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20.11.2014

12:41 Uhr

Fondspolicen im Vergleich Teil VI

So sichern Sie Ihre Altersvorsorge ab

VonDörte Jochims

ExklusivWer für seine Altersvorsorge auf Fonds setzt, kommt an konservativen Rentenfonds nicht vorbei. Sie federn Risiken ab. Ein Vergleich zeigt, welche Fonds Spitze und warum Absolute-Return-Fonds eine Alternative sind.

Reich in Rente: Mit der richtigen Altersvorsorge funktionierts. Imago

Reich in Rente: Mit der richtigen Altersvorsorge funktionierts.

Der November ist ein heißer Monat für Versicherer, denn Millionen wechseln dann ihre Kfz-Versicherung. Fast 70 Prozent der Autobesitzer haben bisher mindestens einmal einen neuen Anbieter gewählt. Immerhin winkt in manchen Fällen eine Ersparnis von 60 Prozent und das kann einige Hundert Euro im Jahr ausmachen.

Anders bei Fondspolicen. Nur jeder Zehnte tauscht hier nach Abschluss einer Police trotz jahrzehntelanger Laufzeiten gute Fonds gegen schlechte aus. Der Mehrheit der Versicherten entgehen so über Jahre gerechnet Gewinne, die bei einem Durchschnittssparer in wenigen Jahren leicht einige Tausend Euro ausmachen können – und das nur beim Portfolioanteil, der auf konservative Rentenfonds entfallen sollte.

Exklusives Rating von Fonds in Fondspolicen

Denn die Unterschiede zwischen guten und schlechten Fonds sind enorm, zeigt ein aufwendiger Fondsvergleich, den die Ratingagentur Assekurata erstellt hat. In diesem sogenannten Fondstacho wurden Risiken und Chancen für alle Fondsprodukte bewertet, die Anleger bei 38 fondsgebundenen Rentenversicherungen wählen können.

Insgesamt erreichten 32 von insgesamt 113 angebotenen weltweiten und europaweiten Rentenfonds die Bestnoten „gut“ oder „sehr gut“, 27 Portfolios schnitten nur mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ ab.

Fondstacho: So wurde bewertet

Die Fondsanbieter

Experten der Ratingagentur Assekurata nahmen in einer aufwändigen Analyse erstmals alle Fonds unter die Lupe, die Versicherungskunden bei 38 Anbietern wählen können. Sie decken, bezogen auf den Prämienbestand, etwa 78 Prozent des Marktes ab. Bewertet wurden nur Policen mit individualisierter Fondsauswahl, keine gemanagten Varianten.

Die Versicherer

Die Versicherer meldeten fast 2200 Fonds an. Doch nur etwa 1000 Fonds erhielten ein Urteil. Abgesehen von zahlreichen Doppelnennungen, wurden nur Portfolios bewertet, die mindestens eine dreijährige Erfolgsbilanz vorweisen konnten. Ausgenommen blieben Garantiefonds, für die derzeit keine geeignete Methode zur Bewertung bekannt ist. Auch Fonds, die keine Isin haben, sondern von anderen Fonds gespiegelt wurden, konnten nicht beurteilt werden. Denn sie haben häufig eine andere Kostenstruktur als das Original.

Die Kennzahlen

In die Bewertung jedes einzelnen Fonds flossen zu jeweils 30 Prozent Kennzahlen zur Rendite und Risikoentlohnung ein. Zu jeweils 20 Prozent bestimmten Risiko und Reaktionsvermögen der Fonds die Gesamtnote. Abzulesen ist das Urteil zu jedem einzelnen Fonds  auf dem Fondstacho, der in eine Skala von 0 bis100 Prozent aufgeteilt ist.

Die Assekurata

Die unabhängige Ratingagentur Assekurata wurde 1996 gegründet und hat sich auf die Qualitätsbeurteilung von Versicherungsunternehmen aus Kundensicht spezialisiert. Ziel ist es, dem Verbraucher Orientierungshilfen bei der Wahl seines Versicherungsunternehmens zu bieten und Vermittler bei ihrer Beratung zu unterstützen.

Spitzenreiter ist in diesem Vergleich der mit 77 Punkten bewertete, europaweit investierende Rentenfonds Schroder ISF Euro Bond. Seine Manager erzielten in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich fünf Prozent plus per annum, in den vergangenen drei Jahren waren es knapp neun Prozent.

Der schlechteste Fonds im Ranking ist der mit zwölf Punkten bewertete UniFavorit: Renten. Er schaffte in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 0,5 Prozent Performance per annum, in den vergangenen zehn Jahren waren es 1,1 Prozent.

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