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12.11.2015

15:25 Uhr

Mobiles Bezahlen

Handy ist Deutschen als Zahlmittel zu heikel

VonLaura de la Motte

Mobile Zahlmethoden gelten als der nächste große Trend. Doch die Deutschen sind skeptisch. Fast alle sehen Risiken. Und eine Mehrheit lehnt eine Nutzung sogar ganz ab. Das zeigt eine Studie der Postbank.

94 Prozent der Deutschen sehen Risiken beim mobilen Bezahlen. obs

Skeptische Verbraucher

94 Prozent der Deutschen sehen Risiken beim mobilen Bezahlen.

FrankfurtDie breite Masse der Deutschen steht dem Gebrauch des Handys zum Bezahlen noch sehr skeptisch gegenüber. Zwei Drittel von ihnen nutzt beispielsweise das Mobile Bezahlen nicht und plant auch nicht, dies zu tun, wobei die Abneigung bei Frauen (72 Prozent) noch stärker ausgeprägt ist als bei Männern (60 Prozent). Dies sind Ergebnisse der Postbank Studie „Der digitale Deutsche und das Geld“. Das Institut befragte dafür mehr als 6000 Bundesbürger, darunter 3000 Vertreter digitalaffiner Zielgruppen.

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Und selbst diejenigen, die der Nutzung aufgeschlossen sind, haben mit den Ablehnern gemeinsam, dass sie sich Sorgen machen. 94 Prozent der Deutschen sind der Meinung, das mobile Bezahlen sei mit Risiken verbunden. Knapp vierzig Prozent sagten, diese Sicherheitsbedenken hielten sie davon ab, dies zu nutzen.

Sie befürchten Betrugsversuche oder das Ausspähen ihrer Daten. Genauso viele Kunden haben aber auch einen viel simpleren Grund, warum sie elektronische Finanzdienste bislang nicht nutzen: Sie hatten bisher einfach noch keine Gelegenheit, sich mit dem Thema vertraut zu machen.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Eine Welt ohne Online-Shopping?

„Aus heutiger Sicht wäre das der Weg zurück in die Steinzeit“, lautete eine Antwort auf diese Frage. E-Commerce hat sich fest in den Alltag der meisten Menschen integriert. Die Deutschen sind insgesamt besonders positiv eingestellt. 61 Prozent der Deutschen Online-Shopper möchten auf diese bequeme Art des Einkaufs nicht mehr verzichten.

Faktor Zeit

„Zu den Zeiten einkaufen, die in mein Leben passen“ nennen in Deutschland vier von fünf Konsumenten als wichtigsten Vorteil. Eine echte Zeitersparnis haben 57 Prozent festgestellt. Mehr Zeit zu haben, empfinden dabei die meisten Deutschen als eine Entlastung im Alltag: 63 Prozent geben an, „viel weniger Stress beim Einkaufen als früher in der Stadt“ zu haben. 55 Prozent geben an, sich entspannter zu fühlen.

Faktor Angebotsvielfalt und Preis

„Genau das Produkt, das ich suche“ finden in der Regel zwei Drittel der Online-Shopper. Und zwar sehr schnell und zum günstigsten Preis. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, im Internet oft besonders individuelle Produkte zu finden, 62 Prozent schätzen es, dass sie Produkte finden, „die man im Geschäft beziehungsweise via Katalog nicht bekommen würde“.

Faktor Selbstbestimmung

Die Mehrheit der Käufer erlebt sich im Internet als „empowered consumer“. Zwei Drittel der Online-Shopper halten sich für besser informiert über Angebote und Preise als früher, nutzen gerne Bewertungen anderer Kunden und meinen, dass Konsumenten heute durch Kommentarfunktion und Empfehlungen beim Online- Kauf viel mehr Einflussmöglichkeiten haben.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Bei der Postbank zeigt man sich zuversichtlich, dass hier die digitalaffinen Deutschen einen wesentlichen Anteil daran haben, die innovativen Technologien bekannter zu machen und andere mit praxisrelevanten Informationen aus Nutzer-Sicht zu versorgen. „Die Begeisterung dieser Zielgruppe, durch neue Funktionen oder Services innovativer und mobiler als beispielsweise ihr Freundeskreis zu sein, hat übertragende Wirkung auf ihr gesamtes persönliches Umfeld“, ist sich Philip Laucks, Chief Digitalisation Officer der Postbank sicher.

Geldgeschäfte mit Smartphone erledigen – das trauen sich derzeit vor allem Deutsche zwischen 25 und 34 Jahren. 36 Prozent von ihnen machen heute bereits Online-Banking auf dem Handy (Mobile Banking), 22 Prozent verwenden eine App um ihre Finanzen zu verwalten. Und 21 Prozent dieser Altersgruppe setzen auf das Mobile Payment. Das heißt, sie benutzen ihr Smartphone, den Tablet-PC oder bezahlen kontaktlos mit ihrer Giro- oder Kreditkarte, um unterwegs bargeldlos einzukaufen.

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