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05.01.2017

12:18 Uhr

Kostenloses Girokonto

Das Ende einer Epoche naht

Viele Banken und Sparkassen haben dem kostenlosen Girokonto den Kampf angesagt. Die Zeit der gebührenfreien Kontoführung geht wegen der Niedrigzinsen zu Ende. Doch nicht alle heben die Gebühren an.

Nur noch wenige Banken verlangen für die Kontoführung kein Geld. dpa

Kontoführungsgebühren

Nur noch wenige Banken verlangen für die Kontoführung kein Geld.

KölnKostenlose Girokonten werden immer mehr zu einem Auslaufmodell. Hatten Banken und einige Sparkassen das Gratiskonto lange gezielt zur Kundenakquise eingesetzt, zwingen Kostendruck, teure Filialen und die anhaltenden Niedrigzinsen die Institute zum Umdenken. Als eine der größten deutschen Banken hatte zuletzt die Postbank ab 1. November 2016 mit einer Umstellung das bedingungslose Gratis-Girokonto endgültig abgeschafft. Die Hypovereinsbank hatte diese schon Mitte des Jahres getan.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, hatte bereits im vergangenen Frühjahr einen Weckruf an die Geldbranche gesandt: „Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei“. Auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin wies mehrfach darauf hin, dass Kontoführungsgebühren sinnvoll seien. Und Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß machte bei der Vorstellung der neuen Kontomodelle deutlich: „Die Kontoführung war schon immer eine Dienstleistung der Bank“.

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Die Zeitschrift „Finanztest“ ist fündig geworden. Noch gibt es Banken, die ihre Girokonten gratis anbieten. Doch der Trend ist eindeutig: Wer ein kostenloses Konto haben möchte, muss lange suchen.

Wie viele Banken, Sparkassen oder Volksbanken zum Jahresbeginn weiter an der Gebührenschraube drehen, ist nicht klar. Die Kreissparkasse Köln gehört aber ebenso dazu wie die Sparda Banken in Münster, Hamburg und Hessen. Die Haspa in Hamburg, die Berliner Sparkasse und Münchener Bank hatten schon im Verlauf 2016 die Preise angehoben, die Sparkasse KölnBonn 2015.

Nach Angaben von Max Herbst von der Frankfurter Finanzberatung FMH arbeiten Banken heute im Prinzip mit zwei Modellen - einer Flatrate, also einem monatlichen Festbetrag, der alle Dienstleistungen abdeckt oder eine Einzelabrechnung für jeden Bankvorgang. Dazu gehören Überweisungen ebenso wie das Geldabheben am Automaten. „Um eigene Erträge aufzubessern, kassieren Banken nun auch für bisher kostenlose Leistungen oder machen einzelne Leistungen teurer, resümierte vor wenigen Monaten die Fachzeitschrift „Finanztest“.

Kommentare (2)

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Herr Jo Ho

04.01.2017, 17:11 Uhr

Wechseln und entspannt bleiben. Man muss ja nicht bei der SKP bleiben. Hier mal eine Auswahl an kostenfreien Girokonten, die sogar verzinst oder mit einem Startguthaben belegt sind:
http://8je.de/DKB
und
http://8je.de/comdirect
LG

Frau Lana Ebsel

04.01.2017, 17:15 Uhr

Man könnte langsam glauben, die Medien haben den Auftrag, das Ende der kostenlosen Girokonten herbeizuschreiben.

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