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02.10.2013

15:43 Uhr

Boom ist vorbei

Wenige schließen Riester-Renten ab

Über 15 Millionen Bundesbürger haben eine Riester-Rente abgeschlossen. Nun aber kommen nur noch wenig Neue dazu. Gründe dafür sind laut Bundesarbeitsministerium die Finanzkrise und die Niedrigzinsphase.

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) sieht in der Riester-Rente trotz Flaute ein „Erfolgsmodell“. dpa

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) sieht in der Riester-Rente trotz Flaute ein „Erfolgsmodell“.

BerlinDer Boom bei den staatlich geförderten Riester-Rentenverträgen ist vorbei. Im ersten Halbjahr 2013 erhöhte sich die Zahl der Verträge nur noch um 79.000 - auf insgesamt 15,76 Millionen. Das geht aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums in Berlin hervor. Im ersten Quartal gab es - unter Berücksichtigung stornierter Verträge - einen Zuwachs um 13.000 Verträge, im zweiten Quartal von 66.000.

Nennenswerte Nachfrage gab es erneut nur nach sogenannten Wohn-Riester-Verträgen, die für eigengenutze Immobilien verwendet werden können. Den Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge - für die also aktuell keine Beiträge bezahlt werden - schätzt das Ministerium auf etwa ein Fünftel.

Gründe für die Stagnation sieht das Ministerium in der Niedrigzinsphase und der durch die Finanzmarktkrise verursachten Unsicherheit. Dennoch sei die Riester-Rente „langfristig“ der richtige Weg, um für das Alter vorzusorgen, sagte eine Sprecherin. „Wir müssen weiterhin für Transparenz bei den Anbietern sorgen und weitere Anreize schaffen, um zu zeigen, dass sich das Riestern lohnt.“

Die Riester-Rente wurde eingeführt, um Abstriche bei der gesetzlichen Rente durch Eigenvorsorge auszugleichen. Bis Ende 2011 wurden jährlich eine Millionen oder mehr Vertragsabschlüsse gemeldet. Die Riester-Kritik entzündete sich immer wieder an niedrigen Renditen und hohen Kosten.

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) sieht in der Riester-Rente trotz Flaute ein „Erfolgsmodell“. Die Rendite mit Überschussbeteiligung liege bei über 3 Prozent. Das biete „kein anderes Finanzprodukt bei vergleichbarer Sicherheit“, sagte ein GDV-Sprecher. Er forderte, Förderhöchstgrenzen und Zulagen zu erhöhen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

02.10.2013, 16:03 Uhr

wer auf einen Riester Vertrag reingefallen ist, wird das sicher bereuen..das Papier ist Schrott..

Account gelöscht!

02.10.2013, 16:32 Uhr

Ich habe damals, als die Riester-Rente aufkam, diese wegen ihrer unklaren Konstruktion abgelehnt und sehe mich heute (leider) in meiner Meinung bestätigt. Da wird es für viele noch bittere Überraschungen geben.

Im übrigen ist auch heute der Abschluss einer Riester-Rente und die Auswahl des richtigen Anbieters ohne vorherige Einbeziehung neutraler Experten nicht ratsam.

Der niedrige, von der EZB festgelegte Zinssatz hat nicht nur auf die Riesterrente negativen Einfluss, sondern inzwischen auch auf Rüruprente, betriebliche Altersvorsorge und private Zusatzrenten. Mit dem leider verheerenden Ergebnis, dass der staatliche Aufruf zur privaten Zusatzvorsorge ad absurdum geführt wird.

Nicht ohne Grund wurde dies im Wahlkampf unter dem Teppich gelassen.

Account gelöscht!

02.10.2013, 16:51 Uhr

Erstmal stecken sich die Versicherungen die Taschen voll. Dann kommt lange nichts. Dann bekommt der Kunde, was übrig bleibt.

Nur Deppen vertrauen Versicherungen ihr Geld überhaupt noch an.

Superdeppen auch gerne superlangfristig.

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