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27.08.2013

07:46 Uhr

Berufsunfähigkeitsversicherung

Überschätzt, teuer oder wertlos

VonThomas Schmitt

Millionen Deutsche sind miserabel gegen den Verlust der Arbeitskraft versichert. Viele werden ausgeschlossen, nur wenige bekommen eine Police – und wenn man eine hat, zahlt der Versicherer am Ende schlecht.

Handwerker leben gefährlich, sagt man. Neue Zahlen der Versicherungen beweisen das Gegenteil. Getty Images

Handwerker leben gefährlich, sagt man. Neue Zahlen der Versicherungen beweisen das Gegenteil.

DüsseldorfBei kaum einer Versicherung klaffen Anspruch und Wirklichkeit derart auseinander wie bei Policen gegen Berufsunfähigkeit. Wer jünger als 52 Jahre ist, sollte sich unbedingt privat schützen. Das empfehlen Verbraucherschützer, Versicherungsberater und Politiker in ungewohnter Einigkeit. Denn ab dem Geburtsjahrgang 1961 gibt es seit 2001 keinen staatlichen Schutz mehr gegen Berufsunfähigkeit.

Doch in den vergangenen zwölf Jahren haben sich nur relativ wenige Betroffene zusätzlich gegen den Verlust der Arbeitskraft abgesichert. Nur gut drei Millionen Menschen besitzen überhaupt eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit, wie sich aus Erhebungen der Finanzaufsicht Bafin ergibt. Immerhin ist das eine Verdreifachung gegenüber 2001.

Kommentare (61)

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27.08.2013, 08:22 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt mit Steinen beworfen werde: Diese "Versicherung" braucht kein Mensch! Sie ist viel zu teuer (für die, die einer realen Gefahr ausgesetzt sind, z. B. Bauberufe) oder ein "Schadensfall" wird niemals eintreten (z. B. für eine(n) Bürokaufmann/-frau), weil diese Berufe selbst noch im Rollstuhl, blind und mit nur einem Arm ausgeübt werden können...!

Wer wirklich "vorsorgen" will, schließt eine ordentliche Unfallversicherung und ggf. eine Risiko-LV ab. Damit sollte das Gros bedient sein! Wer sich vor "Allem" schützen will, sollte sich in seinem Bett verkriechen... - obwohl, im Bett sterben bekanntlich die Meisten!

Andreas_Mueller

27.08.2013, 08:56 Uhr

Liebe Leser,

bei der Auswahl der Berufsunfähigkeitsversicherung muss man auf einen seriösen Anbieter und Vertrieb achten. Der hier zitierte Strukturvertrieb (D...) wollte bei mir ohne Not eine etwas ältere, von Stiftung Warentest sehr gut bewertete, Police kündigen und in einen Rürupvertrag mit Berufsunfähigkeit umwandeln. Die Konditionen waren schlechter (geringere Berufsunfähigkeitsrente, Kopplung an im Vergleich zum Wettbewerb schlechteren Rürupvertrag Steuerpflicht im Einkommensfall, keine separate Kündigung möglich). Der Vermittler ging es nur um neue Provisionseinnahmen. Ich glaube, kein Wunder, dass die BU in Veruf kommt.

Mein Tipp, BU als Einzelpolice abschließen. Der Vertrieb auf Seriösität prüfen.

ChrisVoelker

27.08.2013, 08:58 Uhr

Sehr geehrter Philosoph,
erklären Sie mir dann bitte wie ein Arbeitnehmer der aufgrund einer psychischen Erkrankung Berufsunfähig wird (kann den kleinen Bürokaufmann genauso treffen wie den Handwerker), eine Leistung aus den beiden genannten Verträgen bekommt? Das wüde mich wirklich interessieren. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt genau davor. Und natürlich kostet diese Geld udn für Risikoberufe auch richtig viel. Daher je früher ein Vertrag abgeschlossen wird desto günstiger wird es. Hätte der Handwerker seinen Vertrag als Schüler abgeschlossen ( ja das geht!) dann hätte er NIE den hohen Beitrag für seinen Risikoberuf bezahlt. Daher erst Personen fragen die sich damit auskennen. (Hätte auch Stiftung Warentest mal besser gemacht, denn die Reaktion auf den abgebildeten Test ist sehr eindeutig)

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