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15.10.2013

16:06 Uhr

Kfz-Versicherung

So sparen Autofahrer Hunderte von Euro

VonThomas Schmitt

Die Preise für die Autoversicherung steigen weiter. Doch wer jetzt kündigt und wechselt, kann viel sparen. Wie die Versicherer an der Preisschraube drehen und wo es viel Leistung für wenig Geld gibt.

Die Zeitschrift Finanztest hat rund 150 Tarife von Autoversicherern bewertet. Versicherungskunden können durch einen Wechsel viel Geld sparen.

Die Zeitschrift Finanztest hat rund 150 Tarife von Autoversicherern bewertet. Versicherungskunden können durch einen Wechsel viel Geld sparen.

DüsseldorfBald flattern wieder die Rechnungen der Autoversicherer ins Haus. In vielen Fällen dürfte darin eine Preiserhöhung stecken – entweder verdeckt oder ganz offen. Denn den Autoversicherern geht es nach wie vor schlecht. Sie müssen daher an der Preisschraube drehen und ihre Verluste an den Kunden weitergeben.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Autoversicherer kräftig zugelangt. Ihre Einnahmen stiegen deshalb deutlich. Dennoch blieben die Zahlen der Branche rot. Die Folge sind nun in diesem Jahr weitere Erhöhungen. Zuletzt waren die Preise in der Autohaftpflicht um vier Prozent gestiegen. Sogar 4,5 Prozent sind es im Schnitt in der Vollkaskoversicherung.

Was ist der Grund dafür? In diesem Jahr gab es besonders viele Unwetter, durch die Fahrzeuge beschädigt worden sind. So waren in Süddeutschland gleich 6000 Autos auf einen Schlag betroffen. Das treibt die Kosten der Versicherer in die Höhe. Auch die niedrigen Zinsen wirken sich negativ aus. Früher konnten die Versicherer Verluste wegen hoher Schäden durch ordentliche Zinseinnahmen ausgleichen. Doch das ist kaum mehr möglich.

Das macht die Autoversicherung teurer - oder billiger

Individuelle Merkmale

In der Autoversicherung beeinflussen einige Faktoren besonders stark den Preis. Die meisten machen die Versicherung teurer, einige sorgen aber auch für eine Entlastung im Geldbeutel.

Quelle: Finanztest, November 2013

Werkstattbindung

Wer sich verpflichtet, bei einem Unfall eine bestimmte Werkstatt aufzusuchen, zahlt bis zu 15 Prozent weniger Prämie.

Stellplatz

Wenn das Auto sicher steht, kann es nicht so leicht durch einen Sturm beschädigt werden. Bei einer  Garage an einem Haus mit Gebäudeversicherung sind bis zu elf Prozent Ermäßigung drin.

Rabattschutz

Früher war dieser oft im Tarif enthalten. Wer jetzt einen oder mehrere Unfälle frei haben möchte, ohne hochgestuft zu werden, zahlt bis zu 25 Prozent Prämie mehr.

Halter

Wird der Wagen nicht vom Versicherungsnehmer gehalten, kostet dies bis zu 30 Prozent mehr.

Fahrzeugalter

Bis zu 40 Prozent mehr zahlen Autofahrer, wenn ihr Wagen elf Jahre  oder älter ist. Bei einem vier Jahre alten Fahrzeug beträgt der Aufpreis nur neun Prozent.

Alter des Kunden

Ein 20-Jähriger muss mit einem Aufpreis von zehn bis 70 Prozent rechnen, ein 70-Jähriger zahlt bis zu 28 Prozent mehr.

Fahrleistung

Wer viel fährt, zahlt viel. Bei 31.000 Kilometern im Jahr beträgt der Aufschlag bis zu 91 Prozent. Nur bis zu 26 Prozent sind es bei 15.000 Kilometern im Jahr.

Fahrerkreis

Wer allein fährt, kommt gut weg. Auch der Partner zahlt nicht drauf. Doch wenn Kinder mitfahren dürfen, dann beträgt der Aufpreis schnell 80 bis 100 Prozent. Ähnliches gilt, wenn der Fahrerkreis unbestimmt ist.

 

Wen treffen die Preiserhöhungen besonders? Die Antwort der Versicherer darauf lautet: Autofahrer, die erfahrungsgemäß riskanter als andere fahren und daher besonders häufig Unfälle bauen. Diese sogenannten schlechten Risiken müssen mehr als andere für ihre Versicherung zahlen.

Das Risiko machen die Versicherer an bestimmten Kriterien fest, die beim Vertragsabschluss abgefragt werden. Wer viel fährt, keine Garage hat, sehr jung oder sehr alt ist, gehört zu diesen Risikogruppe, erläutert  Beate-Kathrin Bextermöller von der Zeitschrift Finanztest.

Ihr Team hat gerade 150 Tarife von 71 Autoversicherern geprüft – und damit einen wichtigen Ausschnitt aus dem deutlich größeren Gesamtmarkt erfasst. Dabei stellten die Tester erhebliche Unterschiede fest, vor allem beim Preis.

Kommentare (4)

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Versicherer

15.10.2013, 17:26 Uhr

Es geht bei der Prämie eigentlich nur um die soziale Stellung. 1) Können Sie sich ein Haus leisten? 2) Können Sie sich wenigstens eine Wohnung leisten 3) Wenn Sie schon kein Wohneigentum haben, haben Sie dann wenigstens genug Kohle sich eine Garage leisten zu können? 4) Können Sie denn ein Auto bar bezahlen 5) Kaufen Sie sich einen Neu- oder Jahreswagen oder können Sie sich nur einen alten leisten ... Dies entscheidet in unserer Region ob man 120 EUR oder 240 EUR Haftpflichtprämie zahlt. Ob das Auto 3 oder 8 Zylinder hat, ist dabei egal.

Account gelöscht!

16.10.2013, 01:54 Uhr

Obwohl ich weit überdurchschnittlich verdiene, habe ich seit 8 Jahren kein Auto mehr. Ich lasse mich nämlich weder abzocken, noch in ich gewillt, Millionengehälter von Autovorständen zu finanzieren.

Spritsparer

16.10.2013, 08:55 Uhr

@Andre

Meine Zustimmung! Ich selbst steuere nur noch - im Gegensatz vergangener Zeiten - den nächsten Bahnhof an. Ich spüre die Entlastung deutlich. Vater Staat greift beim Sprit auch rigoros ab.

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