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17.02.2014

06:16 Uhr

Kreditkarten

Die besten Kreditkarten für Kinder

VonJulia Rotenberger

Wer beim Shopping über die Stränge schlägt oder Kinder mit Bargeldersatz ausstatten möchte, weiß Prepaid-Kreditkarten mit festem Limit zu schätzen. Einige Karten haben aber ihre Tücken. Kunden können Minus machen.

Eis, Comic oder Schokolade? Auch Kinder können mit Kreditkarten zahlen. Getty Images

Eis, Comic oder Schokolade? Auch Kinder können mit Kreditkarten zahlen.

DüsseldorfMit der Kreditkarte bezahlen und auf dem Konto dennoch immer im Plus sein – mit diesem Versprechen werben Banken für ihre Prepaid-Kreditkarten. „Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung“ nennt zum Beispiel die Hamburger Sparkasse (Haspa) ihr Angebot. Bei 29 Millionen Partnerunternehmen weltweit könnten die Kunden damit zahlen, heißt es auf der Webseite. Und das Beste: „Sie bestimmen ihr Limit selbst“. Kein Raum für Shopping-Exzesse – keine Schulden.

Das Prinzip ist einfach: Ähnlich wie beim Handy kann man die Prepaid-Kreditkarte jederzeit aufladen und solange damit einkaufen, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Bei den weit verbreiteteren Debit-Kreditkarten rechnet die Bank dagegen alle Ausgaben am Monatsende zusammen und bucht sie vom Girokonto ab.

Wann die EC-und Kreditkarten im Ausland nicht funktionieren

EC-Karte

Mit Maestro-Karten, die das Girokonto sofort belasten, können Bankkunden normalerweise weltweit zahlen oder Geld abheben. Besonders viele Vertragspartner und Geldautomaten stehen in Europa. Trotzdem funktionieren die Karten häufig nicht. Das kann mehrere Gründe haben. Vor Reiseantritt notieren sich Urlauber für alle Fälle Karten- und Kontonummer.

Auffällige Konto-Bewegungen

Bei jeder von einer EC-Karte ausgelösten Buchung läuft im Rechenzentrum der Banken eine Sicherheitssoftware mit, die Betrug frühzeitig erkennen und durch Kartensperren verhindern soll. Dabei kann es auch zu ungewollten Sperren kommen. Für Kunden ist es schwierig, sich darauf einzustellen. So zog ein Institut in Barcelona die Karte eines Studenten wegen auffälliger Bewegungen ein. Er hatte in kurzer Zeit zweimal hintereinander am selben Automaten Geld abgehoben.

Dispo-Auslandssperre

Postbank, Deutsche Bank sowie einige Volks- und Raiffeisenbanken haben die Möglichkeit zur Überziehung bei den EC-Karten fürs außereuropäische Ausland gesperrt. De facto gilt hier ein Null-Limit. Kunden können es auf Anfrage vor einer Reise heraufsetzen lassen. Wer das nicht tut, steht womöglich mit leeren Händen da. Nötig ist dazu ein Anruf in der Filiale.

Minus auf dem Konto

Ist das Konto im Minus, bewegt sich aber innerhalb des Verfügungsrahmens können Kunden im Inland problemlos Geld mit ihrer Karte ziehen. Im Ausland steht dieser Verfügungsrahmen bei manchen Banken plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Vor allem Länder außerhalb der Eurozone sind von dieser Regelung oft betroffen.

Technische Pannen

Neben Defekten an Chips oder Magnetstreifen ist ein weiterer Grund für das Nichtfunktionieren der Karten die Umstellung der Institute auf ein neues Bezahlsystem. So wird bei EC-Karten in Deutschland seit einigen Jahren mit dem Maestro-System bezahlt. Das ist ein Abbuchungsdienst vom Kreditkarten-Unternehmen MasterCard, das mittels Magnetstreifen funktioniert. Da Chipkarten als sicherer gelten, führen manche Institute so genanntes V-Pay ein, das Konkurrenz-Produkt von Visa. Vor allem die Postbank rüstet hier um. Wermutstropfen: Einkaufen mit der neuen Karte Glückssache. Denn längst nicht alle Händler haben umgerüstet. Und in beliebten Urlaubsländern wie den USA oder Ägypten funktioniert die Technik generell nicht.

Kreditkarten

Mit ihnen kann man grundsätzlich weltweit zahlen, solange Vertragspartner und Bankautomaten die jeweiligen Karten annehmen. Zum Geldabheben sind Kreditkarten allerdings meist teurer als EC-Karten. Zudem wird selten beim Bezahlen im Inland der PIN verlangt. Viele Kreditkartenbesitzer sollten sich ihre Geheimnummer daher vor dem Urlaub gut einprägen und sich vor Reiseantritt die Kartennummer notieren. Zudem sollten sie sicherstellen, dass die letzte Abrechnung bezahlt ist.

Auffällige Kontobewegungen

Auch bei Kreditkarten sind auffällige Kontenbewegungen und die Auslieferung von defekten Karten ein Thema. Bei auffälligen Käufen oder Abhebungen können Sicherheitsbeamte ohne Nachfrage die Bezahlfunktion abstellen.

Geldreservierungen

Manche Reiseveranstalter, Airlines und Hotels lassen bei einer Reservierung die entsprechende Summe oft im Voraus blocken. Dann ist der Rahmen schneller ausgereizt als gedacht.

Alternative I: Reiseschecks

Sie können vor Antritt der Reise gegen Gebühr in der entsprechenden Landeswährung gekauft werden. Zahlreiche Geldinstitute nehmen sie weltweit an. Vorteil: Die Schecks sind versichert und werden bei Verlust vor Ort binnen 24 Stunden ersetzt, sofern sich der Kunde als Käufer ausweisen kann.

Alterbnative II: Bargeld

Auch wenn es verpönt ist, Cash gehört in jede Urlaubskasse. In einigen Ländern gelten allerdings Obergrenze für die Einführung von Devisen.

Alternative III: Blitzüberweisung

Wenn alle Stricke reißen, das Portemonnaie futsch ist und Urlauber ohne Geld dastehen, besteht die Möglichkeit einer Blitzüberweisung. Der Finanzdienstleister Western Union bietet sie in Zusammenarbeit mit der Postbank und der Reisebank an. Auch MoneyGram ist hier in Kooperation mit den Sparkassen tätig. Damit kann binnen weniger Minuten Geld von einer Postfiliale an eine Auszahlstelle im Urlaubsland überwiesen werden. Wer nicht selbst Online-Kunde bei der Postbank ist, braucht eine Vertrauensperson, die während des Urlaubs in Deutschland ist und sich in eine Postfiliale begeben kann. Nach dem Ausfüllen eines Formulars informiert sie den Urlauber über die Auftragsnummer und teilt mit, wo er sich sein Geld auszahlen lassen kann. Der Empfänger sucht die Agentur auf und erhält mit der Auftragsnummer und der persönlichen Identifikation das Geld.

Übersteigen die Kreditkartenbuchungen dann das Kontoguthaben, geht es schnell ins Minus. Durch Prepaid soll das vermieden werden. Deshalb sind die bunten Plastikkarten nicht nur bei Eltern beliebt, die die Ausgaben ihrer Kinder kontrollieren wollen. Auch Menschen, die Schwierigkeiten haben, an eine normale Kreditkarte zu kommen, können diese Variante nutzen. Man braucht für sie keine Schufa-Auskunft.

Doch wer glaubt, dass das Wort „Prepaid“ tatsächlich die volle Gebührenkontrolle bedeutet, liegt falsch. Denn auch die im Voraus aufgeladenen Kreditkarten bergen Kostenfallen, kritisieren Verbraucherschützer. Etwa Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Verbraucherschützer haben die Angebote von 25 Banken verglichen. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Bei mehr als der Hälfte der Kreditkartenanbieter fanden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Klauseln, die ein Überziehen der Kreditkarte über das Limit hinaus ermöglichten“, sagt Oelmann.

Das gilt auch für die „Haspa Prepaid Karte“ In den Geschäftsbedingungen heißt es dort: „Etwaige nicht vom Kartenguthaben gedeckte Kartenverfügungen und/oder Entgelte werden dem im Kartenantrag angegebenen Abrechnungskonto belastet.“

Neben der Commerzbank und der PSD Rhein-Ruhr gehört die Sparkasse zu den Banken, die von den Verbraucherschützern deshalb abgemahnt wurden. Sowohl die Commerzbank als auch die PSD Rhein Ruhr haben inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Genossenschaftsbank möchte künftig auf die Bezeichnung „Prepaid“ verzichten. Die Haspa verteidigt ihre Vertragsklauseln hingegen vor Gericht – Ausgang offen.

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

17.02.2014, 08:12 Uhr

Na, Frau Rotenberger, Rechtschreibung ist auch nicht so ganz Ihr Ding, oder? Als Journalistin sollte es das aber. "Über die Stränge schlagen" hat nullkommanull mit "streng" zu tun, auch wenn man Kindern, die ihr finanzielles Limit überschreiten, mit Strenge begegnen sollte. Wenn schon der gemeine Journalist nicht mehr ordentlich schreiben kann, wie soll man es vom Restvolk erwarten?

HofmannM

17.02.2014, 08:18 Uhr

Die Kinder können deswegen nicht mehr mit Geld und Zahlen umgeben, weil die Kinder in der Schule immer weniger über die wirtschaftlichen und Finanzierungsvorgänge gelehrt werden. Statt Wirtschaft und Finanzmathematik wird immer mehr Sozial- und Sexualthemen in den Mittelpunkt der Schulen gerückt. Bestes Beispiel dafür ist der grünsozialistische Bildungsplan der Baden Württembergischen Regierung.

Beobachter

17.02.2014, 08:40 Uhr

@ Guzzi_Cali2

... gleiches gilt auch für viele Kommentatoren ( siehe HoffmanM )!

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