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19.02.2014

13:43 Uhr

Europaweiter Vergleich

Jeder Deutsche zahlt 2219 Euro im Jahr für Versicherungen

Die Deutschen geben mehr für Versicherungen aus als der europäische Durchschnitt. Knapp die Hälfte ihrer Ausgaben fließt in die Altersvorsorge, ein Drittel in die Absicherung von Risiken und Unfällen.

Nicht nur für Millionen Deutsche ist die Lebensversicherung der wichtigste Baustein der privaten Altersvorsorge: Auch jeder europäische Bürger gibt im Durchschnitt 1083 Euro für die Lebensversicherung aus. dpa

Nicht nur für Millionen Deutsche ist die Lebensversicherung der wichtigste Baustein der privaten Altersvorsorge: Auch jeder europäische Bürger gibt im Durchschnitt 1083 Euro für die Lebensversicherung aus.

BerlinFür Versicherungen haben die Bundesbürger im Jahr 2012 rechnerisch 2219 Euro pro Kopf ausgegeben. Dies geht aus einer Studie des Europäischen Versicherungsverbandes hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Demnach flossen mit rund 1070 Euro knapp die Hälfte der jährlichen Versicherungsbeiträge in die private Altersvorsorge.

Um sich gegen Unfälle und andere Risiken abzusichern, gaben die Deutschen 2012 im Durchschnitt 716 Euro für Kfz-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen aus.

Im gesamteuropäischen Durchschnitt gaben die Bürger der Studie zufolge 1843 Euro pro Kopf für Versicherungsprodukte aus. Davon entfielen 1083 Euro auf Lebensversicherungen und 760 Euro auf die anderen Versicherungssparten. Für die Altersvorsorge legen demnach die Briten am meisten Geld zurück, nämlich 2740 Euro. Auch die Belgier (1925 Euro), Franzosen (1728 Euro), Italiener (1146 Euro) und Niederländer (1135 Euro) gaben 2012 mehr Geld für Lebensversicherungen aus.

„Die gern geäußerte Vermutung, die Deutschen seien ein Volk, das sich übermäßig mit Versicherungsprodukten eindeckt und quasi überversichert ist“, könne die Untersuchung somit nicht bestätigen, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Im Bereich Altersvorsorge bestehe im Vergleich zu einigen Nachbarländern offenbar sogar Nachholbedarf.

Die größten Versicherer Europas (nach Beitragseinnahmen)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2012: 21,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 10,1 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 22,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 8

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 26,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 11,8 Prozent

Platz 7

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 26,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 12,6 Prozent

Platz 6

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 28 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 5

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 36,8 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 24,9 Prozent

Platz 4

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2012: 39,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 16,2 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2012: 69,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 0,7 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 72 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 4 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 84,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 5 Prozent

Insgesamt sind der Studie zufolge Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien die wichtigsten Märkte für die Anbieter von Lebensversicherungen, sie machen zusammen rund 70 Prozent der Einnahmen aus Lebensversicherungen aus. Insgesamt nahm die europäische Versicherungsindustrie 2012 Beiträge in Höhe von 1,093 Billionen Euro ein. Die Höhe der ausgezahlten Versicherungsleistungen und übernommenen Schäden betrug demgegenüber 948 Milliarden Euro.

Für die Studie wertete der Versicherungsverband Insurance Europe die Daten aus 32 europäischen Ländern für das Jahr 2012 aus. Die europäische Versicherungsindustrie ist die größte der Welt, sie macht 33 Prozent des globalen Versicherungsmarktes aus und liegt damit vor Nordamerika (30 Prozent) und Asien (29 Prozent).

Von

afp

Kommentare (1)

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19.02.2014, 13:56 Uhr

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