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02.11.2013

11:38 Uhr

Rentenversicherung

DRV prüft Auslands-Renten an Tote

Renten, die auch nach dem Tod noch fließen. Nicht möglich? Falsch. Nach Informationen der „Bild“ sollen über 7000 im Ausland lebende deutsche Rentner auch lange nach ihrem Ableben ihre Transferleistungen erhalten haben.

So sieht es aus, wenn alte Menschen ihre Rente nachzählen. In über 7000 Fällen waren sie dazu nicht mehr in der Lage, weil sie schon lange nicht mehr lebten. dpa

So sieht es aus, wenn alte Menschen ihre Rente nachzählen. In über 7000 Fällen waren sie dazu nicht mehr in der Lage, weil sie schon lange nicht mehr lebten.

Mehr als 7000 deutsche Auslands-Renten sind nach „Bild“-Informationen möglicherweise über einen längeren Zeitraum an Tote gezahlt worden. Diesem Verdacht gehe die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nach, schreibt die Zeitung in ihrer Samstagausgabe. Demnach hat die DRV seit April die Auszahlung von 7300 Renten an im Ausland lebende Senioren eingestellt, weil sie keine Lebenszeichen mehr von ihnen erhalten hat.

Außerhalb Deutschlands lebende Rentner müssen der Rentenkasse einmal im Jahr eine sogenannte Lebensbescheinigung zusenden. Davon sind laut „Bild“ derzeit 916.450 Rentner betroffen. Legen sie die Bescheinigung nicht vor, stoppt die DRV die Zahlung nach rund 90 Tagen. Meldet sich der Empfänger auch dann nicht, wird die Rente eingestellt.

Theoretisch kann die Rente also auch noch über ein Jahr nach dem Tod des Rentners gezahlt werden. Die Rentenversicherung versuche nun festzustellen, in wie vielen Fällen es tatsächlich zu Betrug gekommen ist. DRV-Direktor Herbert Schillinger sagte „Bild“: „Wir versuchen herauszufinden, wer das Geld in Empfang genommen hat, um es wieder zurückzubekommen. Aber das ist sehr schwierig.“

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