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19.04.2016

08:10 Uhr

GS Bank

Bei Goldman Sachs kann jetzt jeder sparen

Der Platzhirsch unter den Investmentbanken gibt sich volksnah. Nach der Übernahme eines Konkurrenten gibt es Goldman Sachs für jedermann: Anlegen bei den Goldmännern ab einem Dollar.

Die New Yorker Bank hat jetzt keine Untergrenze mehr, ab der sie Geld von Anlegern annimmt. AFP; Files; Francois Guillot

Goldman-Sachs-Zentrale

Die New Yorker Bank hat jetzt keine Untergrenze mehr, ab der sie Geld von Anlegern annimmt.

DüsseldorfVor einem Jahr hatte Goldman Sachs einen Teil der Finanzsparte des Industriekonglomerats General Electric gekauft. Jetzt tritt das Geschäft im Internet unter dem Namen „GS Bank“ auf. Seit gestern lockt die Webseite der Bank Kunden mit einem Zins von 1,05 Prozent ab dem ersten Dollar. Das Angebot gilt nur in den USA.

Goldman Sachs hatte im August 2015 mit der Übernahme der GE Capital Bank ein Kundenvermögen in Höhe von 16 Milliarden Dollar übernommen. Über den Kaufpreis der Einheit war Stillschweigen vereinbart worden. Die Übernahme war im März von der US-Notenbank Federal Reserve genehmigt worden.

„Die Transaktion verbessert die Vielfalt der Finanzierungsquellen und stärkt das Liquiditätsprofil von Goldman Sachs und der GS Bank“, so Robin Vince, der bei Goldman Sachs die Finanzierung verantwortet. „Wir freuen uns jetzt Einlagen online annehmen zu können.“

Die größten US-Banken (nach Bilanzsumme)

Platz 10

State Street

227 Milliarden Euro


Stand: Anfang November 2015. Quelle: Bloomberg, EU-Kommission

Platz 9

PNC Financial

285 Milliarden Euro

Platz 8

BoNY Mellon

318 Milliarden Euro

Platz 7

US Bancorp

333 Milliarden Euro

Platz 6

Morgan Stanley

662 Milliarden Euro

Platz 5

Goldman Sachs

708 Milliarden Euro

Platz 4

Wells Fargo

1394 Milliarden Euro

Platz 3

Citigroup

1523 Milliarden Euro

Platz 2

Bank of America

1739 Milliarden Euro

Platz 1

JP Morgan

2127 Milliarden Euro

Kundeneinlagen gelten als stabile Finanzierungsquelle für Banken, da Sparer in der Regel große Treue zu ihrem Institut haben – auch in Zeiten von Finanzkrisen. Aus ähnlichen Motiven hatte die Deutsche Bank einst die Postbank erworben, wurde mit dem Zukauf allerdings nicht glücklich. Die Postbank steht derzeit zum Verkauf.

Goldman Sachs legt am Dienstag seine Geschäftszahlen vor. Analysten erwarten einen Rückgang bei Gewinn und Umsatz. Beim Konkurrenten Morgan Stanley etwa war der Überschuss um 54 Prozent eingebrochen, bei Goldman Sachs könnte es in einem ähnlichen Umfang abwärts gehen.

Von

mdo

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