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17.05.2013

14:00 Uhr

Bund der Versicherten

Kampagne für Kleinlein

VonThomas Schmitt

ExklusivIm Verbraucherschutzverein Bund der Versicherten beginnt der Kampf um den Vorstandsvorsitz. Die Freunde des Ex-Chefs Axel Kleinlein schreiben mehrere zehntausend Mitglieder an. Ihr Ziel: Kleinlein soll zurückkommen.

Axel Kleinlein, Ex-Vorstandschef des Bundes der Versicherten. Frank Beer für Handelsblatt

Axel Kleinlein, Ex-Vorstandschef des Bundes der Versicherten.

DüsseldorfDas nächste Gefecht beginnt ab heute mit einem Brief. Er geht an rund 28.000 Mitglieder des Bundes der Versicherten (BdV) raus. Damit starten die BdV-Mitglieder Géza Mark Huber und Sabine Samel nun unter den 53.000 Vereinsmitgliedern eine Kampagne für den Ex-Vorsitzenden Axel Kleinlein. Huber ist Betriebsrat im BdV, Samel arbeitet dort als Bibliothekarin.

Das Ziel der beiden: Der einflussreiche Branchenkritiker soll die Führung des Verbraucherschutzvereins wieder übernehmen. „Wir halten es für erforderlich eine außerordentliche und nur auf ein Thema beschränkte Mitgliederversammlung einzuberufen, in welcher die außergewöhnliche – und für den BdV teure – Entlassung unseres Vorstandsvorsitzenden Axel Kleinlein sowie die Verantwortlichkeit des Aufsichtsrates erörtert und erklärt werden.“

So heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder, das per Email versandt wird und das Handelsblatt Online vorliegt. „Wir meinen, dass wir Mitglieder ein Recht darauf haben, die unterschiedlichen Sichtweisen zu hören und selbst zu bewerten.“

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In dem einflussreichen Verbraucherschutzverein rumort es weiter: Der stellvertretende Aufsichtsratschef Wrocklage hat sein Amt niedergelegt. Hintergrund ist der Streit um den geschassten Vorstandschef Kleinlein.

Danach solle über die Abberufung der verbliebenen zwei Aufsichtsratsmitglieder Horst Gobrecht und Franz-Theodor Schadendorf sowie die Berufung neuer und unbelasteter Aufsichtsratsmitglieder abgestimmt werden. Das ist für die Macht im BdV entscheidend: Denn nach der Satzung setzt der Aufsichtsrat einen Vorstand ein.

Für eine außerordentliche Mitgliederversammlung müssen mindestens 530 BdV-Mitglieder stimmen. So hoffen zumindest die Briefschreiber um Huber. Doch das ist nicht sicher. Denn im BdV gibt es noch eine zweite Fraktion, die Kleinlein-Gegner, die das über Gegeninitiativen verhindern könnten.

Sie machen bereits gegen den Ex-Chef Kleinlein mobil, etwa im Internet (http://www.bdv-wir-sind-die-99.de/) und unterstützen den Interimschef Tobias Weissflog, der zunächst nur bis September als Vorstandsvorsitzender des Vereins bestellt worden ist.

Kommentare (2)

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gratz

18.05.2013, 19:28 Uhr

Warum, Herr Schmitt, geben Sie nur die Webseite der Kleinlein Gegner bekannt. Ihre Fairnis als Jpurnalist geben Sie damit preis im Interesse der (hier) Versicherungswirschaft.
Freundlichen Gruß
Hans-Jürgen Gratz

Gast

23.05.2013, 12:25 Uhr

Eine einzige Farce mit dem Beigeschmack, eines Selbstbedienungsladens für die seit langem tonangebende Führungsclique. Dass Herr Kleinlein da nicht reinpasste, spricht nur für ihn.
Frau Heike Fricke, jetzt Rudnik, hat nach einer Nichtentlastung in der Mitgliederversammlung ihren Vorstandsposten wohl nicht ganz freiwillig geräumt. Dann erhält sie auch noch über 1.000 Euro monatlich als Entschädigung?!? Durch ihren Lebensgefährten und jetzigen Ehemann Torsten Rudnik, damals ebenfalls Vorstandsmitglied?!? Und soll weiterhin gut dotiert als Abteilungsleiterin in führender und tonangebender Position tätig bleiben?!?
Wenn das nicht mehr als eine Farce ist!!!

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