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15.12.2014

17:51 Uhr

Ex-Versicherungsmakler

Göker schreibt Autobiographie

ExklusivDer Ex-Versicherungsmakler Göker schreibt an seiner Autobiografie. Das Buch könnte eine große Abrechnung mit der deutschen Versicherungsbranche werden. „Ich will alles erzählen, wie es nun einmal gewesen ist“, sagt er.

Liefert bald seine Autobiographie: Der frühere Vorstandsvorsitzende des insolventen Versicherungsvermittlers Meg AG, Mehmet Göker. picture alliance / dpaHANS-GUENTHER OED

Liefert bald seine Autobiographie: Der frühere Vorstandsvorsitzende des insolventen Versicherungsvermittlers Meg AG, Mehmet Göker.

FrankfurtDer ehemalige Versicherungsmakler Mehmet Göker (35) schreibt an einer Autobiografie. Darin will er „alles so erzählen, wie es nun einmal gewesen ist“, erklärte er dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Zum Beispiel, wie Versicherer-Vorstände um die höchsten Provisionen für ihn gebuhlt haben sollen. „Ich musste nicht einmal die Hand aufhalten, die hätten mir das Geld auf meinem Kopf ausgeschüttet.“

Der Sohn eines türkischen Schusters aus Kassel gründete im Jahr 2003 das Kasseler Unternehmen MEG und stieg innerhalb weniger Jahre zum zweitgrößten Vermittler von privaten Krankenversicherungen auf. Mit den Provisionen, die er für die erfolgreiche Vermittlung von Interessenten an Anbieter wie Hallesche, Axa oder Central erhielt, verdiente er Millionen.

Von 2007 an musste er sich in diversen Prozessen verantworten, 2009 meldete die MEG AG Insolvenz an. Seit ein internationaler Haftbefehl gegen Göker vorliegt, lebt er in der Westtürkei. Auch über sein Leben vor Gründung seiner Gesellschaft will er sprechen.

Mehmet Göker: So wird man Millionär

Facebook

Im Internet-Netzwerk Facebook verbreitet der Versicherungsvertreter gerne seine Lebensweisheiten. Seine Fans lieben das und kommentieren seine Bemerkungen fleißig.

Merksatz

„Merke Dir: Noch nie ist jemand Millionär geworden, dessen Intention es war, Millionär zu werden !“

Leidenschaft

„Millionär wird man, indem man etwas tut, was einem Spaß macht - aus Leidenschaft und dann mit 100 Prozent Hingabe dieser Leidenschaft mindestens 60 Stunden die Woche nachgeht.“

Disziplin

„Wenn dann noch ein Schuss Kreativität, Eigenmotivation, Disziplin, Ordnung und Fleiß Deine Attribute sind, dann ist es möglich, Millionär zu werden.“

Glück

„Aber glaube mir eines: Jemand, der etwas gerne macht, hat das Ziel glücklich zu sein und nicht Millionär zu werden. Das Geld kommt von ganz alleine. Jemand, der das Ziel verfolgt, Millionär zu werden, der wird weder glücklich noch Millionär.“ . . .

Verschwendung

. . . „Er vergeudet einzig und allein seine Lebensenergie damit, ein Leben lang dem schnöden Mammon hinterher zu laufen.“

Und was ist mit Dieter Bohlen?

Der wollte doch immer reich & berühmt werden, wendet ein Facebook-Nutzer ein.

Mehmet Göker antwortet

„Never. Bohlen wollte singen, Gitarre spielen. Das war immer seine Leidenschaft. Sein Vater war Millionär. Und er hätte in seiner Firma anfangen können. Statt dessen hat er bei einem Hamburger Musikstudio für 4.000 Mark brutto angefangen! Und sich dann Lied für Lied hoch gearbeitet!“

Ein Anhänger bestätigt ihn

„Genau das ist der Grund, wieso ich diese Sympathie für Dieter Bohlen habe!“, kommentiert ein Anhänger den Göker-Kommentar. „Wieso? Weil er es durchgezogen hat, obwohl er nicht der beste Sänger war und oft verhasst wurde, jedoch ist er immer wieder aufgestanden, egal wie oft - er unten lag! Respekt vor dieser Leistung!“

Und dann erzählt Göker eine Anekdote

"Exakt. Ich habe ihn schon immer bewundert und geliebt. In den 80ern in der Grundschule sangen wir auf dem Schulhof Cherry Cherry Lady"

 

Das Buch soll nach Angaben des Münchener Fachverlags etwa 250 Seiten lang sein und im Mai 2015 erscheinen.

Von

oz

Kommentare (2)

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Herr Reinhard Durchholz

16.12.2014, 17:01 Uhr

Inb diesem Artikel ist dieser dubiose Herr Göker einmal Versicherungsvertreter( § 59 Abs 2 VVG) und einmal Versicherungsmakler(§ 59 Abs 3 VVG). Handelsblatt kennt den sehr erheblichen Unterschied von Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler nicht - sehr peinlich für das Handelsblatt

Herr Joachim Berndt

17.12.2014, 09:38 Uhr

Der Göker hat sein ganzes Berufsleben lang die Menschen belogen und wird es auch weiterhin tun, auch in seinem Buch - Autobiografie eines Lügenmaules und Diebes. Ihm geht es nur um Geld, Geld , Geld - auf Kosten Anderer.

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