ist dieser Mensch sehr unglaubwürdig.
Wenn dem nicht so ist, und er lügt uns etwas in die Tasche...tja nun, macht ihn auch nicht wirklich glaubwürdig, oder?
Warum versucht er es? Weil ein Grossteil es glauben wird.

Der Rest seiner Aussagen ist auch sehr seltsam, nahezu so nichtssagend wie es unsere Kanzlerin schafft.

Und wenn ich schon bei der Kanzlerin bin:
"„Wir haben in Deutschland ein sehr gut funktionierendes, sehr stabiles System der Einlagensicherung“, sagte Kemmer. Es gebe keine Anzeichen, dass deutsche Sparer vermehrt Gelder von den Banken abzögen. Alles laufe normal."

Das klingt sehr nach 2008
"Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind."

Was soll man da noch glauben?

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