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13.03.2006

16:24 Uhr

Sie leistet, wenn das Kind dauerhaft leidet - egal, ob an den Folgen eines Radunfalls oder einer Krankheit. Nicht ohne Hintergedanken bieten manche Versicherer Policen erst für Kleine ab zwölf Monaten an: So schließen sie Kinder aus, bei denen sich schon Geburtsschäden oder früh sichtbare Erbkrankheiten gezeigt haben. Anders etwa die Barmenia, sie versichert Kinder ab der sechsten Woche.

Eltern können wählen, ob sie eine einmalige Kapitalzahlung im Fall der attestierten Invalidität wollen, eine lebenslange Rente oder beides. Die 10 000 bis im Schnitt 30 000 Euro aus der Einmalzahlung sind im Pflegefall erschreckend schnell verbraucht, das Kind aber kann als Erwachsener noch 60 Jahre auf eine monatliche Unterstützung angewiesen sein. Deshalb empfiehlt sich die Renten- oder die Kombi-Variante mit mindestens 750 Euro monatlicher Rente und so genannter progressiver Dynamik. Das bedeutet: Mit dem Schweregrad der Invalidität steigt die ausgezahlte Summe. Sonst wird die Rente nur um die niedrige Erhöhung der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst.

Sinnvoller ist eine Police, die ab 50 Prozent Invalidität zahlt. In der Regel endet der Versicherungsschutz am 18. Geburtstag des Kindes. Wenig empfehlenswert sind Anbieter, die im Ernstfall einen eigenen Gutachter vorschicken, um die Invalidität zu bemessen und die zu viele Krankheiten von vornherein ausschließen.

Die Kinderinvaliditätsversicherung ist erheblich teurer als die reine Unfallversicherung: je nach Variante zwischen 65 und über 400 Euro im Jahr. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren wären das etwa bei der Barmenia rund 4400 Euro.

Fazit: Eine teure, aber sinnvolle Police.

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Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 32 vom 04.08.2005 Seite 78-80

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