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12.11.2013

09:19 Uhr

„Finanztest”

Stromanbieter-Wechsel kann Hunderte Euro sparen

In einem Produkttest konnte ein Musterhaushalt in Essen mit einem Stromanbieter-Wechsel 321 Euro sparen. Auch der richtige Umgang mit Elektrogeräten kann Ausgaben senken. Am teuersten sind oft die lokalen Stadtwerke.

Bares Geld sparen: Ein Stromanbieter-Wechsel sollte stets geprüft werden. dpa

Bares Geld sparen: Ein Stromanbieter-Wechsel sollte stets geprüft werden.

BerlinDer Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter kann laut Stiftung Warentest jährlich Ersparnisse in Höhe von mehreren hundert Euro bringen. Ein Musterhaushalt in Essen beispielsweise mit einem Jahresverbrauch von 5500 Kilowattstunden könne 321 Euro sparen, wenn er vom örtlichen Versorger zu einem anderen Anbieter wechsle, berichtet die Stiftung am Dienstag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest”. In Frankfurt seien Einsparungen von knapp 280 Euro möglich, in Leipzig von bis zu 223 Euro.

Verbraucher können viel Geld sparen, wenn sie beim örtlichen Versorger aus der sogenannten Grundversorgung zu einem seriösen Alternativanbieter wechseln, wie „Finanztest” schreibt. Das Magazin verglich für die Untersuchung Grundversorgungstarife mit „fairen” Tarifen alternativer Anbieter. Diese bieten laut „Finanztest” unter anderem kurze Kündigungsfristen von nicht länger als sechs Wochen und eine Zahlung mit monatlichen Abschlägen. In der Grundversorgung beim örtlichen Stromanbieter sind Verbraucher, die noch nie den Tarif gewechselt haben.

Aber auch Stromkunden, die bei den örtlichen Stadtwerken in einem günstigen Tarif sind, könnten durch einen Anbieterwechsel teils noch deutlich Geld sparen, berichtet „Finanztest”. In Essen etwa seien so Einsparungen von 170 Euro möglich, in Frankfurt in Höhe von 190 Euro. Bislang seien nur 17 Prozent der Haushalte schon einmal zu einem neuen Anbieter gewechselt. „Finanztest” verglich für die Untersuchung Stromtarife in 20 Städten.

Energiekosten sparen können Verbraucher auch, wenn sie Elektrogeräte bewusster einsetzen, wie „Finanztest” schreibt. Wer etwa statt einem PC mit LCD-Monitor ein Notebook nutze, senke seine Stromausgaben bei mehrstündigem täglichen Betrieb um fast drei Viertel von rund 40 Euro auf elf Euro im Jahr. Wäsche häufiger mit 40 statt mit 60 Grad zu waschen, können die anfallenden Stromkosten um fast 40 Prozent senken. Mit dem Sparprogramm des Geschirrspülers anstelle des Kurzprogramms seien 31 Prozent Ersparnis möglich.

Von

afp

Kommentare (4)

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HofmannM

12.11.2013, 09:44 Uhr

Auf Dauer wird der Strom durch das politische Diktat der Politik zu einer unwirtschaftlichen Energiewende per EEG-Zwang automatisch künstlich-politisch-medial teurer gemacht. Schafft das EEG ab und wir sind wird auf dem Markt! Nur hier hat der Verbraucher den günstigsten Preis zu erwarten! Der staatlich Anteil per EEG am Strompreis ist hoch und wird weiter ansteigen! Da kann man soviel wechseln wie man will!

Stromkunde

12.11.2013, 09:49 Uhr

Das entspricht definitiv nicht den Tatsachen. Mir ist noch kein alternativer Stromanbieter begegnet, der meinen örtlichen Grundversorger unterbieten konnte. Zumal dieser auch den wichtigen Nachtstrom anbietet. Das macht kein anderer Anbieter.
Ich rate jedem, genau hinzuschauen, wenn er den Anbieter wechseln möchte.
Ich glaube eher, man möchte mit diesen Falschmeldungen die örtlichen Versorger zugunsten von Kapitalunternehmen ausschalten.

F@ntOm@s

12.11.2013, 17:54 Uhr

@Stromkunde

In der Grundversorgung werden Sie wohl kaum Nachtstrom beziehen. Bitte werfen Sie nicht alles in einen Topf! Dies ist irreführend.

Die Grundversorgungstarife der örtlichen Anbieter sind ausnahmslos in Deutschland teurer als Pakettarife oder die der alternativen Anbieter zum Grundversorger.

Ich bin auch der Meinung, falls dies von HofmannM so gemeint war, die ganz EEG-Umlage abzuschaffen. Der Strompreis dürfte für alle, auch die energieintensiven Unternehmen noch einmal -nach Abschaffung- kräftig nach unten purzeln. Ferner sollte die Politik den Mehrwertsteuersatz staffeln und für die ersten 2000 Kwh überhaupt keine Mehrwertsteuer verlangen alles, was darüber verbraucht wird mit 7% besteuern.

Dann könnte man sich den ganzen Quatsch mit Prepaidkarten, Münzeinwurfautomaten für Strombezug etc. sparen. Im Umwelt/Energieministerium könnte man sich mit wichtigeren Themen, wie Netzausbau befassen und Arbeitskreise, Referenten und Staatsekretäre einsparen. Das Ge-Unke aus Brüssel von Oettinger wäre auch verstummt.

Stattdessen tischen uns Altmaier und Kraft ewig gestrige Kost auf.

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