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10.01.2011

10:29 Uhr

Exklusiver Vergleich

Wo es noch hohe Zinsen beim Tagesgeld gibt

VonJens Hagen

ExklusivDie Zinsen beim Tagesgeld sind derzeit so niedrig wie nie. Viele Institute nutzen diese Flaute, um Kunden mit Schaufensterangeboten zu locken. Doch gerade diese Preisbrecher sinken schnell wieder unter den Durchschnitt. Eine Analyse zeigt jetzt, welche Institute konstant hohe Zinsen bieten.

Die Zinsen beim Tagesgeld sind so niedrig wie nie. Gerade jetzt sollten Kunden auf Anbieter mit konstant guten Konditionen setzen. dpa

Die Zinsen beim Tagesgeld sind so niedrig wie nie. Gerade jetzt sollten Kunden auf Anbieter mit konstant guten Konditionen setzen.

DÜSSELDORF. Bei kaum einem anderen Bankprodukt zeigen sich die Heilkräfte des Wettbewerbs derart deutlich wie beim Tagesgeld. Kunden müssen bei Durchschnittsanbietern Zinsen weit unter der Inflationsrate von 1,70 Prozent hinnehmen. Im Schnitt zahlen die Banken für einen Betrag von 5 000 Euro aktuell gut 1,1 Prozent. Das ist so wenig wie niemals zuvor. Einige Sparkassen bieten nur 0,2 Prozent.

Weniger etablierte Institute nutzen ihre Tagesgeldofferten dagegen für die Kundenjagd. Neukunden können bei Cortal Consors, DAB Bank oder GE Capital Direkt 2,1 Prozent ergattern. Wer auf den Schutz der deutschen Einlagensicherung verzichtet, dem bietet die Bank of Scotland 2,2 Prozent.

Zinsschwund bei Kundenansturm

Kunden sollten trotzdem nicht immer bei den Preisbrechern abschließen. "Auffällig ist bei Angeboten mit Topzinsen, dass diese unter den Durchschnitt absinken, sobald die geplante Zahl an Neukunden akquiriert worden ist", sagt Max Herbst, Inhaber der Frankfurter Finanzberatung FMH. Das verlangt von Kontoinhabern, die Wert auf hohe Zinsen legen, eine ständige Wechselbereitschaft. "Wer langfristig bei einem Institut bleiben möchte, sollte Banken wählen, die konstant hohe Zinsen bieten", sagt Herbst. Eine Untersuchung der FMH für das Handelsblatt zeigt jetzt, welche Tagesgeldanbieter regelmäßig Topkonditionen bieten.

Auch wenn der aktuelle Zins der Santander Direkt Bank in Höhe von 1,75 Prozent nicht für den ersten Platz im Tagesranking reicht, schaffte es der deutsche Ableger der spanischen Großbank im vergangenen Jahr in 46 Wochen unter die besten drei Anbieter für kleine Beträge bis 1 000 Euro. Das Institut bietet neben der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100 000 Euro, Schutz über den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken in Deutschland für Beträge bis 386 Millionen Euro. Kunden können das "Superkonto" nur über Internet oder Telefon bedienen, die Zinsen gelten sowohl für Bestands- wie Neukunden.

Das Ranking für die höheren Beträge mit Schutz der deutschen Einlagensicherung führt die ING DiBa mit 47 Top-Platzierungen im vergangenen Jahr an. Der Marktführer der deutschen Direktbanken lockt Neukunden aktuell mit einem Gutschein über 20 Euro. Der Zinssatz von aktuell zwei Prozent ist sechs Monate garantiert, Kunden müssen mindestens 5 000 Euro anlegen.

Kommentare (2)

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trottellumme

10.01.2011, 18:04 Uhr

Wer bei diesen miesen Konditionen sein Geld anlegt, ist selbst schuld. Das ist schleichende Enteignung....

Frank

11.01.2011, 14:59 Uhr

"bei jedem Wechsel vier bis fünf Tage" schaftt man aber nur, wenn bei den banken schon ein Konto vorhanden ist. Muss man jedes Mal erst ein Konto einrichten, vergehen bei dem angegebenen Hopping einige Monate.

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