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28.08.2015

13:51 Uhr

Pflegezeit

Zinslose Kredite sind nicht gefragt

Seit Jahresbeginn können Menschen, die einen Angehörigen pflegen zinslosen Darlehen beantragen. Die Kredite werden allerdings kaum in Anspruch genommen. Die Grünen warnen vor einer „Rohrkrepierer“-Regelung.

Seit Jahresbeginn können Menschen, die einen Angehörigen pflegen und dafür vorübergehend ihre Berufstätigkeit einschränken, die zinslosen Darlehen beantragen. dpa

Pflegezeit

Seit Jahresbeginn können Menschen, die einen Angehörigen pflegen und dafür vorübergehend ihre Berufstätigkeit einschränken, die zinslosen Darlehen beantragen.

BerlinDas Interesse an zinslosen Krediten des Bundes zur Überbrückung einer Pflegezeit sind gering: Von den 1,3 Millionen Euro, die das Bundesfamilienministerium dafür im Haushalt reserviert hat, wurden seit Jahresbeginn nur 146.543 Euro abgerufen. Weitere 134.880 Euro wurden bewilligt, wie aus einer der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorliegenden Antwort des Familienministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht.

Seit Jahresbeginn können Menschen, die einen Angehörigen pflegen und dafür vorübergehend ihre Berufstätigkeit einschränken, die zinslosen Darlehen beantragen.

„Die anvisierten Zahlen der Inanspruchnahme – gemessen an den dafür bereitgestellten Mitteln – werden weit verfehlt“, sagte die Pflegeexpertin der Grünen, Elisabeth Scharfenberg, der „Rheinischen Post“ vom Freitag. „Offenbar treffen die Pflegezeiten die Bedürfnisse der Menschen nicht.“ Es drohe, dass die Neuregelungen als „Rohrkrepierer“ ende.

Von

afp

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