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30.05.2014

12:41 Uhr

Prepaid-Karten

So landen kleine Shopping-Queens nicht in den Miesen

VonKatharina Schneider

ExklusivIhr Taschengeld sammeln viele Kinder längst nicht mehr in der Spardose, sondern auf dem Giro-Konto. In manchen Situationen kann sogar eine Kinder-Kreditkarte sinnvoll sein. Die günstigsten Angebote.

Eine Kreditkarte für Kinder? Ja, aber bitte nur prepaid. Getty Images

Eine Kreditkarte für Kinder? Ja, aber bitte nur prepaid.

DüsseldorfWas macht Mama, wenn sie im Bikini am Südseestrand entlang läuft und plötzlich Hunger auf ein Eis bekommt? Na klar, sie zückt im Kiosk ihre Kreditkarte, die sie elegant unter die Schwimmbekleidung geklemmt hatte. So wurde in der Werbung lange Zeit der Vorteil des Plastikgeldes angepriesen.

Und was Mama kann, sollen Tochter und Sohn natürlich auch können: Im Ausland ganz einfach bargeldlos bezahlen. Damit das Ganze nicht zu riskant ist, bekommen die Kinder jedoch keine herkömmliche Kreditkarte, sondern eine Prepaid-Karte. Mit dieser sollen sie nur so viel Geld ausgegeben können, wie zuvor auf die Karte gebucht wurde – ähnlich wie bei einem Prepaid-Handy.

Zugegeben, ob die junge Frau am Strand bereits Mutter ist, wurde in der Werbung gar nicht verraten. Und bevor Eltern solche Verträge für ihre Kinder abschließen, sollten sie gut überlegen, ob ihr Nachwuchs bereits mit den Karten umgehen kann. Außerdem sollten sie die Konditionen vorab sehr genau prüfen.

Tipps für die Reisekasse

Die Mischung macht's

„Je länger und exotischer die Reise, desto sorgfältiger ausgewählt und gemischter sollte die Reisekasse sein“, sagt Uwe Döhler, Finanzexperte der Zeitschrift „Finanztest“. Bei einem Pauschalurlaub in Europa reiche die Bankkarte plus eventuell einer Kreditkarte. Bei Fernreisen seien versicherte Reiseschecks in Dollar eine gute Alternative. Der Deutsche Reiseverband (DRV) rät generell zu einer Mischung von Barmitteln, Karten und Reiseschecks.

Fernreisen

Eine Variante zu Bargeld und Bankkarten bieten noch immer Reiseschecks. „Für Touristenorte sind Schecks aber eigentlich nicht notwendig“, sagt die BdB-Sprecherin. Im außereuropäischen Ausland und bei längeren Fernreisen seien Schecks in Dollar dennoch eine sichere Alternative. Die Schecks werden an vielen Stellen wie Bargeld behandelt und können ansonsten gegen Unterschrift und Vorzeigen des Ausweises eingetauscht werden.

Ist die Kreditkarte besser als die EC-Karte?

„Sie wird in vielen Ländern häufiger akzeptiert“, sagt Döhler. Aus diesem Grund sei es gut, beides zur Auswahl zu haben. Auch sollte man beachten, dass das neue Bankkarten-System V-Pay des Kreditkartenunternehmens Visa Europe nach Informationen der Stiftung Warentest im außereuropäischen Ausland nicht und teilweise auch in Europa nicht überall akzeptiert wird.

Karte sperren

Sollte es allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz passieren, dass die Bank- oder Kreditkarte abhandenkommt, sollte die Karte schnellstmöglich gesperrt werden. Dazu kann die Bank direkt kontaktiert werden oder, wie der Deutsche Reiseverband empfiehlt, der Sperr-Notruf, der unter der Telefonnummer 0049 116 116 zu erreichen ist. Der BdB empfiehlt den SOS-Infopass, der eine Vielzahl möglicher Sperrnummern enthält und online verfügbar ist.

Limit am Automaten

Banken begrenzen vielfach aus Sicherheitsgründen für das Ausland das Abhebelimit. Bei vereinzelten Instituten, etwa der Deutschen Bank, ist das Limit außerhalb Europas sogar auf null gesetzt. Um nicht gleich zu Beginn des Urlaubs mit leeren Händen dazustehen, ist es ratsam, vor Reiseantritt bei der Bank anzurufen oder online zu überprüfen, wie hoch der Verfügungsrahmen angesetzt ist und ihn gegebenenfalls zu ändern. Bei der Deutschen Bank steht auf der Karte die 24-Stunden-Hotline, um die Karte mit sofortiger Wirkung freizuschalten.

Reiseschecks

Reiseschecks müssen vor Reiseantritt erworben werden und kosten bis zu zwei Prozent des Kaufwerts. Dafür sind sie über ihren vollen Wert versichert und werden bei Verlust meist innerhalb von 24 Stunden ersetzt. Auch hier sollten Verbraucher möglichst rasch nach Verlust eines Schecks das ausstellende Finanzinstitut anrufen. Wichtig: Vor der Reise müssen Kunden immer einmal auf dem Scheck unterschreiben. Die zweite Unterschrift erfolgt dann beim Tausch gegen Bargeld. Eine Alternative können Prepaid-Kreditkarten sein.

Sollte man Geld in Deutschland oder im jeweiligen Land umtauschen?

„Üblicherweise im Reiseland“, sagt Döhler. Auch hier empfiehlt der Ökonom, nicht das Bargeld zu tauschen, sondern Bargeld am Automaten abzuheben.

Vorsicht beim Geldabheben

Beim Abheben oder Zahlen mit der EC-Karte im Ausland gelten die gleichen Sicherheitshinweise wie in Deutschland. Am Geldautomaten sollte die PIN verdeckt eingegeben werde, damit niemand von der Seite oder von hinten die Geheimnummer ausspähen kann. Das Gleiche gilt beim Bezahlen beim Einzelhändler. „Vor allem sollte man sich seine PIN nirgends notieren“, sagt eine Sprecherin des BdB. Wenn der Kunde seine Pin leichtfertig verwendet, zahlt die Bank den entstandenen Schaden nicht. Die Beweislast kann dann beim Kunden liegen.

Was sollte man bei Reisen in Nicht-Euro-Länder beachten?

Der Urlauber sollte sich vor Reiseantritt über die aktuellen Wechselkurse informieren, die Bargeldverfügungsprovisionen seiner Bezahlkarten kennen und die Auslandseinsatzprovision. Darüber hinaus ist es nach Einschätzung des „Finanztest“-Experten auch hier ratsam, den Großteil der Reisekasse erst vor Ort abzuheben.

Welche Währungen kann man in Deutschland nicht tauschen?

Bei exotischen Währungen müsse man davon ausgehen, dass die Bank das Bargeld erst bestellen muss, sagt eine Sprecherin des Bankenverbands. Der „Finanztest“-Experte Döhler nennt die Reisebank als gute Anlaufstelle für exotische Währungen.

Wie viel Bargeld sollte in der Reisekasse vorhanden sein?

Der DRV empfiehlt, nur eine überschaubare Menge Bargeld mit sich zu führen. Da Bares nicht versichert wird, gilt: „Was weg ist, ist weg.“ Der Bundesverband deutscher Banken nennt als Richtlinie, maximal ein Drittel des Budgets in bar mitzunehmen. „Nur soviel, dass es für den ersten Tag reicht“, sagt Döhler. Dabei sei zu beachten, dass bei Fremdwährungen der Tausch in Deutschland oft teurer ist als das Abheben im Ausland.

Wo gibt es beim Zahlen im Ausland versteckte Kosten?

Manche Händler nehmen nach Aussage des „Finanztest“-Experten einen Preisaufschlag, wenn man mit der Karte bezahlen will. Am Geldautomaten kostet es die Abhebegebühr der eigenen Bank, manchmal ist noch ein Aufschlag für das Institut fällig, das den Automaten betreibt. Dies muss aber vor dem Abheben angekündigt werden. Wem das zu teuer ist, kann einen anderen Automaten suchen.

Für Handelsblatt Online hat die FMH Finanzberatung erstmals die Kosten und Bedingungen von Prepaid-Karten unter die Lupe genommen, die sich explizit auch an unter 18-Jährige richten. „Unterschieden haben wir zwischen solchen Karten, die es nur in Verbindung mit einem Konto bei der jeweiligen Bank gibt und solchen, die unabhängig davon sind“, erklärt Sigrid Herbst von FMH.

Ausschlaggebend für die Platzierung im FMH-Ranking waren vor allem die Kosten. Bei den kontounabhängigen Karten bewegten sich die jährlichen Kosten zwischen zehn und 22 Euro. Hinzu kommen teils saftige Gebühren für Barabhebungen – sowohl im Inland als auch im Euro-Land.

„Mindestgebühren von fünf Euro pro Abhebung oder mehr sind schon happig, insbesondere, weil Kinder wohl eher kleinere Beträge abheben“, sagt Herbst. 50 Euro abgehoben und fünf Euro Gebühren bezahlt: Macht zehn Prozent Barabhebungsgebühr. Immerhin: „Die Gebühren für Barabhebungen bei den Prepaid-Karten sind mit herkömmlichen Kreditkarten vergleichbar“, sagt Herbst. Eine Art Prepaid-Aufschlag gibt es also nicht.

Kommentare (6)

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30.05.2014, 13:05 Uhr

Ja,genau.Wir umgehen einfach die Warner vor einer Welt ohne Baargeld und gehen gleich zu den zukünftigen Kunden und gewöhnen sie von kleinauf daran.Dann kennen sie irgendwann gar nichts Praktischeres und verwenden es ohne nachzudenken.
Das ist überhaupt der Schlüssel zu einer Zukunft,wie Konzerne und Banken sie sich wünschen.Nicht denken,einfach wohlfühlen!

Account gelöscht!

30.05.2014, 13:57 Uhr

"So landen kleine Shopping-Queens nicht in den Miesen"

Das tun sie mit Bargeld auch nicht!

Dieser Artikel ist (wieder einmal) Gehirnwäsche vom Feinsten.

Account gelöscht!

30.05.2014, 14:41 Uhr

Na ja zweifelsohne ein ziemlich schwacher Artikel. Aber sehen es wir dem HB heute nach. Ist halt Brückentag und irgendwie nichts los...

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