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14.11.2016

12:11 Uhr

Girokonto

Gebührenerhöhungen von Banken oft fehlerhaft

In regelmäßigen Abständen erhöhen Banken ihre Gebühren für Girokonten. Doch dabei unterlaufen ihnen zum Teil gravierende Fehler. Laut Verbraucherschützern könnten Kunden daher zu viel gezahlte Entgelte zurückverlangen.

Bankkunden können die Gebühren zurückverlangen. dpa

Gebühren bei Girokonten oft fehlerhaft

Bankkunden können die Gebühren zurückverlangen.

LeipzigBanken kündigen Preiserhöhungen für Girokonten nach Angaben von Verbraucherschützern nicht immer fehlerfrei an. Die Mitteilungen verschiedener Anbieter enthielten „entscheidende Fehler“ und seien damit unwirksam, erklärte das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Sachsen am Montag mit Verweis auf mehrere Beschwerden von Verbrauchern. Bankkunden müssten in solchen Fällen die erhöhten Kosten nicht hinnehmen und könnten zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern.

Banken und Sparkassen müssen den Angaben zufolge ihre Kunden mindestens zwei Monate im Voraus über die anstehende Preisänderung informieren. Das geschieht meist per Brief oder Kontoauszug. Zudem müssten Kreditinstitute in der Ankündigung darauf hinweisen, dass die Kunden „sowohl kostenfrei als auch fristlos“ kündigen könnten.

Werde einer dieser zwei Anforderungen nicht erfüllt, sei die gesamte Preisänderung unwirksam, erklärte die Verbraucherzentrale Sachsen. Vor allem beim Hinweis auf die Kündigungsmöglichkeit unterlaufen den Kreditinstituten demnach Fehler. In manchen Fällen werde der Hinweis zur kostenlos möglichen Kündigung schlicht „vergessen“.

Die Verbraucherzentrale Sachsen mahnte nach eigenen Angaben bereits eine Sparkasse erfolgreich ab. Eine andere habe bereits im August nach einer Abmahnung ihre Informationspraxis geändert. „Wir vermuten, dass auch andere Kreditinstitute nicht richtig informiert haben“, erklärte Carmen Friedrich von der Verbraucherzentrale Sachsen. Bankkunden sollten deshalb angekündigte Preismaßnahmen genau prüfen.

Von

afp

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