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20.09.2016

11:43 Uhr

Rentenversicherung

Info-Brief regt zum Sparen an

Seit 2001 bekommt jeder, der älter als 27 Jahre ist, jährlich ein Schreiben von der Rentenversicherung, das zeigt, wieviel Rente man im Alter bekommt. Nun zeigt eine Studie: Der Brief fördert private Altersvorsorge.

Jedes Jahr ist er im Briefkasten: der Info-Brief der Rentenversicherung. dpa

Renteninformation

Jedes Jahr ist er im Briefkasten: der Info-Brief der Rentenversicherung.

BerlinWer regelmäßig Angaben über seine künftige gesetzliche Rente bekommt, legt einer Studie zufolge mehr Geld für das Alter zur Seite. „Die jährlich per Brief versendete Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung animiert die Rentenversicherten maßgeblich dazu, mehr in ihre private Altersvorsorge zu investieren”, teilte das Mannheimer ZEW-Institut am Dienstag in einer Analyse für den Zeitraum 2001 bis 2010 mit. Die Briefe sorgten zudem dafür, das viele Leute einen Job annahmen. „Mehr Menschen in der Altersgruppe ab 27 Jahren sahen sich auf einmal unter Zugzwang, etwas für ihr eigenes Rentenalter zu tun.” Zudem stellten die Forscher eine geringere Spendenbereitschaft fest.

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Als Folge der Rentenreform von 2001 schickt die Deutsche Rentenversicherung seit Januar 2004 ihre Informationsbriefe an alle Versicherten ab 27 Jahren, die seit mindestens fünf Jahren in die öffentliche Rentenkasse einzahlen. Zuvor erhielten nur Versicherte ab 55 Jahren die detaillierten Informationen zu bisher erworbenen Rentenansprüchen und voraussichtlicher Altersrente. Das ZEW kommt in seiner Studie zum Ergebnis, dass damit die Einzahlung in ein privates Rentenkonto ab 2004 spürbar zugenommen hat: im bundesweiten Durchschnitt um 40 Euro pro Jahr oder um 33 Prozent in der Altersgruppe ab 55 Jahren sowie um 20 Euro jährlich oder 16 Prozent bei den über 27-Jährigen.

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Experten warnen davor, dass die gesetzliche Rente künftig kaum für den Lebensabend reicht. Denn wegen der Alterung der Gesellschaft gibt es zunehmend mehr Rentenempfänger, die zudem länger als früher Rente beziehen. Zugleich zahlen immer weniger junge Menschen in die Rentenkasse ein. „Die Rentenfinanzierung durch das in Deutschland angewendete Umlageverfahren wird somit praktisch ausgehebelt”, erklärte das ZEW.

Von

rtr

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