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28.10.2013

20:38 Uhr

Sparrücklagen

Deutsche horten fünf Billionen Euro

Obwohl die Inflation die Ersparnisse auffrisst, setzen viele Privathaushalte auf Bankeinlagen – und verkaufen Wertpapiere. Immer begehrt werden dank günstiger Kredite Immobilien, aber dort kommt alles auf die Lage an.

Investition Wohnimmobilie: Die Preise steigen, aber nicht überall gleichmäßig. dpa

Investition Wohnimmobilie: Die Preise steigen, aber nicht überall gleichmäßig.

FrankfurtExperten warnen seit Monaten: Die Inflation frisst die niedrigen Zinsen auf - wer sein Geld in sichere Spareinlagen steckt, verliert real. Trotzdem setzen die Privathaushalte in Deutschland auf Bankeinlagen, wie die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mitteilte. Aktien und festverzinsliche Wertpapiere wurden hingegen im zweiten Quartal im Saldo verkauft.

Insgesamt kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des zweiten Quartals gegenüber dem Vorquartal um 23 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent auf den Rekordwert von 5027 Milliarden Euro.

Wo wohnt man günstig - und wo teuer?

Günstig, Platz 6

Vogtlandkreis
Der Vogtlandkreis im Westen von Sachsen kann mit günstigen Grundstückspreisen aufwarten: In der Gemeinde Ellefeld etwa kostet der Quadratmeter 295,5 Euro.

Günstig, Platz 5

Uckermark
Die brandenburgische Uckermark landet auf Platz fünf der günstigsten Regionen Deutschlands. In der Gemeinde Templin wohnt es sich besonders günstig: Hier zahlt man nur 343,8 Euro.

Günstig, Platz 4

Bad Kissingen
Der Kreis Bad Kissingen liegt im bayerischen Unterfranken, nahe an der Grenze zu Hessen und Thüringen. In der Gemeinde Zeitlofs zahlt man wenigsten: nämlich nur 248,3 Euro.

Günstig, Platz 3

Wartburgkreis
Der Wartburgkreis liegt in Thüringen an der Grenze zu Hessen. Günstigster Wohnort ist die Gemeinde Treffurt: Dort kostet der Quadratmeter 242,9 Euro.

Günstig, Platz 2

Kreis Haßberge
Der Kreis Haßberge liegt nördlich des Mains im bayerischen Unterfranken. In der Gemeinde Kirchlauter kostet der Quadratmeter 232,4 Euro.

Günstig, Platz 1

Mansfeld-Südharz
In der Region Mansfeld-Südharz bei Leipzig wohnt es sich am günstigsten - vor allem in der Gemeinde Sandersleben: Dort kostet der Quadratmeter 192,8 Euro. Aber auch in Blankenheim (233,5 Euro), Hettstedt (259,5 Euro) und Friedeburg (267,7 Euro) sind die Preise niedrig.

Teuer, Platz 6

Bitburg-Prüm
Der Kreis Bitburg-Prüm ist der am dünnsten besiedelste Landkreis von Rheinland-Pfalz. Doch im rund 400 Einwohner großen Ort Kruchten kostet der Quadratmeter laut Immobilienscout24 4882,9 Euro.

Teuer, Platz 5

Hamburg
Ein Quadratmeter in der Hamburger Hafencity kostet 5760,2 Euro. Ein wenig günstiger lebt es sich im Bezirk Harvesthude (5168,8 Euro).

Teuer, Platz 4

Norderney
Die ostfriesische Insel Norderney wartet mit hohen Grundstückspreisen auf. Für einen Quadratmeter zahlt man 6578,8 Euro.

Teuer, Platz 3

München
Der Münchener Bezirk Lehel landet auf dem dritten Platz. Dort kostet der Quadratmeter 6947,6 Euro. Auch die Bezirke Altstadt (6918 Euro), Maxvorstadt (5848,2 Euro), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (5445,1 Euro) und Schwabing-West (5441,5 Euro) haben hohe Grundstückspreise.

Teuer, Platz 2

Rathsweiler
Im Kreis Krusel in Rheinland-Pfalz liegt der Ort Rathsweiler: Dort kostet der Quadratmeter 6951,3 Euro.

Teuer, Platz 1

Sylt
Die Gemeinde Kampen auf der Insel Sylt hat die teuersten Grundstückspreise Deutschlands: Der Quadratmeter kostet hier 12.605 Euro.

Quelle

Quelle: Immobilienscout24; Referenzobjekt: eine Wohnung mit 80 Quadratmetern, 3 Zimmer, 30 Jahre alt.

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen werden in Deutschland auch wieder mehr Kredite aufgenommen. Nach Angaben der Bundesbank lag der Wert im zweiten Quartal bei sechs Milliarden Euro, genutzt wurden die Kredite vor allem für den Wohnungsbau. Weil Immobilien derzeit extrem günstig finanziert werden können, ist die Nachfrage zuletzt kräftig gestiegen - auch, weil die eigenen vier Wände im Alter mietfreies Wohnen versprechen.

Das hat auch das Preisniveau in die Höhe getrieben. Doch eine Wohnimmobilie ist nicht mehr immer die beste Wahl für die Altersvorsorge, wie eine am Montag vorgestellte Untersuchung des Beratungsunternehmens Empirica ergab. Wenn das Eigenheim auf lange Sicht etwas abwerfen soll, muss es demnach in der richtigen Region liegen. Manchmal komme es sogar auf den Stadtteil an. „Man muss höllisch aufpassen, wo man investiert“, sagte der Ko-Autor der Studie, Ulrich Pfeiffer, in Berlin.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

28.10.2013, 20:55 Uhr

Die Liste der Grundstückspreise ist ja durchgehend ein lachhafter Rechenfehler. Gibt es in Ihrer Redaktion jemanden, der etwas von Immobilien versteht?

Account gelöscht!

29.10.2013, 08:16 Uhr

SPAR- CONTRA RISIKOKAPITAL
.............................
ca. 60% der bundesbürger sind falsch finanziert, weil sie
nicht die möglichkeiten des kapitalmarktes nutzen..
..
der aktienmarkt war seit der krise 2008 sehr profitabel -
depots sollten jetzt aber abgesichert werden..
..
sparkapital..kasseneinlagen..und langlaufende versicherun
gen - insbesondere kapitallebensvers. - vernichten die
kapital wegen der niedrigen zinsen - und der inflation
flation

Stony

29.10.2013, 10:25 Uhr

Die Experten wundern sich immer, warum "die Deutschen" trotz realer Verluste ihr Geld lieber in Versicherungen und Bankeinlagen anlegen. Ich glaube: Die Umschichtung weg von Wertpapieren (Aktien, Renten) wird noch dramatisch zunehmen, wenn die neue Regierung uns die von der Gutmenschenmafia heiß ersehnte Finanztransaktionssteuer beschert. Dann ist nämlich endgültig Schluß mit der propagierten privaten Altersvorsorge über die Kapitalmärkte. Es ist dann zwar nicht effektiver, psychologisch aber viel naheliegender, sein Geld unters Kopfkissen zu legen und niemanden mehr, ich betone: niemanden mit seinem Geld arbeiten zu lassen. Da wird dann in der volswirtschaftlichen Gesamtrechnung Freude aufkommen!

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