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03.12.2014

14:40 Uhr

Gesetzliche Krankenkassen

Minus von 763 Millionen Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres Verluste in Höhe von 763 Millionen Euro gemacht. Die Kassen begründen die hohen Ausgaben mit Rückzahlungen und freiwilligen Leistungen.

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust von 763 Millionen Euro verbucht. Diese Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben gehe vor allem darauf zurück, dass die Kassen ihre Versicherten über Rückzahlungen und freiwillige Leistungen an ihren hohen Finanzreserven beteiligt hätten, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit.

Die Kassen haben rund 16 Milliarden Euro an Rückstellungen angehäuft. Im Gesundheitsfonds, in den Beitrags- und Steuergelder fließen, werden zum Jahresende Reserven von 12,6 Milliarden Euro erwartet. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nannte die Finanzsituation stabil.

Das Ministerium wie auch Experten rechnen damit, dass trotz der neuen Zusatzbeiträge auf die GKV-Mitglieder im nächsten Jahr im Durchschnitt keine höheren Belastungen zukommen. Regierung und Schätzerkreis haben den durchschnittlichen Zusatzbeitrag aller Kassen auf 0,9 Prozent veranschlagt.

Er läge damit in Höhe des derzeit noch geltenden Sonderbeitrags. Mehr als 20 Kassen haben sogar angekündigt, dass sie unter diesem Wert bleiben wollen, was für deren Mitglieder eine Entlastung bedeuten würde. Die Kassen legen ihre Sätze bis Weihnachten fest.

In den ersten drei Quartalen 2014 stiegen die Ausgaben für Arzneimittel um 9,3 Prozent, für ärztliche Behandlungen um 3,6 und für Krankenhausbehandlungen um 3,9 Prozent. Die Aufwendungen für das Krankengeld wuchsen um 7,7 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

03.12.2014, 15:05 Uhr

Sachfremde Leistungen und die kostenlose Versicherung von Familienmitgliedern sorgen dafür, daß auf Ewig die gesetzlichen Krankenkassen im Status der Pleite leben müssen.

Daher sind sie auch keine Versicherungen, sondern Unterabteilungen der Familien- und Gesundheitsministerien, da überwiegend staatsreguliert und -finanziert per Steuergeldern.

Die paar Euro Beiträge zählen da bald gar nichts. Alles ist planwirtschaftlich und daher unzureichend geregelt.

Herr Fred Meisenkaiser

03.12.2014, 15:07 Uhr

Es ist aber doch das Ziel unserer Machthaber, das Gesundheitssystem allein den Bürgern aufzubürden, die Beiträge zu senken und möglichst alles als Zusatzbeiträge zu deklarieren.
Ziel des sog. Gesundheitssystems ist doch nicht die Gesundheit der Bürger sondern die Absicherung der Gewinne der Pharmakonzerne, Krankenhausbetreiber udn Ärzte. Und all dies soll nicht weiter von den Untrnehmen sondern idealerweise nur noch von den Bürgern bezahlt
werden.

So gesehen gute Nachrichten für unsere Machthaber!

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