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05.02.2015

12:49 Uhr

Nach Kritik an Dispokreditgebühr

Viele Sparkassen verzichten auf Überziehungszins

Weil sie dafür mehrfach in die Kritik geraten waren, überdenken mehrere Sparkasseninstitute nun offenbar ihre bisherige Dispozinspolitik. Damit folgen sie den Forderungen nach mehr Verbraucherschutz.

Für diese Kosten wurden sie zuletzt stark kritisiert: Sparkassen langten bei Dispokrediten oft mit sehr hohen Zinsen zu. dpa

Unschöne Überraschung auf dem Kontoauszug: der Dispozins war meist stark überhöht.

Für diese Kosten wurden sie zuletzt stark kritisiert: Sparkassen langten bei Dispokrediten oft mit sehr hohen Zinsen zu.

FrankfurtDie Kritik an hohen Zinsen für Überziehungskredite zeigt bei den Sparkassen offenbar Wirkung. „Wir sehen einen Trend zur Abschaffung des Überziehungszinses“, sagte ein Sprecher der Sparkassen-Dachorganisation DSGV am Donnerstag. Etwa die Hälfte der 416 deutschen Sparkassen dürfte inzwischen auf den Überziehungszins verzichten. Überschreitet ein Bankkunde seinen Dispo-Rahmen, verlangen Banken für diese „geduldete Überziehung“ noch deutlich mehr Zinsen. Über die Abschaffung dieses Zinses hatte die Wochenzeitung „Die Zeit“ zuvor berichtet.

Viele Sparkassen folgen damit dem Beispiel der ING-Diba. Sie hatte vor einem Jahr als erste Großbank in Deutschland den Überziehungszins für Girokonten gestrichen. Weitere Sparkassen überlegen dem Sprecher zufolge, diesen Schritt ebenfalls zu gehen.

Politik und Verbraucherschützer kritisieren schon länger die hohen Zinssätze. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass die Bankkunden mehr Rechte bei Dispo- und Baukrediten bekommen sollen. So sollen Kreditinstitute per Gesetz gezwungen werden, Kunden über Alternativen zum Dispo zu informieren.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr der Banker

05.02.2015, 14:15 Uhr

Ich finde die ewige Diskussion um hohe Zinsen und Preise nervig.
Der Verbraucher will als mündiger Bürger behandelt werden. Er hat das Recht, sich seine Bank zu suchen und kann Konditionen verhandeln!
Wem die Zinssätze zu teuer sind, der muss sie ja nicht in Anspruch nehmen.
Ich verstehe nicht, warum sich das Handelsblatt dafür hergibt.
Wenn ein Kunde "freiwillig!" seinen Dispo nutzt (Konditionen wären verhandelbar), dann kostet dies Geld, wie alles andere auch. Wenn er mehr Geld verfügt, als vertraglich vereinbart ist, darf er sich nicht bezüglich höherer Kosten beschweren.
Das einfachste für Banken ist es, keine Überziehungen zuzulassen. Die Mahngebühren und Stornokosten trägt jedoch auch der Kunde, falls Zahlungen dadurch nicht ausgeführt werden!
Eine angedachte gesetzliche Verpflichtung der Banken zur Beratung bezüglich anderer Alternativer Finanzierungsformen, ist nur eine weitere Entmündigung des Verbrauchers.
Wer mit 18 Jahren voll geschäftsfähig ist, jegliche Verträge abschließen darf, sollte auch in der Lage sein einen Vertrag zu lesen und sich nicht im Anschluss über die Höhe der darin genannten Zinsen und Preise beschweren.
Ich kann/darf mich nach einem Abo beim Handelsblatt im Nachgang auch nicht beschweren, dass ich nicht wusste, dass ich dafür etwas bezahlen muss. Das müsste doch auch billiger gehen, oder?
Bitte lasst die Hetze und bleibt sachlich.
Es gibt auch wichtigere Themen als wiederholt auf die Banken einzuprügeln.

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