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30.11.2014

15:05 Uhr

Rente

Mit Plan und Ausdauer zur Altersvorsorge

Quelle:Börse am Sonntag

Festverzinsliche Anlagen bieten kaum noch Möglichkeiten zum Vermögensaufbau. Doch der ist vor allem nach dem Berufsleben essenziell. Wie man trotz niedriger Zinsen auch im Alter finanzielle Sorgen vermeiden kann.

Berge voller Geld werden im Alter nur die Wenigsten haben. Vielen reicht es den Lebensstandard zu halten. Doch dafür reichen festverzinsliche Anlage nicht mehr. dpa

Berge voller Geld werden im Alter nur die Wenigsten haben. Vielen reicht es den Lebensstandard zu halten. Doch dafür reichen festverzinsliche Anlage nicht mehr.

DüsseldorfGeschichte wiederholt sich nicht 1:1, allerdings kann man aus der Vergangenheit durchaus Schlüsse für die Zukunft ziehen. Es lässt sich die Erkenntnis gewinnen, dass nämlich die Aktie diejenige Anlageform ist, die vielfach auch Katastrophen und Kriege überstanden hat. Zudem bietet sie langfristig eine überdurchschnittliche Rendite. Allerdings wird von vielen das Auf und Ab der Aktienmärkte als zu risikoreich empfunden. Anleihen, vor allem Staatspapiere, werden dagegen als verhältnismäßig sicher angesehen. Viele Anleiheinvestoren sahen sich jedoch nach den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts um ihr Geld gebracht, während Aktionäre oft nur Geduld brauchten, bis sich die Kurse erholt haben.

Nerven schonen mit Mischfonds
Für die Altersvorsorge bieten sich unter anderem Investmentfonds und Aktieninvestments an. In beiden Fällen müssen jedoch bestimmte Kriterien berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die mögliche Dauer des Kapitalaufbaus oder die eigenen Risikotragfähigkeit von zwischenzeitlichen Buchverlusten. Gut geeignet für die Altersvorsorge und auch nervenschonend sind qualitätsvolle Misch- oder Multi-Asset-Fonds, deren Manager in unterschiedliche Anlageklassen wie Anleihen, Aktien oder Rohstoffe investieren können.

In diesen Fondskategorien werden Verluste begrenzt, in guten Aktienzeiten können Anleger – unter Berücksichtigung des Risikomanagements – an steigenden Kursen partizipiert.

Klassiker von Allianz und BlackRock

Ein Klassiker unter den Mischfonds ist der Kapital Plus-Fonds von Allianz Global Investors. Anleger wissen, was sie mit dem Fonds hinsichtlich der Aufteilung der Anlageklassen bekommen, nämlich hauptsächlich Euro-Anleihen guter Bonität. Daneben kann zwischen 20 und 40 Prozent in europäische Aktien investiert werden. Das Management nutzt durch gezielte Aktienauswahl die Chancen. Im Anleihebereich werden Laufzeiten und Zinsänderungsrisiken aktiv gemanagt.

Wo die Deutschen ihr Geld lagern

Festverzinsliche Wertpapiere (inklusive Zertifikate)

216 Milliarden Euro (vier Prozent)

Sonstige Anteilsrechte (zum Beispiel GmbH-Anteile)

199 Milliarden Euro (vier Prozent)

Aktien

300 Milliarden Euro (sechs Prozent)

Sonstige Anlageformen

355 Milliarden Euro (sieben Prozent)

Investmentfonds

450 Milliarden Euro (neun Prozent)

Versicherungen

1552 Milliarden Euro (30 Prozent)

Bargeld und Einlagen

2082 Milliarden Euro (40 Prozent)*

*Quelle: Deutsche Bundesbank

Seit Auflegung im Mai 1994 lag der Wertzuwachs bei 293 Prozent. Der größte Vermögensverwalter weltweit ist BlackRock. Auch diese Gesellschaft bietet einen Flaggschiff-Mischfonds, den BGF Global Allocation. Der Fonds ist stark diversifiziert und vereint 700 Einzelpositionen. In Euro konnten Anleger seit Auflegung im Januar 1997 knapp 264 Prozent verdienen.

Kommentare (2)

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Reiner Blumenhagen

01.12.2014, 07:28 Uhr

Das ist ja alles schön und gut. Und was passiert, wenn ein sogenannter Durchschnittsverdiener es tatsächlich schafft, diese guten Ratschläge zu befolgen? Wenn man es darauf anlegt, im Alter vom während der Verdienstphase aufgebautem Vermögen teils zu leben, greift der Staat wieder zu. Steuern, Soli, KK-Beiträge… Um dieses auch staatlicherseits immer wieder propagierte Thema der privaten Vorsorge attraktiver zu machen, sollte man in einem ersten Schritt mal die immer wieder eingedampften Freibeträge erhöhen. 800 Euro p.a. sind ein Witz.

Herr Thomas Hobmaier

01.12.2014, 12:39 Uhr

Das ist doch nichts als eine Propagandamsache wieder ???
Vor deutschen Gerichten wird man als Spekulant bezeichnet, der nichts anderes kennt, als die Gier.
Wenn in einem Anwaltsschreiben dem Kläger vorgeworfen worden ist, weil der Kläger gegen die Deutsche Bank AG vorgegangen ist, dort schwarz und weiss von den Prozessvertretern RA'e Fischer, Weiß und Koll. in München mitgeteilt werde, der Kläger sei Spekulant, dann wirft es bei mir einige Fragen auf.
Dies ist nur ein Punkt. Selbst bin ich gegen die Coba Vorstände und Ausfichtsräte vorgegangen, was hat die "unabhängige Rechtsprechung" am LG, OLG frankfurt am Main gemacht, die haben die Klage abgewiesen. Es ging darum Schadensersatz von der Gruppe der Tyrannen, der in den letzten Jahren vorgenommenen Kapitalerhöhungen durch Ausgabe neuer Aktien. Das ein Verwässerungsprozess eingetreten ist, ist doch den Vorständen und Aufsichtsräten egal gewesen. Der Rechtsprechung auch. Mir kommt es vor wie ein Moral-Hazzard Problem und durch die unabhängigen Richter als hold up (hidden intention) der Ausbeutung im Sinne von Art. 14 GG [Verletzung des Eigentumsrecht]. Damit wurde Blessing und Konsorten von der Justiz geschützt. Die großen Investmentsfonds enthalten sich dem Verfall der Aktien, weil es nicht ihr Geld ist. Die kassieren den Normalbürger auch noch ab. Die "unabhängigen Richter" sind die Hassardeure oder die hidden action bzw. hidden information.
Deshalb der Vorwurf an die Redaktion, Bitte stellt einmal die unabhängigen Richter an den Pranger, die sind das große Übel !!! da gibt es keine Zweifel, dass diese Gruppe die größten Vernichter von Eigentum ist.
Wenn jemand anderer Meinung sein sollte, dann sind das alles nur Show Prozesse wie im Fall von Kirch vs. Deutsche Bank AG.
Von Middelhoff nicht zu sprechen !!

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