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07.10.2011

20:44 Uhr

Ratgeber

Wie sich die Rentenlücke am besten schließen lässt

VonAnke Rezmer

Wer einen finanziell sicheren Ruhestand genießen möchte, muss Rücklagen bilden. Aber wie sieht die optimale Vorsorgestrategie in verschiedenen Lebenslagen aus? Das Handelsblatt hat Experten um Rat gebeten.

Auch im Alter kann man es sich richtig gut gehen lassen - vorausgesetzt, man hat Rücklagen gebildet. dpa

Auch im Alter kann man es sich richtig gut gehen lassen - vorausgesetzt, man hat Rücklagen gebildet.

FrankfurtDer Fall ist klar: Wer eine Rentenlücke feststellt, der muss etwas tun. Ansonsten droht das Rentnerdasein ungemütlicher zu werden als man es sich vielleicht ausmalt. Doch statt hektisch den Urlaub abzusagen, den Kindern das Taschengeld zu kürzen und das Candlelight Dinner in den Imbiss zu verlegen, gilt es die eigenen Ansprüche und die Lage genau zu untersuchen.

Wer sich allerdings erst im Alter von 50 Jahren auf die Rentenzeit besinnt und eine Riesenlücke entdeckt, muss höchstwahrscheinlich Abstriche machen, wenn noch keinerlei Vermögen gebildet wurde.

Für unsere fünf Musterfamilien errechneten die befragten Vorsorgeexperten schnell, dass diese Familien ihre hier festgestellten Rentenlücken nie ausschließlich aus ihrem verfügbaren Einkommen stopfen können.

„Entweder müssen die Menschen ihre Ansprüche herunterschrauben, gehen später in den Ruhestand oder sie haben bereits ein Kapitalpolster“, sagt Tom Friess, Geschäftsführer des bankunabhängigen Vermögensberaters VZ Vermögenszentrum.

Für das Beispiel eins rechnet Jens Mudder, Portfoliomanager bei der Hamburger Sparkasse, vor: Von seinem Einkommen in Höhe von 42.000 Euro brutto im Jahr müsste der Familienvater jeden Monat rund 1200 Euro fürs Alter zur Seite legen und das Kapital müsste in jedem Jahr fünf Prozent Ertrag bringen.

Dann sicherte er sich bis zum Rentenbeginn in 16 Jahren 70 Prozent seines heutigen Einkommens, also monatlich 2530 Euro. „Das kann er aber nicht schaffen“, sagt Mudder.

Im Beratungsgespräch würde Mudder diesem Kunden Alternativen aufzeigen: Wenn er beispielsweise ab sofort rund zehn Prozent seines Nettogehalts und sämtliche künftigen Gehaltserhöhungen für die Altersvorsorge auf die Seite legte, könnte er bei normalen Kapitalmarktverhältnissen immerhin auf eine Rente von rund 2000 Euro kommen.

Kommentare (1)

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Rentenluegner

12.10.2011, 12:17 Uhr

Schade, dass sich das Handelsblatt so unbedarft vom Mainstream führen lässt. Ein genaue Erläuterung, was denn diese "Rentenlücke" sein soll wäre ganz hilfreich gewesen. So wirkt das ganz wie eine Werbeaktion für "Vermögensberater" (und wann sind die denn schonmal unabhängig). Erinnert mich alles sehr an eine gute Doku von Phönix (die "Rentenlügner" gibts bei Youtube oder hier http://www.youtube.com/watch?v=6-1YFIxhL6w)

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