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12.12.2015

10:53 Uhr

Einbruch und Diebstahl

Was zahlt die Versicherung?

VonAnke Henrich
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Der Winter steht vor der Tür - und damit vermehrt auch Einbrecher auf Beutezug. Für viele Hausratversicherte gibt es ein böses Erwachen, wenn sie Schadenersatz von der Versicherung fordern.

Der Geschädigte muss sauber nachweisen können, welche Gegenstände ihm geklaut wurden und mit Hilfe von Quittungen oder Rechnungen belegen, was er einst dafür bezahlte. dpa

Einbruch

Der Geschädigte muss sauber nachweisen können, welche Gegenstände ihm geklaut wurden und mit Hilfe von Quittungen oder Rechnungen belegen, was er einst dafür bezahlte.

So massiv kann man seine Wohnung oder Haus kaum absichern, dass sie nicht doch noch Ziel eines Einbrechers werden könnte. Gerade an den dunklen Wintertagen sind die Diebe wieder häufiger unterwegs. Zumal die Zahl der Einbrüche in den vergangenen fünf Jahren ohnehin schon um rund ein Drittel gestiegen ist. Alleine die Hausratversicherungen wickelten 2014 rund 150.000 Schadensfälle ab, im Schnitt zahlten sie gerade mal 3300 Euro pro Einbruch.

Es ist nämlich nicht unbedingt davon auszugehen, dass der materielle Wert der Diebesbeute überhaupt oder vollständig ersetzt wird. Zum einen, weil es häufig an Wertbelegen für die entwendeten Dinge fehlt, zum anderen, weil Haushalte über die Jahre oft viel werthaltiger geworden sind, als sie einst versichert wurden.

Darauf kommt es an:
Welche Versicherung zahlt?

Zuständig für Einbrüche und daraus resultierenden Vandalismus ist die Hausratversicherung.

Vorausgesetzt, der Dieb hat sich durch gewaltsames Eindringen Zutritt zur Wohnung verschafft, sie mit einem unerlaubt nachgemachten Schlüssel betreten oder zuvor den Originalschlüssel geklaut. Vandalismus nach einem Einbruch liegt vor, wenn versicherte Gegenstände im Zuge des Einbruchs vorsätzlich zerstört oder beschädigt werden.

Was zahlt die Versicherung?

Achtung, sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände, aber nicht automatisch den ehemaligen Kaufpreis oder bei technischen Geräten den Preis, den das Einbruchsopfer heute für den Neukauf bezahlen müsste.
Wertsachen sind meist bis zu 20 oder 30 Prozent der Versicherungssumme abgedeckt, bei einigen Tarifen – entsprechend teurer - auch bis zur vollen Versicherung.

Nicht selten erbeuten die Einbrecher auch noch Kreditkarten. Deren Missbrauch ist nicht automatisch versichert, der Blick in die Versicherungsbedingungen empfiehlt sich. Doch auch Assekuranzen, die dafür haften, beschränken ihr Risiko auf einen niedrigen Prozentsatz der abgehobenen Summe.

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