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19.03.2006

09:00 Uhr

Richtig vorsorgen

Krankenzusatzversicherungen: Die Paketlösung

VonAnke Henrich
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Anbieter privater Krankenzusatzversicherungen schnüren mit Absicht kaum miteinander vergleichbare Pakete. Die Wirtschaftswoche klärt auf, was Angebote kosten, die Zahn-, Brillen- und Heilpraktikerkosten anteilig übernehmen.

Wenn Sie wissen wollen, was ein Versicherungspaket pro Monat kostet, klicken Sie auf das Pluszeichen!

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DÜSSELDORF. Anbieter privater Krankenzusatzversicherungen schnüren mit Absicht kaum miteinander vergleichbare Pakete, damit der Kunde ja nicht auf den ersten Blick erkennt, wo er am meisten für sein Geld bekommt. Die WirtschaftsWoche hat deshalb aus der Vielzahl der Offerten sieben ausgesucht, die zumindest einem Qualitätsstandard entsprechen: Sie alle bieten die im Branchenschnitt höchste Kostenübernahme bei Zahnbehandlungen, Brillen und Heilpraktikerbesuchen.

Dennoch variieren die monatlichen Beiträge erheblich. Das liegt an den unterschiedlichen Zusatzleistungen, mit denen die verschiedenen Tarife hübsch gemacht werden. Die Zusatzleistungen reichen von sinnvollen Angeboten wie der vollständigen Übernahme der Medikamentenzuzahlung für chronisch Kranke oder der Kostenübernahme für ein Krankenhaus nach eigener Wahl bis zu Zuschüssen zu orthopädischen Einlagen oder Kurtagegeld. Auch hier gilt: Was brauchen Sie wirklich? Teuer bezahlter Versicherungsschutz, der minimale oder höchst unwahrscheinliche Kosten übernimmt, rechnet sich nicht.

Ebenfalls wichtig: Die Beiträge steigen so wie alle Tarife der privaten Krankenversicherung mit dem Alter - und Frauen zahlen wegen ihrer höheren Lebenserwartung grundsätzlich mehr.

Vor der Vertragsunterschrift fordern die Unternehmen vom Kunden Gesundheitsangaben. Krankheiten müssen vollständig und auf Jahre zurück angegeben werden. Der individuelle Gesundheitszustand entscheidet über die exakte Beitragshöhe. Schwere Krankheiten können zu einem Risikozuschlag führen, zu einem Leistungsausschluss bei allen Kosten, die mit dieser Krankheit in Zusammenanhang stehen oder zu einer Ablehnung des Vertrags.

In der Tabelle sehen Sie als Beispiele Bandscheibenvorfall und Migräne. Alle Unternehmen fordern genaue ärztliche Angaben über den aktuellen Beschwerdegrad, entscheiden dann aber je nach Hauspolitik sehr unterschiedlich, ob und - wenn ja - in welcher Höhe sie einen Risikozuschlag berechnen oder den Vertrag verweigern. Umso wichtiger ist es, über einen Probeantrag unterschiedliche Angebote einzuholen.

Folgende Leistungen sind in den genannten Verträgen enthalten:

1. Zahnbehandlung: Entweder übernimmt die Versicherung 25 Prozent aller Kosten, 50 Prozent einschließlich des Anteils der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder 35 Prozent der Restkosten ohne GKV-Anteil. Inlays und Implantate werden mit 25 Prozent bezuschusst. Die Höchstgrenze aller Erstattungen pro anno sollte nach den restriktiveren ersten Vertragsjahren nicht unter 1 000 Euro liegen. Einige begrenzen die Zuzahlung in den ersten drei oder vier Jahren.

2. Brillen: Einige Unternehmen zahlen, sobald sich die Sehschwäche verändert, andere leisten alle zwei Jahre, auch wenn die Dioptrienzahl konstant bleibt. Bis zu 180 Euro Erstattung bei zweijährlicher oder 120 Euro bei sofortiger Änderung müssen enthalten sein, sonst lohnt sich die Zusatzversicherung nicht. Achtung ab Mitte Vierzig: Wenn viele nur noch mit Gleitsichtgläsern vollen Durchblick genießen, werden Brillen besonders teuer.

3. Heilpraktiker: Gute Versicherungen verhandeln nicht über Sinn und Unsinn anerkannter alternativer Therapien, sondern übernehmen mindestens 70 Prozent der Rechnungen, jährlich mindestens 500 Euro.

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