Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.12.2016

20:39 Uhr

Kosten für Girokonten

Die meisten Bankkunden verstehen Preismodelle nicht

Verbraucherschützer sind alarmiert: Ein Großteil der Bankkunden versteht die Preismodelle für Girokonten nicht. Nicht einmal jeder Dritte hält die Kosten für transparent. Trotzdem wechselt kaum jemand das Institut.

Wie die Kosten für ein Girokonto zustande kommen, wissen die meisten Verbraucher nicht. Imago

Ratlose Kunden

Wie die Kosten für ein Girokonto zustande kommen, wissen die meisten Verbraucher nicht.

HamburgAm Montag Ein Großteil der Verbraucher versteht die Preismodelle der Banken für Girokonten nicht: Nur 31 Prozent halten diese für transparent, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentralen zeigt. Da zahlreiche Kreditinstitute gerade erhebliche neue Gebühren für Girokonten einführten, sei das ein „Befund, der uns aufhorchen lässt“, sagte Carmen Friedrich von der Verbraucherzentrale Sachsen dem „Spiegel“. Manche Banken verlangten mittlerweile für jede einzelne Buchung Geld.

Weitere Entgelte hinzu genommen, kämen schnell 15 bis 20 Euro pro Monat zusammen. Dazu addierten sich Kosten insbesondere für Kreditkarten. „Die kommen schon mal auf 40 bis 60 Euro im Jahr. Und oft sind Versicherungen damit verbunden, die man dann eventuell doppelt hat, oder Shoppingvorteile, auf die man keinen Wert legt“, sagte Friedrich dem Magazin.

Gebühren für Online-Banking: Diese Sparkasse kassiert pro Klick

Gebühren für Online-Banking

Diese Sparkasse kassiert pro Klick

Kontoführungsgebühren? Kennt man inzwischen. Überweisungsentgelte? Ein alter Hut. Die Sparkasse Soest bittet ihre Kunden kreativ zur Kasse – und verlangt pro Klick beim Online-Banking einen kleinen Geldbetrag.

Trotzdem informieren sich laut Umfrage nur 23 Prozent der Verbraucher regelmäßig darüber, ob es Preisänderungen beim eigenen Girokonto gab. Auch ein Wechsel der Bank ist demnach die Ausnahme: 75 Prozent der Kunden gaben bei der Befragung im September an, sich bei ihrem Institut gut aufgehoben zu fühlen. Verbraucherschützerin Friedrich riet deshalb im „Spiegel“: „Man sollte jetzt darüber nachdenken, wie viel einem die Leistungen des Girokontos wert sind, und wo Einsparpotenzial steckt.“ Auch geringfügige Gebühren könnten sich auf Jahressicht zu ärgerlich hohen Beträgen summieren.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×