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29.05.2015

17:58 Uhr

Direktbank

Sberbank tilgt russischen Kredit mit deutschem Tagesgeld

Die österreichische Tochter der russischen Sberbank wirbt heftig um Tagesgeld in Deutschland und anderen Ländern. Über eine Milliarde Euro sind dem Institut zugeflossen – und damit ein Kredit in Russland getilgt worden.

In Deutschland tritt die Sberbank als Sberbank Direct auf. Tages- und Fetgeld ist durch die österreichische Einlagesicherung geschützt. Reuters

In Deutschland tritt die Sberbank als Sberbank Direct auf. Tages- und Fetgeld ist durch die österreichische Einlagesicherung geschützt.

WienSberbank, die größte russische Bank, liegt mit ihren Tages- und Festgeldangeboten unter dem Namen Sberbank Direct regelmäßig in Vergleichstests weit vorne. Erst seit weniger als einem Jahr ist das Institut in Deutschland präsent und hat nach eigenen Angaben die in mehreren europäischen Ländern eingeworbenen Gelder auf jetzt 1,5 Milliarden Euro erhöht. Ende 2014 waren es aus Deutschland 500 Millionen Euro, hatte es zuvor in einem Geschäftsbericht des Instituts geheißen.

Mit dem Geld erschließt sich der europäische Zweig der russischen Bank eine alternative Finanzierungsquelle. Laut Aussage von Sberbank-Vizechef Alexander Morozov ist mit dem Geld auch deutscher Anleger unter anderem ein Darlehen in Höhe von einer Milliarde Euro bei der russischen Mutter abgelöst worden. Die Finanzierung über Kundeneinlagen ist für viele Banken eine Quelle für Mittel zur Kreditvergabe.

Sberbank und VTB Direktbank: Deutsche fliegen auf russisches Tagesgeld

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Deutsche fliegen auf russisches Tagesgeld

Anleger sie parken Hunderte Millionen Euro bei Tochterfirmen russischer Banken – mit Restrisiko.

„Wir senken den Anteil von Krediten zugunsten von Einlagen, um die europäische Bank unabhängiger in der Finanzierung zu machen“, so Morozov. Die Sberbank Europe AG mit Sitz in Wien schulde der russischen Mutter noch mehrere hundert Millionen Euro und werde die Schuldentilgung fortsetzen, so der Bank-Manager weiter.

Die amerikanischen und europäischen Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts haben russischen Finanzhäuser von einigen internationalen Finanzierungsquellen abgeschnitten. Die östereichische Tochter ist von den Sanktionen ausgenommen. Sie bietet Kredite für Privatkunden und Firmen in etwa einem Dutzend osteuropäischen Länder an und besorgt sich Mittel dafür unter anderem bei deutschen Sparern Geld.

Die Europäische Zentralbank will in diesem Jahr die europäische Sberbank-Tochter wegen ihrer länderübergreifenden Bedeutung einem umfangreichen Gesundheitscheck unterziehen. Bei der angemessenen Kapitalausstattung übertreffe die in Wien ansässige Sberbank Europe deutlich die Anforderungen der Regulatoren, hatte Russlands größte Bankengruppe Anfang Mai mitgeteilt. Dabei seien die jüngste Kapitalerhöhung und ein nachrangiger Kredit der Muttergesellschaft eingerechnet.

In Russland haben Kredithäuser mit Mittelabflüssen von Privat- und Geschäftskunden kämpfen und benötigen laut Morozov 35 Milliarden Dollar, um ihre Finanzierung zu stabilisieren. Der Gewinn des Sberbank-Konzerns ist zu Beginn des Jahres eingebrochen. Unter dem Strich standen für die Monate Januar bis März 30,6 Milliarden Rubel (533 Millionen Euro) Gewinn, 58 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, wie die Sberbank am Donnerstag in Moskau mitteilte. Damit bleibt das noch aus der Sowjetzeit stammende Kreditinstitut aber die einzige staatliche Großbank in den schwarzen Zahlen.

Die besten Konditionen für Tagesgeld (Stand: 27.4.2015)

Platz 3

MoneYou*
Zins für zwölf Monate: 1,05 Prozent

Platz 3

Wüstenrot**
Zins für zwölf Monate: 1,05 Prozent

Platz 3

CosmosDirekt
Zins für zwölf Monate: 1,05 Prozent

Platz 2

Sberbank Direct*
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 2

Renault Bank Direkt*/**
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 2

Volkswagen Bank**
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 2

Consorsbank**
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 2

Audi Bank**
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 2

1822direkt**
Zins für zwölf Monate: 1,10 Prozent

Platz 1

PSD Hessen-Thüringen eG**
Zins für zwölf Monate: 1,25 Prozent

Quelle

FMH-Finanzberatung
Stand: 13. April 2015, Zins für 5000 Euro
*gesetzliche Einlagensicherung 100.000 Euro
**für Neukunden bzw. Neuanlagen

Die besten Konditionen für Festgeld (Stand: 27.4.2015)

Platz 4

Crédit Agricole*
Zins für sechs Monate: -
Zins für zwölf Monate: 1,20 Prozent

Platz 4

CreditPlus Bank
Zins für sechs Monate: 1,10 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,20 Prozent

Platz 3

Renault Bank direkt*
Zins für sechs Monate: -
Zins für zwölf Monate: 1,25 Prozent

Platz 3

MoneYou*
Zins für sechs Monate: 1,15 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,25 Prozent

Platz 2 (1)

VTB Direktbank*
Zins für sechs Monate: 1,10 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,40 Prozent

Platz 2

Vakifbank*
Zins für sechs Monate: 1,20 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,40 Prozent

Platz 2

Sberbank Direct*
Zins für sechs Monate: -
Zins für zwölf Monate: 1,40 Prozent

Platz 2 (4)

NIBC Direct*
Zins für sechs Monate: 1,20 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,40 Prozent

Platz 2

DenizBank AG*
Zins für sechs Monate: 1,20 Prozent
Zins für zwölf Monate: 1,40 Prozent

Platz 1

Bigbank AS*
Zins für sechs Monate: -
Zins für zwölf Monate: 1,45 Prozent

Quelle

FMH-Finanzberatung
Stand: 13. April 2015, Zins für 5000 Euro
*gesetzliche Einlagensicherung 100.000 Euro
**für Neukunden bzw. Neuanlagen

Kommentare (3)

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Herr Michael Vogt

29.05.2015, 20:09 Uhr

Ist gleiches auch bei in Österreich ansässigen DenizBank zu befürchten? Sie gehört zur Sberbank-Gruppe.

Herr Martin Dowideit

01.06.2015, 17:06 Uhr

Lieber Herr Vogt,
das ist durchaus möglich.
Herzliche Grüße!

Herr Boris Skegin

05.06.2015, 14:17 Uhr

Was wäre denn genau zu "befürchten"? Das vestehe ich nicht.
Sberbank Direkt hat doch Einlagensicherung.

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