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29.12.2014

16:06 Uhr

Deutsche Sparer

Mehrheit frustriert von Geldanlagen

Deutsche Sparer haben wenig Lust auf Risiko, doch die derzeitige Niedrigzinsphase drückt die Renditen gerade bei klassischen Anlagen. Zwei Drittel der Bürger sind daher mit der Wertentwicklung in diesem Jahr unzufrieden.

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BerlinDie Wertentwicklung ihrer Geldanlagen frustriert die Mehrheit der Bürger. 66 Prozent gaben in einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK an, mit der Wertentwicklung in diesem Jahr unzufrieden zu sein, wie der Bankenverband am Montag in Berlin mitteilte.

2012 seien es lediglich 48 Prozent gewesen. Die derzeitige Niedrigzinsphase „drückt die Rendite gerade der klassischen Anlagen, die bei den risikoscheuen deutschen Sparern so beliebt sind“, erläuterte Verbandsgeschäftsführer Michael Kemmer.

Am liebsten legen die Deutschen ihr Geld laut der Umfrage als Tages- oder Festgeld an. 35 Prozent gaben an, diese Formen zu nutzen. 24 Prozent verwenden demnach Sparkonten oder -pläne, 17 Prozent stecken ihr Geld in Fondsanteile, 15 Prozent in Immobilien und zwölf Prozent in Aktien. Festverzinsliche Wertpapiere und Gold sind mit jeweils sechs Prozent vergleichsweise unbeliebt.

Kemmer appellierte an die Verbraucher, sich der Zinssituation anzupassen. „Wenn die Deutschen weiterhin den größten Teil ihres Geldvermögens auf Giro-, Tages- oder Sparkonten parken beziehungsweise in Form von Bargeld halten, verpassen sie die Chance auf eine höhere und auch nach Abzug der Inflationsrate positive Rendite.“ Die Aktienkultur in Deutschland sei wenig ausgeprägt, konstatierte Kemmer. Dies sei auch im Hinblick auf die Altersvorsorge problematisch.

Vorerst werden aber wohl viele Bürger bei ihrer bisherigen Strategie bleiben: Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken ergab: Die bevorzugte Anlageform 2014 ist bei 24 Prozent der Befragten das Sparkonto, gefolgt von Tagesgeld (19 Prozent) und Festgeld (16 Prozent) sowie Fondsanteilen (17 Prozent).

12 Prozent gaben an, vornehmlich in Aktien investiert zu haben. Immobilien standen bei 15 Prozent der Anleger auf der Kaufliste. Festverzinsliche Wertpapiere und Gold spielten mit jeweils 6 Prozent kaum eine Rolle.

Auch mit Blick auf 2015 beabsichtigt fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent), Geld auf Tages- oder Festgeldkonten anzulegen. 38 Prozent würden eine Immobilie bevorzugen, wenn sie einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hätten.

Die Anleger bleiben bei ihrer Linie, obwohl laut Umfrage zwei Drittel (66 Prozent) von ihnen mit der Wertentwicklung ihres Geldvermögens 2014 unzufrieden sind. GfK hatte Anfang Dezember bundesweit 946 Bürger ab 18 Jahren telefonisch befragt.

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