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18.03.2013

15:22 Uhr

Lebensversicherungen

Garantiezins bleibt konstant

VonJens Hagen

Der Garantiezins für Lebensversicherung dürfte auch im nächsten Jahr konstant bleiben. Die 1,75 Prozent lassen viele Kunden kalt, Versicherer arbeiten bereits an neuen Produkten.

gms

Die Kunden können hoffen: Wie zu Beginn eines jeden Jahres hat die Deutsche Aktuarvereinigung auch in diesem Jahr eine Empfehlung über die Höhe des Rechnungszinses in der Lebensversicherung für 2014 abgegeben: Die DAV schlägt für das Jahr 2014 vor, den Höchstrechnungszinssatz für Lebensversicherungsverträge mit Zinsgarantie unverändert bei 1,75 Prozent zu belassen. Zuletzt wurde der Garantiezins Anfang 2012 von 2,25 Prozent um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Wer zwischen Juli 2000 und Ende 2003 abgeschlossen hatte erhielt noch 3,25 Prozent.

Die Berechnung des Zinssatzes erfolgte – wie in den Vorjahren – in Anlehnung an die Umlaufsrendite von Staatsanleihen mit Spitzenrating im Euro-Währungsgebiet mit einer Laufzeit von zehn Jahren im Jahr 2012. Die Empfehlung der DAV basiert damit auf der Grundlage der aktuellen Gesetzeslage. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kapitalmarktkrise sind die weiteren ökonomischen, finanziellen und rechtlichen Entwicklungen im Euroraum nur schwer abzuschätzen. In der derzeitigen Niedrigzinsphase und bei steigender Zinsvolatilität hält die DAV es für dringend angezeigt, die weitere Zinsentwicklung genau zu beobachten.

Verschiedene Versicherer arbeiten an Policen, die ohne einen Garantiezins auskommen. So will die Allianz Leben im Juli eine neue Rentenversicherungs-Produktfamilie vorstellen, die zusätzlich zu den klassischen Policen angeboten werde. Dabei werde den Kunden keine Mindestverzinsung mehr über die ganze Laufzeit des Vertrags garantiert. Das soll sich aber in deutlich höheren Renditen niederschlagen. „Der Renditeaufschlag wird signifikant sein.“, kündigte der Chef der Lebensversicherungs-Sparte, Markus Faulhaber an.

Die Versicherer haben in den vergangenen Jahren nicht nur den Garantiezins abgesenkt, sondern auch die Überschussbeteiligung. Nach einer Analyse des Ratinghauses Morgen & Morgen senkten acht von zehn Gesellschaften zum Jahreswechsel ihre Überschussbeteiligungen. Im Schnitt beträgt die durchschnittliche Gesamtverzinsung laut Morgen & Morgen nur noch 3,9 Prozent nach 4,1 Prozent im Vorjahr. Die Gesamtverzinsung setzt sich aus laufenden Überschüssen und Garantiezins zusammen und bestimmt maßgeblich die Rendite einer Police. Schon im vergangenen Jahr haben die Gesellschaften ihre Zinsen um durchschnittlich 0,4 Punkte gesenkt.

Kommentare (1)

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18.03.2013, 20:39 Uhr

Deutlich unter den Inflation... wer soll denn da noch eine Lebensversicherung abschließen? Zumindest keine Kapitalversicherung, höchstens noch Risikoversicherung.

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