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15.01.2014

13:46 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt

Gewerbsmäßiger Betrug mit Krankengeld

Anträge auf Krankengeld wurden fingiert – dabei ist der Arbeitnehmer ist gesund: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen groß angelegten Betrugs. Der Schaden bei über 30 Krankenkassen geht in die Hunderttausende Euro.

Ist ein Arbeitnehmer wegen längerer Krankheit arbeitsunfähig, gibt es Krankengeld: Mehrere Beschuldigte sollen Krankengeldanträge aber ungerechtfertigterweise eingereicht haben – ihre Angestellten waren kerngesund. dapd

Ist ein Arbeitnehmer wegen längerer Krankheit arbeitsunfähig, gibt es Krankengeld: Mehrere Beschuldigte sollen Krankengeldanträge aber ungerechtfertigterweise eingereicht haben – ihre Angestellten waren kerngesund.

LübeckWegen eines groß angelegten Betruges mit Anträgen auf Krankengeld ermittelt die Lübecker Staatsanwaltschaft. Betroffen seien mehr als 30 geschädigte Krankenkassen im Bundesgebiet. Mehrere Beschuldigte sollen bei den Kassen fingierte Krankengeldanträge für Arbeitnehmer eingereicht haben, die in Wahrheit kerngesund waren. Der NDR hatte zuerst über die Ermittlungen berichtet.

Die Untersuchungen gegen die Verdächtigen wegen gewerbsmäßigen Betruges liefen bereits seit 2012, sagte die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Wenke Haker-Alm. Der finanzielle Schaden bewege sich im hohen sechsstelligen Bereich, erläuterte sie.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Frustrierter

15.01.2014, 14:30 Uhr

Ohne eine entsprechende Krankmeldung ist ein Betrug nicht möglich. Jetzt wäre es endlich mal an der Zeit auch die Ärzte mal in die Verantwortung zu nehmen;diese Schreiben nämlich täglich hunderte Leute krank, die nicht wirklich krank sind. Die Ärzte haben ja auch nichts zu verlieren. Im Gegenteil, sie verdienen sogar noch daran.

Account gelöscht!

17.01.2014, 13:55 Uhr

Ärzte verdienen mit Krankschreibungen keinen Cent und beim Arzt ist es so wie vor Gericht: im Zweifel für den Angeklagten - bzw für den Patienten. Die Stärke von Schmerzen oder Depressionen oder anderen Störungen lässt sich leider nicht objektiv ermitteln, nur wenige Parameter sind messbar (Puls, Blutdruck, Temperatur usw), was aber nur selten zur Beurteilung der Situation hilft. Fazit: Ärzte kann man leicht betrügen. Ich war 39 Jahre Arzt, nun Rentner.

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