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03.12.2013

14:19 Uhr

Bochumer Staatsanwaltschaft

Ermittlungen gegen ausländischen Lebensversicherer

Ein ausländischer Lebensversicherer hat wohlmöglich in hunderten Fällen deutschen Anlegern Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet. Zur Aufklärung werden nun Niederlassungen der Commerzbank durchsucht.

Der Schriftzug der Commerzbank. Bei dieser Bank seien die Depots zu den fraglichen Lebensversicherungsverträgen geführt worden. dpa

Der Schriftzug der Commerzbank. Bei dieser Bank seien die Depots zu den fraglichen Lebensversicherungsverträgen geführt worden.

FrankfurtDie Staatsanwaltschaft Bochum nimmt einen ausländischen Lebensversicherer ins Visier. Es bestehe der Verdacht, dass das Unternehmen deutschen Anlegern seit 2006 in mehr als zweihundert Fällen Beihilfe zur Hinterziehung von Einkommensteuer geleistet habe, erklärte die auf die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft Bochum am Dienstag. Zur Aufklärung des Sachverhalts würden die Konzernzentrale und ausgewählte Niederlassungen einer deutschen Großbank durchsucht. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um die Commerzbank. Bei dieser Bank seien die Depots zu den fraglichen Lebensversicherungsverträgen geführt und verwaltet worden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Versicherung habe mit deutschen Kunden Lebensversicherungsverträge abgeschlossen, die nach außen hin als steuerprivilegierte Lebensversicherungen aufgemacht waren, in Wirklichkeit aber verschleierte Vermögensverwaltungsverträge darstellten, erklärte die Behörde. „Auf diese Weise sollte den betreffenden Kunden ermöglicht werden, daraus erwirtschaftete Kapitalerträge nicht zu versteuern.“

Von

rtr

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