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12.07.2012

14:10 Uhr

Rentenkasse

Geringverdiener setzen auf Riester-Zulage

Nach Angaben der Rentenversicherung erhalten vor allem Gering- und Durchschnittsverdiener die staatliche Förderung. Zwei Fünftel der Empfänger hätten zudem Kinder.

Viele Geringverdiener sorgen für das Alter vor. dpa

Viele Geringverdiener sorgen für das Alter vor.

BerlinVon der staatlichen Förderung für die Riester-Rente profitieren nach Angaben der Rentenversicherung zum Großteil Gering- und Durchschnittsverdiener. Fast ein Drittel der Empfänger der staatlichen Zulage für die private Altersvorsorge hätten ein Jahreseinkommen von weniger als 10.000 Euro, erklärte die Rentenversicherung am Donnerstag in Berlin. Unterhalb eines Durchschnittseinkommens von etwa 30.000 Euro lägen 70 Prozent der Zulageempfänger. „Die Zulagenförderung kommt in erheblichem Umfang bei den Geringverdienern an“, sagte Sabine Ohsmann von der Deutschen Rentenversicherung Bund, die für die Zentrale Zulagenstelle eine Auswertung von deren Daten für das Jahr 2008 vornahm. Zwei Fünftel der Empfänger hätten zudem Kinder: „Die Förderung kommt bei Familien an, die Kinder erziehen.“

Diese Zahlen stünden nicht im Widerspruch zu Studien, wonach von den Geringverdiener-Haushalten ein kleinerer Anteil als bei Besserverdienenden eine private Altersvorsorge in Form der Riester-Rente abgeschlossen hat. Die Beteiligungsquote sei bei niedrigen Einkommensgruppen geringer als bei den hohen, sagte der Leiter der Zulagenstelle, Ulrich Stolz, unter Verweis auf Untersuchungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Demnach hat jeder sechste Geringverdiener-Haushalt eine Riester-Rente abgeschlossen.

45 Milliarden Euro für Privatvorsorge
Seit Einführung der Riester-Rente 2002 flossen nach Zahlen der Zulagenstelle Gesamtbeiträge von rund 45 Milliarden Euro in entsprechende Verträge zur Altersvorsorge. Rund zwei Drittel der Summe sei an Versicherungsgesellschaften gegangen. Darin enthalten seien staatliche Zulagen von 13,3 Milliarden Euro.

Es gibt nach Angaben des Arbeitsministeriums rund 15,5 Millionen Riesterverträge. Damit haben etwa 40 Prozent aller förderberechtigten rund 38 Millionen Personen einen solchen Vertrag. Eine zuletzt auf 18,5 Prozent gestiegene Zahl von Riesterverträgen ruht nach Angaben der Zulagenstelle aber: Dann fließen weder Beiträge noch Zulagen.

 

Von

rtr

Kommentare (4)

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Dietmar

12.07.2012, 17:30 Uhr

Auch laut Stiftung Warentest lohnt sich die Riester Rente besonders für Geringverdiener. Vor allem wegen der Zulagen und der geringen Mindesteinzahlungen: http://www.finanzen.de/news/12959/die-riester-rente-im-grossen-finanztest-2012-es-gibt-viel-kritik-aber-auch-chancen

Wenn man unter 1.000 Euro Brutto im Monat verdient, dann sind 154 Euro Grundzulage plus eventuell zwei Kinderzulagen schon fast ein 13. Gehalt.

Goldie

12.07.2012, 22:08 Uhr

Ach! Und das wird dann jährlich ausbezahlt? Da kann man in Notsituationen jederzeit dran? Wird nicht bei späterem H4-Bezug im Rentenalter angerechnet bzw. abgezogen? Hat Verwaltungs- und Provisionskosten, die unter den gezahlten Prämien liegen? Berechnet Inflation (hier meine ich die echte, nicht die vom Stat.Bundesamt vorgegaukelte)ein?
Diese ganze Hochrechnerei der Tenhagen-Mafia ist auch nicht besser als die Unwahrheiten die die Verkäufer solcher Konstrukte erzählen.
Das eingezahlte Geld ist unwiederbringlich im Besitz der Versicherung, egal ob Prämie oder Eigenanteil. Zu Rentenbeginn gibt´s dann eine monatl. Zuteilung in unbekannter Höhe mit noch unbekannterer Kaufkraft.TJgbkh

black

16.07.2012, 08:25 Uhr

schwachsinnige Sache; erst von Null-Geld-Über noch was abgezwackt und "gefördert"; anschließend in unbekannter Höhe ausgezahlt; unbekannte Kaufkraft, nochmal versteuert (wahrscheinlich auch noch höher) und durch Inflation sowieso aufgefressen; aber dafür gibt es ja bestimmt noch die Dynamikklausel. Im übrigen stelle ich mir die Frage: wieviel von dem bißchen Netto will man denn da einzahlen? einen Zwanni oder Fuffi? Super; das bringts.

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