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28.03.2017

13:27 Uhr

DVAG

Deutsche Vermögensberatung trumpft auf

VonCarsten Herz

Neuer Chef, alte Rekorde: Auch nach dem Tod des Gründers Reinfried Pohl fährt Deutschlands größter Finanzvertrieb neue Bestmarken ein. Das Unternehmen hat ein anderes Verkaufskonzept als die Mittbewerber.

Symbolbild Vermögensaufbau: Insgesamt betreut die DVAG mit rund 14.000 Beratern rund sechs Millionen Kunden bei den Themen Finanz, Vorsorge und Absicherung. dpa-tmn

Geld investieren

Symbolbild Vermögensaufbau: Insgesamt betreut die DVAG mit rund 14.000 Beratern rund sechs Millionen Kunden bei den Themen Finanz, Vorsorge und Absicherung.

FrankfurtGut zwei Jahre ist es her, da schickte die Deutsche Vermögensberatung angesichts guter Ergebnisse gut 3500 ihrer Vertreter samt Lebensgefährtinnen auf Kreuzfahrt mit der Aida-Flotte ins Mittelmeer. Es war eine Sause, auf die der eine oder andere Vermögensberater von Deutschlands größtem Finanzvertrieb diesen Sommer nun erneut hoffen dürfte. Denn im abgelaufenen Jahr trumpfte das Unternehmen aus der Wilhelm-Leuschner-Straße in Frankfurt mit neuen Bestmarken auf.

Der Umsatz der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) mit Versicherungen, Bausparverträgen und Investmentfonds sei im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mit. Der Jahresüberschuss wuchs um 1,4 Prozent auf 188,8 Millionen Euro, den höchsten Stand in der mehr als 40-jährigen Firmengeschichte.

Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). obs

Rekordjahr für die DVAG

Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).

Für den größten deutschen Finanzvertrieb bedeuten diese Ziffern nicht nur eine neue Rekordmarke. Sie geben auch nach außen hin das wichtige Signal, dass die neue Führung des Unternehmens, die nach dem Tod von Unternehmensgründer Reinfried Pohl im Jahr 2014 die Geschäfte übernahm, die Firma weiter auf Wachstumskurs halten kann. „Ich bin sehr stolz auf diese hervorragende Leistung“, preist Andreas Pohl, der seit zwei Jahren den Vorstandsvorsitz inne hat, das gute Abschneiden. Insgesamt betreut die DVAG mit rund 14.000 Beratern rund sechs Millionen Kunden bei den Themen Finanz, Vorsorge und Absicherung.

Anders als die meisten Strukturvertriebe wie MLP verkauft die DVAG jedoch in jeder Kategorie nur Produkte eines Anbieters. Bei Investmentfonds ist die Deutsche Bank der Partner der DVAG. Im vergangenen Jahr seien für den Frankfurter Bankriesen insgesamt über 136.000 neue Fondssparpläne abgeschlossen worden, hieß es in der Mitteilung. Beim italienischen Versicherungsriese Generali, mit dem die DVAG auch bei Bausparverträgen kooperiert, stammt jeder siebter Euro der laufenden Beitragseinnahmen des italienischen Konzerns aus der Vermittlung und Betreuung von DVAG-Kunden, hieß es weiter. Generali ist mit 40 Prozent an dem Finanzvertrieb beteiligt.

Hier verdienen die Menschen am meisten

Verfügbares Einkommen

Die Einkommensstatistik zeigt, in welchen Städten, Gemeinden und Kreisen, am meisten verdient wird. Das verfügbare Einkommen umfasst das Geld, dass Haushalten zufließt, um es auszugeben oder zu sparen. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2014, veröffentlicht worden sind sie im Oktober 2016. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen je Einwohner in Deutschland betrug 2014 demnach 21.117 Euro im Jahr.

Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder

Platz 10

Im Main-Taunus-Kreis verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.785 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 27 Prozent

Platz 9

In der Stadt München verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.838 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 2,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 14 Prozent

Platz 8

lm Landkreis Mainz-Bingen verfügen die Einwohner über durchschnittlich 26.177 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 8,9 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 38 Prozent

Platz 7

Im Kreis Olpe verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.125 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 10,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 47 Prozent

Platz 7

lm Landkreis Miesbach in Oberbayern verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.168 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 26 Prozent

Platz 5

lm Stadtkreis Baden-Baden verfügen die Einwohner über durchschnittlich 29.043 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 5,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 17 Prozent

Platz 4

lm Hochtaunuskreis in Hessen verfügen die Einwohner über durchschnittlich 29.288 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 13 Prozent

Platz 3

Im Landkreis München verfügen die Einwohner über durchschnittlich 29.954 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 4,8 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 25 Prozent

Platz 2

Im Landkreis Starnberg in Oberbayern verfügen die Einwohner über durchschnittlich 34.915 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 5,3 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 19 Prozent

Platz 1

lm Stadtkreis Heilbronn verfügen die Einwohner über durchschnittlich 41.707 Euro im Jahr. Der Grund ist ein prominenter Bürger: Lidl-Gründer Dieter Schwarz ist für den hohen Durchschnittswert verantwortlich.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 3,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 131 Prozent

Doch nicht alle Segmente trugen zu den neuen DVAG-Bestmarken bei. Die Rekordzahlen der DVAG gehen vor allem darauf zurück, dass die 14.000 hauptberuflichen Finanzvermittler und ihre nebenberuflichen Unterstützer das Vermittlungsvolumen im Bereich Lebensversicherungen massiv ausbauten. Das Neugeschäft fuhr mit 13,98 Milliarden Euro ein dickes Plus von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die positive Entwicklung sei auch auf die Einführung neuer Produkte zurückzuführen, mit denen die DVAG ihre Marktstellung weiter festigen konnte, erklärte das Unternehmen.

Das machte mehr als wett, dass das Neugeschäft im Bausparen (minus 10 Prozent) und vor allem bei Investmentfonds (minus 11,7 Prozent) dagegen schwächelte. Vorstandschef Pohl gibt sich auch für das laufende Jahr optimistisch. Die ersten beiden Monate dieses Jahres hätten „überaus positive“ Zahlen gebracht, erklärte Pohl im Geschäftsbericht.

Der Beruf des Vermögensberaters sei ein Job mit Zukunft, gerade in Zeiten, „in denen es historisch niedrige Zinsen und eine große Volatilität an den Finanzmärkten gibt“. Das Unternehmen wolle weiter wachsen und die Spitzenposition am Markt stetig ausbauen. Ein Kurs, an dem zumindest der Chef nicht zweifelt. Pohls knappes, aber selbstbewusstes Fazit: „Die Weichen dafür sind gestellt.“

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