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04.12.2013

16:20 Uhr

LBS-„Weihnachtsgeschenk“

Verbraucherzentrale warnt vor „vergiftetem“ Angebot

Die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse lockt ihre Kunden mit einem „Weihnachtsgeschenk“-Angebot an. Doch laut der Verbraucherzentrale Hamburg diene dies nur dazu, Kunden mit hoch verzinsten Verträgen loszuwerden.

Antrag für einen Bausparvertrag: „Finger weg von diesem verlockenden Extra-Weihnachtsgeld“. dpa

Antrag für einen Bausparvertrag: „Finger weg von diesem verlockenden Extra-Weihnachtsgeld“.

HamburgDie Verbraucherzentrale Hamburg hat Kunden der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse vor einer als „Weihnachtsgeschenk“ aufgemachten Sonderkündigungsaktion für ihre Bausparguthaben gewarnt. „Finger weg von diesem verlockenden Extra-Weihnachtsgeld“, riet Immobilienexperte Christian Schmid-Burgk am Mittwoch. Das „vergiftete“ Angebot diene nur dazu, Kunden mit hoch verzinsten Verträgen loszuwerden.

Laut der Verbraucherzentrale zielt die Aktion auf Bausparer mit derzeit vergleichsweise hoch verzinsten Verträgen. Für die Bausparkassen entwickeln sich diese aufgrund des gegenwärtig sehr niedrigen allgemeinen Zinsniveaus zu einer großen Belastung. Sie sind daher bestrebt, deren Zahl zu senken.

Eine LBS-Sprecherin betonte, das Angebot sei vollkommen unverbindlich und der Kunde habe „die absolute Wahlfreiheit“: „Wer das Geld nicht benötigt, erteilt keinen Auszahlungsauftrag. Und wer es gerade gut brauchen kann, nutzt die Gelegenheit.“

Wo das Geld der Deutschen liegt

Geldvermögen gesamt

2010: 4.645,4 Milliarden Euro

2011: 4.710,2 Milliarden Euro

2012: 4.939,0 Milliarden Euro

Quelle: Deutsche Bundesbank, 03.05.2013

Bargeld und Sichteinlagen

2010: 914,1 Milliarden Euro

2011: 953,3 Milliarden Euro

2012: 1.056,9 Milliarden Euro

Termingelder

2010: 262,6 Milliarden Euro

2011: 280,5 Milliarden Euro

2012: 274,4 Milliarden Euro

Spareinlagen

2010: 609,1 Milliarden Euro

2011: 608,2 Milliarden Euro

2012: 608,0 Milliarden Euro

Sparbriefe

2010: 75,0 Milliarden Euro

2011: 85,4 Milliarden Euro

2012: 75,5 Milliarden Euro

Festverzinsliche Wertpapiere

2010: 254,1 Milliarden Euro

2011: 247,1 Milliarden Euro

2012: 238,2 Milliarden Euro

Aktien

2010: 243,5 Milliarden Euro

2011: 221,5 Milliarden Euro

2012: 259,1 Milliarden Euro

Sonstige Beteiligungen

2010: 179,1 Milliarden Euro

2011: 185,2 Milliarden Euro

2012: 193,4 Milliarden Euro

Investmentzertifikate

2010: 435,4 Milliarden Euro

2011: 394,9 Milliarden Euro

2012: 420,1 Milliarden Euro

Ansprüche gegenüber Versicherungen

2010: 1.358,1 Milliarden Euro

2011: 1.400,2 Milliarden Euro

2012: 1.468,9 Milliarden Euro

Ansprüche aus Pensionsrückstellungen

2010: 284,3 Milliarden Euro

2011: 295,4 Milliarden Euro

2012: 306,6 Milliarden Euro

Sonstige Forderungen

2010: 39,0 Milliarden Euro

2011: 38,4 Milliarden Euro

2012: 37,9 Milliarden Euro

Schon in den vergangenen Monaten gab es Meldungen, dass Institute Bestandskunden mit relativ hoch verzinsten Altverträgen kündigen würden. Das geht aber nur, wenn diese bereits voll bespart sind, ohne dass der Kunde das Kapital – wie vertraglich vorgesehen – für bauwirtschaftliche Einsatzzwecke abfordert.

Die Aktion der LBS Nord zielt nach Darstellung der Verbraucherschützer darauf, Kunden freiwillig zu einer Kündigung zu bewegen. Im Gegenzug sichere die LBS Nord ihnen zwar zu, auf die sonst üblichen Kündigungsfristen und Abschläge bei vorzeitiger Vertragsauflösung zu verzichten, erklärte Schmid-Burgk. Kunden sollten das jedoch nicht tun, denn: „Nirgendwo sonst bekommt man im Moment noch sichere Zinsen von bis zu vier Prozent auf sein Erspartes.“

Von

afp

Kommentare (1)

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Vroni

10.12.2013, 18:14 Uhr

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