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23.10.2014

15:52 Uhr

Heizen mit Öl, Gas und Strom

Wo Kunden beim Heizen sparen können

Jahrelang kannten die Heizkosten nur eine Richtung: nach oben. Nun scheint der Trend gebrochen – zumindest, was bestimmte Rohstoffe angeht. Wo es die besten Tarife gibt und wie Verbraucher ansonsten sparen können.

Heizen könnte günstiger werden – zumindest für die, die nicht auf Strom angewiesen sind. dpa

Heizen könnte günstiger werden – zumindest für die, die nicht auf Strom angewiesen sind.

DüsseldorfDer Herbst ist da – und damit auch die Heizsaison. So mancher Verbraucher wird mit flauem Gefühl im Magen an die zurückliegenden Jahre denken. Die warmen vier Wände hatten die Deutschen zuletzt immer mehr gekostet. Im Durchschnitt hat ein Haushalt für Heizung und Warmwasser im Jahr 2000 noch 684 Euro bezahlt. 2012 waren es bereits 1070 Euro. In dem Zeitraum hat sich der Preis für leichtes Heizöl verdreifacht, für Erdgas haben sich die Kosten verdoppelt. Weil auch Strom und Benzin teurer geworden sind, war schnell von „Energiearmut“ die Rede.

Nun scheint der Trend allerdings gebrochen. Für Gas sind die Preise seit zwei Jahren stabil und Heizöl wird von Jahr zu Jahr billiger. Von 2012 auf 2013 etwa ist Heizöl im Durchschnitt um sechs Prozent gesunken, meldet die Beratungsgesellschaft co2online. Nach einem kräftigen Preisrutsch Anfang Oktober waren 100 Liter Heizöl hier und dort schon für weniger als 75 Euro (bei Abnahme von 3000 Litern) zu haben.

Fehler bei der Nebenkostenabrechnung (1)

Verwaltungskosten

Verwaltungskosten, wie zum Beispiel Kosten für die Hausverwaltung, Bankgebühren, Porto, Zinsen, Telefon usw. sind nie Betriebskosten. Der Mieter muss nicht zahlen, egal, was im Mietvertrag steht.

Reparaturkosten

Reparaturkosten muss der Mieter nicht zahlen. Reparaturen im Haus oder in der Wohnung sind immer Sache des Vermieters und nie Betriebskosten.

Eigentumswohnungen

Insbesondere Mieter einer Eigentumswohnung finden in ihrer Abrechnung häufig die Positionen Verwaltungskosten und Instandhaltungskosten beziehungsweise -rücklagen. Der Vermieter hat dann die Abrechnung der Wohnungseigentümergemeinschaft einfach an die Mieter weitergeleitet. Das geht nicht. Eigentümer müssen diese Kosten zahlen. Mieter nicht.

Gewerberäume

Geschäfte, Firmen oder Büros verursachen höhere Betriebskosten als Wohnungen. So sind zum Beispiel die Grundsteuern höher. Ein Friseurgeschäft oder eine Gaststätte haben auch einen höheren Wasserbedarf. Geschäfte mit großen Schaufenstern verursachen höhere Versicherungsprämien. Der Vermieter muss das bei der Kostenverteilung berücksichtigen. Wohnungsmieter bezahlen nur, was auf die Mietwohnungen anteilmäßig entfällt, wenn die Kosten für Gewerbe deutlich höher sind.

Wartungskosten

Wartungskosten, zum Beispiel für einen Fahrstuhl, sind Betriebskosten. Häufig verbergen sich unter dem Begriff Wartungskosten aber auch Reparaturkosten, die muss der Mieter nie zahlen. Vorsicht bei so genannten Vollwartungsverträgen. Die Vollwartung beinhaltet auch die Durchführung von Reparaturen. Deshalb können hier wegen versteckter Reparaturkosten bis zu 50 Prozent abgezogen werden.

Hausmeister

Gartenpflege und/oder Treppenhausreinigung gehören zu den typischen Hausmeisterarbeiten. Werden diese Kostenarten einzeln abgerechnet, obwohl es einen Hausmeister gibt, muss nachgehakt werden, sonst besteht die Gefahr der Doppelzahlung.

Mädchen für alles

Hausmeister sind in den meisten Fällen “Mädchen für alles”. Das heißt, sie erledigen fast immer auch kleinere Reparaturen und übernehmen Verwaltungsaufgaben. Das sind aber keine Betriebskosten. Von den Hausmeisterkosten müssen dann entsprechende Abzüge gemacht werden.

Gartenpflegekosten

Nur die immer wiederkehrenden (das heißt ständigen) Gartenpflegekosten sind Betriebskosten. Wird der Garten völlig neu angelegt, muss der Mieter das nicht zahlen.

Quelle

Ratgeber Mietnebenkosten, eine gemeinsame Publikation des DMB, der Verbraucherzentrale NRW und der ARD, ISBN 978-3-86336-616-2. Bestellbar unter www.vz-ratgeber.de

Das hat es zuletzt im Januar 2011 gegeben, vor fast vier Jahren. Und es könnte noch weitergehen: „Das muss noch nicht das Ende des Abwärtstrends einläuten“, heißt es im Fachportal der Firma Tecson, eines Herstellers von Tankmesstechnik. „Im Gegenteil ist der Abwärtstrend bei den Rohölpreisen bestens intakt und der Euro konnte sich in den vergangenen Wochen stabilisieren.“

In der Tat: Seit Juli sinkt der Ölpreis, mittlerweile ist die Marke von 90 Dollar deutlich unterschritten. Erste Experten warnen vor Panikverkäufen und einer Abwärtsspirale am Ölmarkt. „Rohstoffpreise reagieren auf Rezessionsängste mit Abschlägen“, sagt etwa Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst EID.

Je billiger Öl aber wird, desto günstiger dürfte auch Gas werden. Nach wie vor folgen die Gaspreise tendenziell den Ölpreisen, wenngleich die Bindung lockerer geworden ist. Die Krise um die Ukraine hat bislang – zum Erstaunen einiger Experten – keine nennenswerten Auswirkungen auf den Gaspreis gezeigt.

Die europäischen Gasspeicher sind gut gefüllt. Selbst bei einer schweren Lieferkrise könnte Europa wohl weitgehend Industrie und Haushalte über den Winter versorgen. Wer in Ihrer Stadt der günstigste Anbieter ist, ermittelt für Sie der Gas-Tarif-Vergleich auf Handelsblatt Online.

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