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05.03.2013

13:31 Uhr

EU-Plan

Bankkonten für alle!

Einem Zeitungsbericht zufolge soll jeder EU-Bürger künftig ein Grundrecht auf ein Girokonto haben. In einigen EU-Ländern gibt es dieses Recht bereits, in Deutschland dagegen nicht.

Ein Bankkunde am Geldautomaten. Die EU plant einem Zeitungsbericht zufolge ein Grundrecht auf ein Bankkonto. dpa

Ein Bankkunde am Geldautomaten. Die EU plant einem Zeitungsbericht zufolge ein Grundrecht auf ein Bankkonto.

FrankfurtJeder EU-Bürger soll einem Medienbericht zufolge künftig ein Recht auf ein Girokonto haben. Die EU-Kommission wolle in den 27 europäischen Ländern ein „soziales Grundrecht“ auf ein Bankkonto einführen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier.

Demnach haben derzeit 30 Millionen EU-Bürger ab 18 Jahren kein Bankkonto, die meisten davon in osteuropäischen Ländern. Viele von ihnen befänden sich in einem sozialen Teufelskreis, da ein Girokonto häufig die Voraussetzung für den Abschluss eines Mietvertrags oder für einen Telefon- und Internetanschluss sei. Die Betroffenen könnten so zum Beispiel nicht günstig im Internet einkaufen und von den Vorteilen des europäischen Binnenmarkts profitieren.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Das Konto für jedermann soll „grundsätzlich nötige Buchungen“ ermöglichen, also Zahlungseingänge und Abbuchungen, solange das Konto im Plus bleibt, wie es in dem Bericht heißt. Die Kontoführung solle möglichst gebührenfrei angeboten werden, in Ausnahmefällen dürften die Institute „erschwingliche“ Gebühren verlangen.

In einigen europäischen Ländern gibt es bereits ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Bankkonto, in Deutschland nicht. Die Kreditwirtschaft hat sich hierzulande aber selbst verpflichtet, für jedermann ein Konto anzubieten.

Von

rtr

Kommentare (7)

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IAMerika

05.03.2013, 13:44 Uhr

Die Allmacht der Banken wird das auch verhindern zu wissen. Oder braucht es für eine solche Maßnahme eine weitere Generation. Wir befinden uns in ständigem Wahlkampf un kurz vor knapp will man doch fürs Volk noch etwas tun. Liberaler Geldverkehr, das wäre doch mal was für die NEO-Klons, nicht nur zu fordern, auch auf die Reihe bringen. Kleinvieh macht bekanntlich viel Mist, also wird dort auch kräftig zugelangt.

Michael

05.03.2013, 13:46 Uhr

Erst ein Recht darauf, dann eine Pflicht. Wofür? Einfacherer Einzug bei Zwangsenteignung.

Ich hoffe das bleibt nur eine Parodie einer paranoiden Verschwörungstheorie.

Account gelöscht!

05.03.2013, 14:09 Uhr

@Michael

Sie sind überhaupt nicht paranoid. Ganz im Gegenteil.

Warum es geht ist offensichtlich: EU-weite Abschaffung des Bargelds. Das kann natürlich nur dann erfolgen, wenn jeder ein Konto hat.

Im Moment sind wir in der "Lock"-Phase (Zuckerbrot): Bankkonto für alle! Das ist aber nett von der lieben EUdSSR. Sie will mal den Armen und Entrechteten was Gutes tun. Das kennt man so gar nicht von ihr.

Danach kommt, wie Sie schon ahnen die Pflicht dazu.

Als nächster Schritt kann man dann das Bargeld abschaffen, denn jeder kann ja auf andere Weise bezahlen. Das hat auch für Banken den Vorteil, daß es keinen banksystemweiten "Bankrun" mehr geben kann. Man kommt nicht mehr raus.

Für jeden Schritt werden dann natürlich gute Argumente geliefert: Steuerhinterziehung, Geldwäsche blablabla.
(die bisherigen Maßnahmen haben die anglo-amerikanischen Megabanken nicht daran gehindert Geld aus Drogenhandeln und anderen Verbrechen zu waschen).

In Wirklichkeit geht es längerfristig um die totale Kontrolle der Leibeigenen. Im Extremfall: wer nicht pariert, dem wird das Geld abgeschaltet. Per Knopfdruck. Oder die Identität, der Ausweis kann nämlich da auch gleich noch elektronisch implementiert werden.

Endstufe: RFID-Chip im Ohr. Totale Kontrolle und Überwachung der Herde per Computer. Willkommen im Gefängnis-Planeten. Massenvieh-Haltung des Menschen.

Aufwachen Leute. Vielleicht mal wieder Orwell lesen!
Im Handelsblatt wird es jedenfalls nicht rechtzeitig stehen.

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